Bio-Tiernahrung als gesunde Alternative

AdobeStock 99052165Juckreiz, Ekzeme und kahle Stellen können beim Hund wichtige Hinweise auf eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Stoffen sein. Eine Allergie kann viele Ursachen haben. Meistens findet sich die Ursache aber in der Ernährung.

PURE ERNÄHRUNG

Nicht-biologisches Hundefutter enthält oft künstliche Zusatzstoffe, auf die ein Hund reagieren kann. Der Umstieg auf ein reines, biologisches Futter ohne Zusatz chemischer Duft-, Farb- und Geschmacksstoffe, Pestizide oder GVO (genetisch veränderte Organismen) reicht in vielen Fällen aus, um Symptome bei einem Hund wieder verschwinden zu lassen. Der Prozess der Herstellung von Bio-Lebensmitteln steht unter strenger Aufsicht. Bei Yarrah, einem Hersteller von Bio-Hunde- und Katzenfutter, will man sicherstellen, dass alle Inhaltsstoffe und Angaben stimmen. Rohstoffe werden daher vor ihrer Verarbeitung umfassend analysiert. Yarrah besucht seine Lieferanten persönlich, um sich davon zu überzeugen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und die Rohstoffe wirklich biologisch sind. Das Sortiment von Yarrah ist breit gefächert und besteht aus Bio-Trockenfutter, Nassfutter und Snacks für Hunde und Katzen sowie Bio-Katzenstreu. Für Hunde gibt es eine Auswahl an speziellem, bedarfsgerechtem Futter für Welpen, ausgewachsene Hunde und ältere Hunde, „Sensitive“ für empfindliche Mägen, getreidefreies sowie vegetarisches Futter.

WAS HEISST BEDARFSGERECHT GENAU?

Das sensitive Trockenfutter, basierend auf Hühnchen und Reis, ist für Hunde mit empfindlichem Magen oder Verdauungsproblemen gemacht. Die Kroketten sind ideal für Hunde, die Schwierigkeiten haben, Weizen zu verdauen.
Yarrah „Grain-Free“ für erwachsene Hunde besteht aus getreidefreien Kroketten mit Bio-Huhn, MSC-Fisch (MSC = Marine Stewardship Council), BioErbsen und Algen. Das Bio-Hundefutter ist ideal für Hunde mit Unverträglichkeiten gegenüber Getreide.
Yarrah bietet zwei Sorten an vegetarischem Trockenfutter für Hunde, die Schwierigkeiten mit tierischen Proteinen haben: Vega und Vega Grain-Free (getreidefrei). Beide Trockenfuttersorten basieren auf Bio-Sojabohnen und sind für ausgewachsene Hunde ab dem 1. Lebensjahr geeignet.

VEGETARISCHES HUNDEFUTTER

Es ist ratsam, einen Tierarzt zu besuchen, um eventuelle Überempfindlichkeiten und Allergien abzuklären. Menschen, deren Hund an Juckreiz, Ekzemen oder kahlen Stellen leidet, und die sich fragen, was sie dagegen tun können, kontaktieren regelmäßig Yarrah. Oft wurde bereits hypoallergenes Trockenfutter vom Tierarzt probiert, jedoch ohne Erfolg, oder man möchte eine gesunde, biologische Alternative zu dem vom Tierarzt empfohlenen Futter ausprobieren.
Yarrah empfiehlt für Hunde mit tierischer Proteinallergie das vegetarische Trockenfutter, da sich dieses meist als gute Lösung erweist.
Eine vegetarische Ernährung scheint auch bei Hunden mit Leishmaniose gut zu funktionieren. Leishmaniose ist eine durch Sandfliegen übertragene Infektionskrankheit. Infiziert werden Hunde, die aus Ländern rund um das Mittelmeer stammen, oder Hunde, die mit ihren Besitzern in dieser Gegend Urlaub machen. Tiere, bei denen sich tatsächlich eine Leishmaniose entwickelt, zeigen eine Sterblichkeit von 90 Prozent, wenn sie nicht behandelt werden. Therapeutisch wird am häufigsten das Medikament Allopurinol verwendet. Es wird von den Leishmanien aufgenommen und hemmt deren Ausbreitung. Das Mittel behindert aber auch den enzymatischen Abbau von Purinen zu Allantoin. Purine sind wichtige Bestandteile von DNA und RNA. Nicht alle Purine, die über die Nahrung in den Körper gelangen, sind für den Aufbau des Genoms notwendig. Einige werden über die Nieren abgebaut und ausgeschieden. Der Abbau zu Allantoin wird durch Allopurinol gehemmt, sodass sich das Zwischenprodukt Xanthin mit der Gefahr der Bildung von Nierensteinen in großer Zahl anreichert. Aus diesem Grund sollten mit Leishmaniose infizierte und mit Allopurin behandelte Hunde mit einer purinarmen (vegetarischen) Diät gefüttert werden.
Einen Nachweis darüber, dass das vegetarische Futter von Yarrah auch für Hunde mit Leishmaniose geeignet ist, ergab sich aus der Zusammenarbeit mit einer Stiftung, die u.a. streunende Hunde aus Spanien holt. Die Hunde, bei denen Leishmaniose diagnostiziert wurde und denen Yarrahs vegetarisches Trockenfutter verabreicht wurde, litten viel weniger unter der Krankheit. Das vegetarische Futter von Yarrah ist mit 37 mg/kg außergewöhnlich purinarm im Vergleich zu z.B. getreidefreiem Trockenfutter mit 108 mg/kg. Yarrah Vega und Yarrah Vega Grain-Free eignen sich daher sehr gut als purinarme Diät.

GETREIDEFREI

Getreidefreies Futter ist ein stetig wachsender Trend. Getreide wird in der Ernährung von Hunden und Katzen oft als schlecht und unangemessen angesehen. Für knusprige Kroketten wird eine Stärkequelle benötigt. Viele Trockenfutterhersteller verwenden dafür Weizen, da dieser leicht verfügbar ist. Darüber hinaus ist Weizen, wenn er verdaut wird, eine gute Proteinquelle. Verdaut bedeutet, dass das Getreide gekocht (eigentlich vorverdaut) wurde, sodass ein Großteil der pflanzlichen Proteine sowohl von Hunden als auch von Katzen aufgenommen werden kann. Gesunde Hunde bzw. gesunde Katzen können daher mühelos Kroketten mit Körnern essen. Bekommt ein Hund bzw. eine Katze nach dem Verzehr von Weizen oder anderem Getreide allerdings Beschwerden, ist es ratsam, auf getreidefreies Futter umzusteigen. Die Beschwerden können vielfältig sein: Juckreiz, stumpfes Fell, allgemeine Lethargie, Erbrechen oder Durchfall können auftreten. Sollten sich Weizenkörner als Ursache herausstellen, ist ein getreidefreies Futter, wie Yarrah es für Hunde und Katzen anbietet, eine Lösung. Darüber hinaus umfasst das Sortiment auch getreidefreies Nassfutter in Dosen und Schalen sowie getreidefreie Snacks.

AdobeStock 96311429ANTIBIOTIKARESISTENTE BAKTERIEN

Im Juli 2021 wurde der Artikel „Antibiotikaresistente Bakterien in Hundefutter entdeckt“ veröffentlicht (www.scientias.nl). Darin warnen Forscher davor, dass die Verbreitung dieser Bakterien ein internationales Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellt. Häufig eingesetzte Antibiotika können nutzlos werden und manche Infektionen daher nicht mehr oder kaum noch behandelt werden. Im Artikel heißt es, dass ein Teil des Problems im Hundefutter liegen könnte. Wissenschaftler haben das antibiotikaresistente Bakterium Enterococcus in verschiedenen Arten von Hundefutter gefunden. Es wird im Volksmund als „Krankenhausbakterium“ bezeichnet, da es hauptsächlich in Krankenhäusern Ausbrüche verursacht. Das MRSA-Bakterium ist unempfindlich (resistent) gegen eine Behandlung mit Antibiotika mit dem Wirkstoff Methicillin, einer weit verbreiteten Wirkstoffgruppe.
Diese Information unterstreicht noch einmal die Nützlichkeit von Bio-Fleisch und Bio-Tierfutter. In der ökologischen Tierhaltung werden Tiere nicht präventiv mit Antibiotika behandelt. Dadurch befinden sich auch keine Antibiotikaresistenten Bakterien im Bio-Fleisch, das der Mensch verzehrt oder das in Hundefutter verarbeitet wird und so wieder beim Menschen landen kann. Wenn Sie selbst Bio-Nahrung essen und Ihr Haustier mit Bio-Nahrung füttern, können Sie sicherstellen, dass Sie im Krankheitsfall mit der Notwendigkeit einer Antibiotikatherapie auch behandelbar sind.

THP 6 21 300 Page26 Image1SABINE HELBIG
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