Arbeitskreistreffen

VDT- Arbeitskreis Hannover/ Bremen

Arbeitskreis Hannover / BremenDer VDT- Arbeitskreis Hannover/Bremen traf sich am 13.10.2005 nachmittags erneut in der Tierheilpraxis von Monika Heike Schmalstieg in Nienburg. Aktive Teilnehmer/innen waren diesmal neben der Gastgeberin Frau Schmalstieg, Karl-Heinz Kniese THP- Student der DPS Hannover, Nadine Rüdiger THP aus Minden, Dorit Krumwiede mit Schäferhund Rex, Patient der Tierheilpraxis Schmalstieg und Marike Eper THP aus Hannover. Im Mittelpunkt des Treffens stand der sehr geduldige Rex. Der 9jährige Schäferhund-rüde leidet an Coxarthrose, Hüftgelenksdysplasie (HD) und degenerativer Myelopathie. Infolge dieser Erkrankungen zeigen sich bereits unübersehbare Lähmungserscheinungen in der Hinterhand und Muskelrückbildungen, offensichtliche Schmerzzustände hat Rex dabei zum Glück nicht zu erleiden. Zwei Biko Expander, die vom Brustgeschirr zu den Hinterläufen führen und in Höhe des Mittelfußknochens mittels Klettverschluss befestigt sind, verhindern beim Laufen ein Nachschleifen der Hinterläufe und geben Rex insgesamt mehr Stabilität.

Nun ging es darum, die Folgen der prognostizierten fortschreitenden Lähmung durch ein weiteres mechanische Hilfsmittel, nämlich einem hundegerechten Rollstuhl, abzumildern. Dazu wurden die von Frau Krumwiede mitgebrachten Angebote von Herstellern verglichen und Bilder von verschiedenen Rollstuhlmodellen, die Frau Schmalstieg auf dem PC einspielte, angesehen und diskutiert.

Herr Kniese, ehemals Jockey und Rennstallbesitzer auf der Rennbahn Hannover Bult, selbst Rollstuhlfahrer, erklärte die Bedeutung schräg gestellter Räder, wie sie vor allem bei Sportrollstühlen anzutreffen sind. Er empfahl für Rex unbedingt Räder mit Sturz, weil sie auch in Kurven ausreichende Stabilität bieten würden. Schließlich wurde der Schäferhund lang und breit vermessen und eine Mustervorlage für ein Sitzhöschen gebastelt und angepasst. Alles mit der Idee und dem Ziel, bei einem Rollstuhlbauer für Zweibeiner ein hundegerechtes Modell für Rex anfertigen zu lassen.

Vor Rex´s Eintreffen hatten die schon anwesenden AK-Mitglieder Gelegenheit, an einer "echten Sprechstunde" teilzunehmen.

Patientin war eine 5,5 jährige nervöse Cairnterrierhündin mit chronischen Juckreiz. Die Symptome der kleinen schreckhaften Dame, sowie ihre Blut- und Urinwerte ergaben keinen eindeutigen Befund. Das teilweise steriotype Verhalten könnte eine Vorstufe von Epilepsie sein. Ansonsten erinnert Symptomatik insgesamt an das Cushing Syndrom, welches durch einen Ultraschall auf die Nieren und einem Dexamethasonbluttest jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Zur Behandlung gehörten neben Futterumstellung und eine homöpathischen Injektion und Einzelgaben, auch eine Magnetfeldbehandlung auf den Akupunkturpunkten Blase 23. Bakkara steht nun unter intensiver Beobachtung um eine klare Definition der Kausa zu finden.

THP Marika Eper, Hannover
Mitglied des VDT und Autorin für den Arbeitskreis Hannover/Bremen
unter der Leitung von Monika Heike Schmalstieg THP und Präsidiumsmitglied des VDT

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