News + Wissenswertes

THP 6 19 Page44 Image1EINWANDERER WAR NICHT MEHR ZU HELFEN
Marderhund (Nyctereutes procyonoides)

THP 6 19 Page44 Image2Ein Marderhund liegt tot am Straßenrand. Seine Art gilt in Deutschland als sog. Neozoon (Tierart, die in ein Gebiet, wo sie nicht schon immer vorkam, eingeführt oder unabsichtlich eingeschleppt wurde). In Japan fast ausgestorben, steigt seine Population in Europa stetig an, da die natürlichen Feinde fehlen. Marderhunde (auch Enok, Mangut, Ussurischer Waschbär, Waschbärhund, Obstfuchs genannt) und Waschbären werden in Deutschland bejagt, um ihre Ausbreitung einzudämmen. Der Marderhund ist eine Art aus der Familie der Hunde. Als nachtaktives Tier ist er gerade in der dunklen Jahreszeit im Berufsverkehr längs den Straßen in der Dämmerung auf seinen Beutezügen unterwegs und wird oft von einem Auto erfasst. Die betroffenen Tiere sind meistens sofort tot, wie auch in diesem Fall. Obschon der Marderhund mittlerweile sehr häufig ist, kennen ihn viele nicht und können das Opfer keiner Rasse zuordnen. Und wie verhält sich ein Autofahrer richtig nach einem Wildunfall? Natürlich muss die Unfallstelle gesichert und die Polizei informiert werden. Diese verständigt den für das Gebiet zuständigen Jäger, der die toten Tiere von der Straße räumt. Die Kadaver würden andere Tiere anlocken und es besteht Seuchengefahr.


TIERBISSE
können harmlos ausgehen …

THP 6 19 Page44 Image3doch gerade der Biss von Fleischfressern, wie z.B. der Katze, birgt mit den übertragenen Keimen durch die spitzen, langen Zähne, die sich tief ins Fleisch bohren, hohes Infektionspotenzial. Im Maul befinden sich viele anaerobe Keime, die für den Menschen sehr gefährlich sind. Deshalb Bisse immer mit sterilen Wundauflagen keimfrei verbinden und sofort einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt für Hunde oder andere Tiere, die einen Katzen-, Marder-, Schlangenbiss oder Ähnliches erlitten haben. Alarmsignale von infizierten Wunden sind das Pochen in Fingern oder Hand, dabei hochgradig schmerzhaft. Oft muss das infizierte Gewebe entfernt werden, bis hin zur Amputation von Fingern. Also mit Bissen und verdächtigen Wunden sofort zum Arzt oder Tierarzt!


THP 6 19 Page45 Image1SACHKUNDENACHWEIS FÜR FREIVERKÄUFLICHE ARZNEIMITTEL NACH § 50 ARZNEIMITTELGESETZ
Schulungen auf Gut Rosenbraken

Der Nachweis der Sachkunde ist im Betrieb eines Tierheilpraktikers nicht unbedingt erforderlich, wenn keine Medikamente nach § 50 auf Verlangen abgegeben werden. Allerdings fangen Medikamente schon beim Zeckenmittel oder Ungezieferhalsband für Katzen und Hunde an. Außerdem wird von manchen örtlichen Veterinärämtern die Sachkunde nachweislich verlangt. Also besser Sie haben den Schein in der Schublade. An der VDT-Akademie Gut Rosenbraken in Rehburg-Loccum werden regelmäßig entsprechende Schulungen angeboten, mit anschließender IHK-Prüfung vor Ort. Kostenfaktor inkl. Material ca. 480 €; Zeitaufwand 3 bis 4 Tage. Für VDT-Mitglieder vergünstigt mit dem Verbandsgutschein.

INTENSIV GESCHULT WERDEN:

  • Gesetzliche Grundlagen im Umgang mit Arzneimitteln
  • Freiverkäuflichkeit und Apothekenpflicht
  • Relevante Pflanzen und ihre Wirkungen (Kräuterdrogen)
  • Zugelassene chemische Stoffe mit ihren Wirkungen
  • Tierarzneimittel
  • Lagerung von Arzneimitteln
  • Heilmittelwerbegesetz

THP 6 19 Page45 Image2WASSERVÖGEL IM EISIGEN TOD
Gefahr durch Ruhestörung

Immer wieder kann im Winter beobachtet werden, wie Hunde auf den zugefrorenen Gewässern toben und dabei Wasservögel aufscheuchen. Toller Spaß, nur nicht für das Gefiedertier! Bitte verhindern Sie das! Die Vögel sind gleichwarm. Sie benötigen ihre Energie, um den Körper bei der Eiseskälte warm zu halten. Werden sie zur Flucht durch Flug gezwungen, verlieren sie wertvolle Kraft und sind demzufolge oft geschwächt oder versterben sogar.


AUS DIE MAUS UND DER KATZ
Mäuse- und Rattenplage in Deutschland

THP 6 19 Page45 Image3Viele Methoden zur Bekämpfung werden angewendet: Vertreibung durch Schall, Lebendfallen, Köderauslegung etc. Neuerdings gibt es kameragesteuerte Schlagfallen, die – ähnlich wie ein Bolzenschussgerät – bei Ortung die Tiere blitzschnell töten. Ein neuer, freikäuflicher Wirkstoff ist das Nervengift Alpha-Chloralose gegen Ratten und Mäuse. Besonders gefährlich aber auch für Katzen: Es äußert sich durch Krämpfe und Orientierungslosigkeit, bei Hunden durch vermehrten Speichelfluss. Bei beiden kann das Gift zu Atemstillstand und Tod führen. Leiten Sie besser eine Schädlingsbekämpfung durch einen Kammerjäger ein, informieren Sie umliegende Tierbesitzer und Betroffene.

Fotos: © max5128 – Adobe, Michael Migos – Adobe, DIVA studio – Adobe, , cynoclub – Adobe, ashva – Adobe, Panupong – Adobe

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