Findelkind Mika - Alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Katzen

THP 6 19 Page36 Image1Als ich nach bestandener THP-Prüfung im Sommer 2014 meine Praxis eröffnete, stand für mich fest,  dass mein Schwerpunktthema die Katze ist. Natürlich habe ich auch Hunde und Pferde behandelt,  meine Liebe gehört aber den Stubentigern. Ich habe mein Wissen über die Jahre immer weiter ausgebaut und erweitert. Wir haben heute wunderbare Möglichkeiten, Tieren alternativ helfen zu können: Akupunktur, Phytotherapie, Mykotherapie, Magnetfeldtherapie, Bioresonanztherapie, Lichttherapie, Physiotherapie, Homöopathie, Bach-Blüten, Schüßler-Salze u. v. a.

Alternative Therapiemöglichkeiten

Akupunktur bei der Katze ist machbar, ich persönlich würde jedoch dazu raten, sich einen Akupunkturlaser anzuschaffen. Die Tiere reagieren wesentlich entspannter auf eine Laserakupunktur als auf Akupunkturnadeln. Die Akupunkturpunkte befinden sich auf den Meridianen (Energieleitbahnen) des Körpers. Bei der richtigen Auswahl der Punkte sieht man relativ schnell Fortschritte in der Genesung.
Katzen sind Gewohnheitstiere: Futter oder Wasser, das anders riecht, wird von ihnen nicht angerührt. Heilende Kräuter, Heilpilze oder Medikamente lassen sich somit schlecht über das Futter verabreichen und werden von vielen Katzen verweigert. Hier heißt es, passende Alternativen zu finden!
Katzen reagieren äußerst gut auf energetische Schwingungen, so kann eine Magnetfeldmatte (hier wird der gesamte Stoffwechsel angeregt) sehr zur Heilung beitragen. Allerdings funktioniert die Anwendung nicht immer, da einige Tiere sich gerne auf diese Matte legen, andere wiederum nicht.
Seit der Antike weiß man, dass Licht den Körper positiv beeinflusst. In der Lichttherapie wird dieses Wissen genutzt. Vorteil ist, dass die Katze selbst entscheidet, wie lange sie das heilende Licht in Anspruch nehmen möchte.
Tellington TTouchс ist eine sehr sanfte Methode, Tiere zu therapieren, vorausgesetzt, sie lassen sich anfassen.
Homöopathische Mittel können gut unters Futter gemischt werden, falls sie nicht oral gegeben werden können. Bei der Verabreichung des passenden Mittels ist schnell eine Besserung möglich.
Bach-Blüten wirken auf emotionaler Ebene und unterstützen den Körper des Tieres bei der Genesung.

THP 6 19 Page37 Image6Anamnese und Austausch mit Kollegen

Egal, welche Behandlungsmethode nun angewendet wird, wichtig ist, dass sie individuell zum Tier passt. Ein breit gefächertes Wissen gibt einem die Möglichkeit, bei Abwehr des Tieres oder Allergie auf bestimmte Stoffe eine alternative Behandlung zu finden.
Niemand kann alles wissen, deswegen habe ich mich mit einigen Kollegen zusammengeschlossen (Physiotherapeuten, Homöopaten etc.). So kann jeder sein Wissen zur Heilung eines Tieres beitragen.
Katzen sind bei einer Behandlung nicht immer kooperativ (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Durch eine genaue Anamnese werden Verhaltensauffälligkeiten oder Veränderungen ermittelt, um einen Therapieplan zu erstellen. Die Angaben des Besitzers über Vorerkrankungen, Alter, Unfälle, Impfungen, Futter oder Veränderungen der Lebensumstände sind von großer Bedeutung für die Therapie. Der Besitzer kann aktiv in den Therapieplan miteinbezogen werden. Oft kann durch eine Umgestaltung des Umfeldes oder einer Futterveränderung positiv zur Genesung beigetragen werden. Die psychische Komponente sollte immer beachtet werden.

Kaum Informationen bei Findelkindern

Wie man sieht, gibt es viele Methoden, und ich habe nicht alle aufgezählt. Aber was macht man, wenn es keine Informationen über das Tier oder den Besitzer gibt? So erging es mir mit Mika.
Als ich im Herbst letzten Jahres nach dem Arbeitstag in einem Baumarkt noch Herbstblumen für meinen Garten kaufen wollte, hörte ich im Außenbereich ein klägliches Miauen. Mit einer Verkäuferin, die sich in meiner Nähe befand, schaute ich nach, woher das Miauen kam. Wir entdeckten ein kleines Kätzchen, versteckt unter den Regalen. Auf meine Frage, woher die Katze kommt, zuckte sie mit den Schultern und meinte, dass hier öfter Streuner Zuflucht suchen. Im Gebiet rund um den Baumarkt gäbe es viele wilde oder verwilderte Katzen. Meine Entscheidung, dass ich das Kätzchen mitnehmen muss, stand sofort fest.
Von Weitem sah man, dass das Tier sehr dünn war. Wir hatten schon stellenweise Nachtfrost, und ich war mir sicher, dass die Kleine das nicht überleben würde. Also setzte ich mich schräg dem Kätzchen gegenüber und fing an, versteckt vorsichtig mit einer kleinen Tüte zu rascheln. Das machte die Kleine neugierig und sie bewegte sich langsam auf mich zu. Nachdem die Runden um mich herum immer kleiner wurden und das Tier schon fast meine Beine streifte, griff ich in einem günstigen Moment beherzt zu. Durch meine Erfahrung mit Katzen wusste ich, wie ich sie halten musste, und konnte so das Risiko, von der Kleinen verletzt zu werden, minimieren. Nach kurzer Gegenwehr gab die Kleine dann schnell auf. Jetzt war ich mir sicher, die Katze ist richtig krank. Ich bat die Verkäuferin, mir einen Karton mit Deckel zu besorgen, damit ich die Katze mitnehmen konnte. So verließ ich den Baumarkt statt mit Blumen mit einer Katze im Karton.
Zu Hause angekommen, ließ ich sie zuerst einmal im Auto, da ich zunächst ein Quarantänezimmer für sie herrichten wollte. Da ich selbst zwei Katzen besitze, hatte ich für die Kleine ein gemütliches Bett, Futter-, Wasserschälchen und eine Katzentoilette übrig. Nachdem alles eingerichtet war, konnte Mika (so hatte ich den kleinen Kater, denn ich war mir sicher, dass es sich um einen Kater handelte, genannt) sein neues Zimmer beziehen. Mika bestand nur noch aus Haut und Knochen.

Mittlerweile hatten wir schon fast 21 Uhr und ich wollte den Kleinen nicht noch mehr stressen. Mika bekam Futter und Wasser von mir, ansonsten sollte er erst mal zur Ruhe kommen. In den Folgetagen hatte ich keine weiteren Termine und konnte mich voll auf den Kleinen konzentrieren. Am nächsten Morgen öffnete ich mit gemischten Gefühlen die Tür zum Quarantänezimmer. Ich war mir nicht sicher, ob Mika noch leben würde, aber siehe da: Als ich die Tür öffnete, lag er in seinem Katzenbett und schaute mich mit großen Augen an. Bei meiner ersten Untersuchung konnte ich weder eine äußerliche Verletzung noch eine sichtbare Entzündung feststellen. Augen und Ohren waren frei und sauber. Ich rief meine Tierärztin an und vereinbarte für Mika einen Termin.
Genau wie ich war die Tierärztin über den abgemagerten Zustand des Kleinen entsetzt. Er brachte nicht einmal 2 kg auf die Waage. Auch sie konnte keine Erkrankung oder Verletzung feststellen. Der Kater hatte kein Fieber, Augen und Schleimhäute waren unauffällig. Blut konnte ihm in diesem Zustand nicht abgenommen werden, da er zu mager war. Einen Erkennungschip hatte er nicht. Die Tierärztin bestätigte mir, dass es sich um einen kleinen Kater handelt. Oder doch nicht? Sie war sich auf einmal nicht mehr sicher. Zu zweit legten wir den Kater auf den Rücken, um seinen Penis zu kontrollieren. Es war keiner da. Die kleine Katze war so abgemagert, dass die Tierärztin nicht, wie sie glaubte, die Hoden abgetastet hatte, sondern den Beckenknochen. Das war auch für die erfahrene Kollegin ein Schock. Es handelte sich auch nicht, wie wir glaubten, um ein ganz junges Tier, sondern um eine Katzendame, die laut ihrem Zahnzustand bereits 6 bis 8 Jahre alt sein musste. Die Tierärztin gab mir ein Mittel zur Entwurmung mit und wir besprachen, welche Aufbaupräparate ich ihr geben könnte.
Für Untersuchung und Behandlung musste ich übrigens nichts bezahlen, da Mika eine Fundkatze war und somit die Stadt Bremen für die Untersuchung aufkam.
Wieder zu Hause angekommen, rief ich bei Tasso und den Tierheimen in unserer Umgebung an. Ich beschrieb ihnen Mika und schickte ein Bild von ihr mit. Die Tierheime waren froh, dass ich Mika bei mir behalten konnte. Facebook ist ein weitverbreitetes Medium, und so stellte ich die Geschichte der Kleinen ins Internet. In den nächsten Tagen standen mein Telefon und mein Handy nicht still. Unzählige Bilder erreichten mich von vermissten Katzen. Ein Foto von Mika war aber nicht dabei.

THP 6 19 Page38 Image1Wann immer es ging, setzte ich mich zu ihr, um so viel wie möglich über ihren Zustand zu erfahren. Um meine eigenen Katzen nicht zu gefährden, zog ich mich jedes Mal um, bevor ich ins Zimmer ging. Eine Infektionskrankheit war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen. Was mir auffiel, war, dass sie kaum laufen konnte. Der Verdacht einer neurologischen Störung lag daher nahe. Ihr Gang war schwankend und es schien, als ob sie auf ihren Krallenspitzen lief. Sie putzte sich nicht, wodurch ihr Fell völlig struppig und stumpf war. Ihre Augen waren klar, sie wirkte – bis auf wenige Augenblicke – recht apathisch. Ich entschied mich, sie homöopathisch zu behandeln. Unter den Mitteln, die ich für sie auswählte, befanden sich auch zwei 10.000er-Hochpotenzen. Ich gab die homöopathischen Mittel jeweils in einem Abstand von einer halben Stunde, und nach zwei Stunden zeigte sich bereits eine deutliche Verbesserung ihres Zustandes. Nach 24 Stunden war der Erfolg nicht mehr zu übersehen: Die Kleine lief ganz aufgeregt vor Freude in ihrem Zimmer hin und her und umschmeichelte immer wieder meine Beine mit einem leisen Gequake. Das staksige Laufen wurde von Tag zu Tag besser, und am dritten Tag fing Mika wieder mit der Fellpflege an. Am fünften Tag hatte ihr Fell sogar wieder einen leichten Glanz. Zusätzlich zu den homöopathischen Mitteln bekam sie Vitamine in Pastenform, und ich führte eine Darmsanierung durch. Täglich mischte ich einen Tropfen CDL 3 % (Chlordioxid) unter ihr Futter, das durch Oxidation Bakterien, Viren, Sporen, Mikroben, einige Pilz- und Wurmarten eliminiert. Zum Schluss zerfällt das Chlordioxid in Wasser, Sauerstoff und etwas Salz. Die Suche nach den Besitzern blieb weiter ohne Ergebnis. Über meine Tierärztin nahm eine Frau Kontakt zu mir auf, die Mika gerne aufnehmen wollte. Sie schaute sich die Kleine an und war sofort in sie verliebt. Nach einer Woche durfte sie die Fellnase bei mir abholen. Mika ist jetzt eine sehr anhängliche und gesunde Katze. Hier haben sich zwei gesucht und gefunden!
Natürlich hätte ich gerne die ursprünglichen Besitzer von Mika gefunden, aber leider blieb die Suche ohne Erfolg. Die neue Katzenmama kümmert sich liebevoll um die Kleine. Sie wurde tierärztlich weiter abgeklärt und der Zahnstein entfernt. Ich denke, besser hätte es nicht kommen können. Am Ende sollten immer die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Tieres stehen!

MONIKA SPRINGERMONIKA SPRINGER

TIERHEILPRAKTIKERIN
BUCHAUTORIN

 

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