Ein Hund ist kein Hund mehr - Gedanken vom tier-menschlichen Diwan

201706 Diwan1201706 Diwan2Stellen Sie sich vor, ein Lebewesen kommt von einem anderen Planeten auf die Erde und weiß nichts vom Leben bei uns. Er erblickt einen Menschen, der einem Hund hinterhergeht und zuschaut, wie dieser sein Geschäftchen verrichtet. Der Mensch holt eine Tüte heraus, packt die Kacke mit einem stolzen Lächeln ein, währenddessen er den Hund aus seinem Beutel füttert.
Was meinen Sie, was sich dieses Lebewesen nun denkt? Sicherlich, dass der Hund hier bei uns der Chef ist. Bei der Katze das gleiche Spiel: Katzen müssen bei uns nicht nach draußen, um sich ihr Futter zu besorgen. Sie werden von uns gefüttert, umsorgt und gepflegt. Manch eine uriniert sogar auf Möbelstücke, andere kratzen an Tapeten.
Ja, Hunde und Katzen legen zum Teil eigenwillige Verhaltensweisen an den Tag, die wir – trotz Ärgernis – zum Teil hinnehmen, als wäre es normal. Da kann ein Außerirdischer nur das Bild einer völlig verkehrten Welt erhalten.

201706 Diwan3Betrachten wir die Dinge nüchtern, leben Tiere nach ihren Instinkten. Sobald wir dem Hund aber eine Leine anlegen, ist er kein Hund mehr, weil er seinen Instinkten nicht mehr folgen kann. Versetzen wir uns 30 Jahre in der Zeit zurück, da liefen Hunde frei herum, wussten genau wo ihr Zuhause ist und beschützten den Hof, ohne Anweisung zu erhalten. Sie kamen auf Zuruf nach Hause und folgten ihrem Besitzer beim Spaziergang, weil der Mensch sein Rudel war. Auch Katzen waren frei und jagten zur Freude von Hofbesitzern Mäuse.
Doch die Welt hat sich verändert. Unsere Tiere passten sich an, und das sogar in einer Art und Weise, dass der Spruch „Wie der Herr, so’s Gscherr“ heute tatsächlich eine tiefsinnige Bedeutung bekommt.
So ist es mit vielen Dingen, denn auch der Verkehr, das Futter und die Spazierwege im Stadtpark haben sich verändert. Kotbeutelstationen an vielen Hundeauslaufgebieten, um das Ärgernis „Hier ein Häufchen und dort ein Häufchen“ einzuschränken, und trotzdem schimpfen die Förster, weil es ihnen lieber wäre, unsere Hunde würden ins Gebüsch koten, anstatt unverottbare Beutel zu hinterlassen, die eingesammelt werden müssen.
Das Rudel Mensch-Tier hat sich verändert. Hundetrainer versuchen bereits, es wiederherzustellen, doch auch wir Tierheilpraktiker sind gefragt, denn Verhaltenstherapien bei Mensch und Tier nehmen zu – ein Aufgabengebiet, auf das sich gerade Tierheilpraktiker spezialisiert haben.
Wenn Sie also mit ihrem Vierbeiner Hilfe brauchen, scheuen Sie sich nicht und informieren Sie sich auf theralupa.de. Dort finden Sie den richtigen Therapeuten ganz in Ihrer Nähe. Oder rufen Sie mich an, ich berate Sie gerne. Somit wünsche ich Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2018!

Ihre Monika Heike Schmalstieg

P.S. Lassen sie sich biologisch abbaubare Kotbeutel schenken ;-)

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