Zystitis bei der Katze

Foto: BarthEine  Blasenentzündung  (Zystitis)  bei  der  Katze  kann  verschiedene  Ursachen  haben,  z. B.  durch Harnkristalle, Fehlbildungen der Harnwege  und/oder  Krankheitskeime  ausgelöst  werden. Als Folge ist die Schleimhaut der Blase gereizt und es bildet sich eine Blasenentzündung.  Die  Katze  hat  Schmerzen  beim  Wasserlassen  und setzt häufig und jeweils nur geringe Mengen Urin ab.

Anamnese

Katze Polly lebt seit über zehn Jahren zusammen mit weiteren Katzen bei Familie D. Ursprünglich kam sie aus dem Tierheim und wird fremden Menschen gegenüber eher als zurückhaltend bis scheu beschrieben. Polly ist kastriert, gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft und wird einmal jährlich entwurmt. Bisher traten keine gesundheitlichen Probleme auf.

Krankheitsbeginn und -verlauf

07.06.2017
Morgens fällt den Haltern auf, dass vermehrt kleine Mengen Urin abgesetzt werden. Polly ist unruhig und sucht im 2-Minuten-Takt die Katzentoilette auf, presst, schreit und verlässt das Klo mehr oder weniger erfolglos. Es werden nur Tropfen ohne Beimengung von Blut festgestellt. Futteraufnahme und Trinkmenge sind wie gewöhnlich. Beim Tierarztbesuch wird die Blase abgetastet und als eher klein und derb beschrieben. Polly wird Metacam und das Langzeitantibiotikum Convenia gespritzt. Die Uringewinnung mit Hilfe von Urigrit schlägt fehl, da die Katze das Klo mit dem diagnostischen Streu nicht betritt. Zwischenzeitlich ist das Verhalten wieder völlig normal. Sie schmust, frisst und ist genauso mobil wie sonst.

08.06.2017
Der Urinabsatz ist morgens deutlich gehemmter als am Tag zuvor. Trotz Schmerzmittel scheint Polly nur noch sehr wenig Harn absetzen zu können. Daraufhin ist das diagnostische Mittel der Wahl das Röntgen. Die Röntgenaufnahme bleibt ohne Befund. Die Blase ist weiterhin klein und nicht schmerzhaft. Als homöopathische Unterstützung wird 1ml Cantharis subkutan injiziert. Fortlaufend wird bis zu dreimal täglich 1ml Cantharis compositum ad us vet (Heel) oral verabreicht. Zusätzlich erhält Polly wegen der starken Symptome Prednisolon (Kortison).

Foto: Barth09.06.2017
Mengenmäßig wird mehr Harn von Polly in der Toilette festgestellt. Die Symptomatik der vergangenen Tage bleibt jedoch unverändert. Als krampflösendes Mittel wird 1ml Spascupreel (Heel) injiziert. Zudem bekommt Polly das Trockenfutter Urinary S/O high Dilution der Firma Royal Canin. Ihr wird eine Wärmequelle angeboten, die sie zeitweise gerne benutzt. Das Bereitlegen der Magnetfelddecke findet eher bei den anderen im Haushalt lebenden Katzen Anklang. Von einer Fixierung auf der Magnetfelddecke wird abgesehen, um das kranke Tier nicht noch mehr Stress auszusetzen.

10.06.2017
Eine Besserung ist allgemein bemerkbar, auch wenn der Harnabsatz noch nicht der normalen Menge entspricht. Polly bekommt weiterhin Schmerzmittel und die homöopathischen Medikamente. Eine selbstgekochte Hühnerbrühe zur Steigerung der Trinkmenge wird angeboten.

Bis 13.06.2017
Nachdem eine deutliche Besserung aller Symptome festzustellen ist, werden die homöopathischen Mittel langsam ausgeschlichen.

JANA BARTHJANA BARTH

TIERHEILPRAKTIKERIN

 

TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE

  • Laserakupunktur
  • Magnetfeldtherapie
  • Haltungs-, Umgangs- und Fütterungsberatung  –  spezialisiert auf Kleinsäuger und Pferd

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