Das Phophorus-Pferd - Homöopathie für Tiere

ENGEL 201706 Homoeo1 TEUFEL

Foto: Baumann – FotoliaIm täglichen Training unserer Pferde tauchen immer wieder große Schwierigkeiten auf, für die weder  eine falsche Trainingsmethode noch schlechtes Reiten allein verantwortlich gemacht werden können. Was viele Reiter nicht wissen: Auch bei Verhaltens- bzw. Trainingsproblemen kann die Homöopathie wertvolle Dienste leisten, indem sie bestehende psychische Ungleichgewichte des Pferdes  ausgleichen und es in einen lern- und trainingsbereiten Zustand versetzen kann. Selbstverständlich  ersetzt das weder professionellen Beritt noch qualifizierten Unterricht, kann aber helfen, das Training  für Pferd und Reiter zu erleichtern. Zum Einsatz kommt hier das sog. Konstitutionsmitel, also das homöopathische Mittel, das dem Grundcharakter des Pferdes am meisten entspricht. Ein angenehmer  Nebeneffekt ist, dass der Reiter sein Pferd immer besser kennenlernt und es ihm auch immer leichter  fallen wird, Verständnis für die Marotten des Pferdes aufzubringen. Eines der wohl schwierigsten Konstitutionsmittel ist Phosphorus. Die Ursprungssubstanz ist weißer Phosphor. Hierbei handelt es sich  um ein sehr gefährliches, da hoch reaktives chemisches Element, das sehr schnell großen Schaden  anrichten kann, wenn falsch damit umgegangen wird.

Gegensätze ziehen sich an

Da die DNA bzw. RNA (Desoxyribonukleinsäure) aus Molekülen besteht, für die Phosphorverbindungen die Basis darstellen, kann biologisch gesehen kein Organismus ohne Phosphor überleben. Da die DNA Grundlage und Ursprung von jedem Lebewesen ist, wäre ohne Phosphor das Leben und auch die Entwicklungsgeschichte überhaupt nicht möglich. Im Laufe der Evolution werden Erbinformationen von Generation zu Generation weitergegeben, und zwar in Form von Molekülen der DNA bzw. RNA. Auch als Bestandteil des Blutes spielt Phosphor eine wichtige Rolle, er ist au- ßerdem wesentlich am Energiestoffwechsel des Organismus beteiligt. Da Phosphor im Organismus nicht selbstverständlich vorhanden ist und von diesem auch nicht selbst gebildet werden kann, muss er mit jeder Mahlzeit in geringer Menge aufgenommen werden. Wo aber liegt nun die Gefahr von Phosphor, wenn er doch so wertvoll und lebensnotwendig ist?

Gefährliche Überdosierung

Wie viele andere Stoffe auch ist Phosphor zwar unverzichtbar für einen gesunden und überhaupt erst lebensfähigen Organismus, aber genauso auch potenziell gefährlich oder gar tödlich, wenn eine bestimmte Menge überschritten wird. Daher gilt: „Die Dosis macht das Gift – oder eben auch nicht“. Ein zu niedriger Phosphorspiegel im Organismus bzw. Phosphorgehalt in der Nahrung führt genauso zu Schäden wie ein zu hoher. Bei einer Phosphor-Überdosierung kehrt sich die eigentlich lebensnotwendige Beteiligung von Phosphor an der Eiweiß- und Kohlenhydratsynthese sowie an verschiedenen Vorgängen des zentralen Nervensystems ins Gegenteil um. Es kommt zu einer Zerstörung wichtiger Enzyme und zu neurologischen Störungen bzw. Ausfällen. Wirklich gefährlich ist die Wirkung von hoch dosiertem Phosphor hauptsächlich deshalb, weil die Katastrophe in der Regel erst dann erkennbar wird, wenn es schon fast zu spät ist. Schäden zeigen sich erst mit einer Verzögerung von mehreren Tagen. Wird dann gegengesteuert, sind bereits weitreichende Schäden im Organismus entstanden und in Gang gesetzt worden. Direkt sichtbar wird die Wirkung nur dann, wenn es zu einem unmittelbaren Kontakt mit der Haut kommt. Hier löst Phosphor sofort brennende Verletzungen aus, die, wenn überhaupt, nur sehr langsam heilen.

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Unterschiedliche Erscheinungsformen

Unter „Phosphor“ ist im Allgemeinen nicht ein einziges Element oder einziger Stoff zu verstehen, denn es gibt ihn in unterschiedlichen Ausführungen, die nicht alle die gleichen chemischen Eigenschaften aufweisen. Die unterschiedlichen Anordnungen der Kristalle lassen ihn in Weiß, Rot, Schwarz oder Violett „leuchten“. Die kristalline Form von Phosphorus – mit mehr oder weniger Gefahrenpotenzial – kann nur in gebundener Form existieren. Die ständige Suche nach Bindung und die daraus folgende, sehr schnelle Reaktionsbereitschaft ist also von existenzieller Bedeutung für Phosphor.
Die gefährlichste und reaktivste Form ist der weiße Phosphor, auch wenn dieser seine Farbe nicht lange behält, weil er sich schon nach kurzer Zeit gelblich verfärbt.
Er ist Ausgangssubstanz aller Phosphor-Formen und des homöopathischen Mittels „Phosphorus“. Kommt er in Kontakt mit Sauerstoff, reagiert er sofort und entzündet sich von selbst. Er nutzt jede noch so kleine Möglichkeit, um Verbindungen einzugehen und anschließend eine Reaktion auszulösen. Chemisch gesehen entstehen dabei Sauerstoffbindungen, die im Anschluss reduzierend wirken. Phosphor entzündet sich also mit Hilfe von Sauerstoff, wobei Schwefelsäure entsteht. Diese reagiert ihrerseits wieder mit dem weißen (gelben) Phosphor und wird zu Schwefeldioxid reduziert. Das Ergebnis dieser Verbrennungsreaktion ist Phosphorpentoxid, das in Verbindung mit nasser bzw. feuchter Luft zu einem sehr giftigen Nebel wird. Problematisch ist, dass Phosphor als Ausgangssubstanz zwar verbrennt, das Feuer aber nicht von selbst wieder erlischt, wenn kein „Brennstoff“ mehr vorhanden ist. Mit sehr viel Wasser und einem langen Löschvorgang ist es zwar irgendwann möglich, das Feuer zu löschen, allerdings ist dieser Erfolg nicht von langer Dauer. Es bleiben immer Rückstände zurück, die dieselben Eigenschaften aufweisen wie der ursprüngliche Phosphor. Kommen diese Rückstände in Kontakt mit Sauerstoff, entzünden sie sich erneut. Sind zu viele Rückstände bzw. Phosphorbestandteile vorhanden, besteht jederzeit die Gefahr einer riesigen Explosion, welche die gesamte Umgebung weiträumig zerstört.

Engel oder Teufel, Licht oder Schatten?

Nicht nur die Wirkung des chemischen Elementes Phosphor hat zwei Gesichter, sondern auch die Bedeutung seines Namens. Nimmt man die griechische Übersetzung, so bedeutet „Phos“ so viel wie „Licht“ und „phor“ so viel wie „tragen“. Zusammengesetzt bedeutet das also „Lichtträger“ oder „Lichtbringer“. Wenn man diese beiden Wortstämme nun weiter ins Lateinische übersetzt, erhält man den Begriff „Lucifer“. Neben einigen anderen Begriffen wird dieser im allgemeinen Sprachgebrauch als Bezeichnung des Teufels, also dem personifizierten „Bösen“, verstanden. Die Frage ob Engel oder Teufel, Leben oder Tod lässt sich also auch hier nicht abschließend beantworten, denn ohne Licht ist keinerlei Leben möglich, und dieses wird bekanntlich mit den Engeln in Verbindung gebracht. Der Teufel, der zwar der Legende nach über ein großes „Höllenfeuer“ verfügt, aber in der Unterwelt lebt, wird mit Dunkelheit und damit der Vernichtung allen Lebens assoziiert. Die hellen und kleinen Fackeln oder Lampen der Engel sorgen für ein angenehmes Maß an Licht, das Höllenfeuer des Teufels hingegen wirkt zerstörerisch.

Positive Wirkung

Der Apotheker Hennig Brand entdeckte in den 1970er-Jahren, dass Phosphor ein hervorragendes Leuchtmittel für Lampen darstellt, welches nicht bzw. nur sehr selten nachgefüllt oder ausgetauscht werden muss und trotzdem immer Licht spendet. Auch wurde der weiße Phosphor lange Zeit zur Herstellung von Streichhölzern verwendet. Treffender kann man den „Lichtträger“ nicht einsetzen. Auch sehr viele Landwirte nutzten und nutzen Phosphor als sehr wirksames Düngemittel.

Nebelgranaten und Phosphorbomben

Die gefährliche und zerstörerische Wirkung von Phosphor wurde im 2. Weltkrieg gleich auf zwei unterschiedliche Arten genutzt. Zum einen hatten Nebelgranaten hochtoxische Wirkungen auf die Atmungsorgane und damit den gesamten Organismus der Opfer. Zum anderen konnten mit Phosphorbomben ganze Städte vernichtet werden, indem sie Brände auslösten, die nicht wieder gelöscht werden konnten. War der Zerstörungsprozess also einmal in Gang gesetzt, war der „Erfolg“ endgültig und konnte weder rückgängig gemacht werden, noch konnten die Opfer die Katastrophe aufhalten oder sonst irgendwie abwenden. Die gewaltigen Explosionen, lang andauernden Brände mit lodernden Flammen und die Gewissheit und ständige Angst, dass ein mühsam gelöschtes Feuer jederzeit wieder ausbrechen kann, sorgten für starke Traumata bei allen, die diese miterleben mussten. Die Situation war nicht nur lebensgefährlich, sondern auch aussichtslos, denn alle Bemühungen, die Lage in den Griff zu bekommen, waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Bei den Opfern führte diese Traumatisierung zu einer nervösen Daueranspannung und der Bereitschaft, jederzeit und sofort auf mögliche Gefahren von außen zu reagieren.

201706 Homoeo4Das Phosphorus-Pferd hat zwei Gesichter

Die zwei Gesichter des Phosphors finden wir auch bei Pferden, auf die das Konstitutionsmittel „Phosphorus“ passt. Es ist also auf den ersten Blick nicht immer einfach, zwei scheinbar völlig unterschiedliche Pferde als „Phosphorus“ zu charakterisieren. Dazu kommt, dass es etwas ganz Normales ist, dass ein und dasselbe Pferd zwei Gesichter zu haben scheint und man als Halter teilweise sogar das Gefühl hat, man lebe mit zwei unterschiedlichen Tieren zusammen, die gegensätzlicher nicht sein können. Aber auch die Extreme zwischen nur gut oder nur böse lassen sich regelmäßig finden. Entsprechend wirkt ein Phosphorus-Pferd an vielen Tagen wie ein Engel, der bilderbuchmäßig gehorcht oder erwünschtes Verhalten von sich aus anbietet, ohne dass es dazu aufgefordert werden muss. An anderen Tagen ist es das genaue Gegenteil und die Reitstunde wird zur Katastrophe, weil dem Pferd nichts als Blödsinn einfällt. Dazwischen ist meist nichts, den goldenen Mittelweg scheinen diese Pferde nicht zu kennen. Das bedeutet aber, dass einmal erreichte Trainingserfolge nicht unbedingt zuverlässig abrufbar sind.

Immer in Bewegung und hochreaktiv

Genauso wie die Ausgangssubstanz Phosphor sind also auch Phosphorus-Pferde sehr reaktiv und reagieren auf jeden noch so kleinen Außenreiz blitzartig und häufig der Situation nicht angemessen. Die tatsächliche Reaktion des Pferdes ist niemals wirklich zuverlässig vorhersehbar und es kann zu regelrechten „Explosionen“ kommen. Die Intensität der Außenreize spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle und steht meistens in keinem Verhältnis zu der Reaktion. So reicht z.B. ein Staubkorn aus, damit das Pferd panisch und zu Tode erschrocken zur Seite springt. Dass jeder Außenreiz, mit dem das Phosphorus-Pferd eine „Verbindung“ eingeht, einen längerfristigen Prozess in Gang setzt, zeigt sich dadurch, dass sich diese Pferde regelrecht in alles hineinsteigern und dabei zum Teil auch hysterisch werden können. So bleibt es nicht bei einer ersten (Schreck)Reaktion, sondern es dauert meist mehrere Minuten, bis das Pferd wieder ansprechbar ist und beruhigt werden kann. Trotzdem bleibt es in ständiger Bereitschaft, sofort wieder zu reagieren, und es hat manchmal den Anschein, als wäre es ständig auf der Suche nach neuen Auslösereizen für überschießende Reaktionen. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Pferd sich erschrickt, Angst hat oder sich freut. Alle Gefühle werden überschwänglich und auf eine sehr ansteckende Art gezeigt.

Foto: strichfiguren – FotoliaDie Ausdauer und Lebendigkeit des Phosphorus-Pferdes übersteigt die der meisten anderen Pferde um ein Vielfaches, der Grad zwischen Lebhaftigkeit und Hyperaktivität ist sehr schmal. Möchte man diese Pferde zum Training motivieren, so ist das kein großes Kunststück, denn sie sind sofort mit Eifer bei der Sache. Wenn sie mit Hilfe positiver Verstärkung trainiert werden, sind sie sofort bereit, fast alles für ihren Menschen zu tun. Meistens haben wir hier sehr gehfreudige und lebhafte Pferde, die einen Reiter brauchen, der damit umgehen kann. Schränkt man sie zu sehr ein und zwingt sie, dauerhaft ein für sie viel zu niedriges Grundtempo zu gehen, sucht sich die Energie einen anderen Weg, und das bedeutet nicht selten, dass das Pferd bockt, steigt oder anderen Unsinn macht. Das heißt aber nicht, dass man diese Energie nicht in die richtigen Bahnen lenken soll, denn die Grenzen zwischen einem höheren Grundtempo und oft unbändigem Arbeitseifer zu einem „heißen Ofen“, zu dem keine Paraden mehr durchdringen, sind fließend. Damit dem Pferd also nicht langweilig wird und es gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt, muss es beschäftigt und gefordert werden. Gleichzeitig muss man aber immer wissen, wann es Zeit für eine Pause ist und rechtzeitig wieder Ruhe ins Pferd bringen. Das Phosphorus-Pferd lernt zwar schnell und gerne, kann sich aber meistens nicht lange konzentrieren, und so mancher Reiter wird enttäuscht sein, weil das Pferd auf Turnieren keine zuverlässig abrufbaren Leistungen zeigt, wenn alles drum herum viel interessanter ist als der Reiter und die zu reitende Aufgabe, obwohl es zu Hause alle Lektionen noch perfekt konnte.

Die Tatsache, dass Phosphorus immer ver- bzw. gebunden sein möchte, kann man in Stresssituationen sehr gut nutzen. Hat das Tier in entspannter Umgebung erfahren, dass es sich durch bestimmte ruhige und liebevolle Berührungen entspannen und sicher fühlen kann, so kann man diese ganz gezielt einsetzen, um das Pferd wieder ansprechbar und damit unter Kontrolle zu bekommen, wenn es sich erschrocken oder aufgeregt hat. Die Reaktionsbereitschaft äußert sich auch darin, dass Phosphorus-Pferde nur sehr schlecht alleine bleiben können. Sie werden oft hektisch und nervös, wenn der Boxennachbar gerade geritten wird. Es ist auch nur selten möglich, einen Ausritt alleine zu erweitern oder zu beenden, wenn man eigentlich bis dahin mit einem zweiten Pferd unterwegs war. Die Begrüßung fällt immer sehr herzlich aus und der gesamte Stall bekommt mit, dass der Halter oder ein geliebter Pferdekumpel wieder zurückgekommen ist. Diese Pferde scheinen ständig auf der Suche nach Dingen zu sein, auf die sie reagieren können. Obwohl es eigentlich nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Pferden gehört, auf allen möglichen Dingen herumzukauen, so zerbeißen Phosphorus-Pferde mit Vorliebe Stricke, Putzzeug oder Decken und rupfen auch beim Ausritt gerne jeden nur erreichbaren Ast oder Grashalm ab.

Ein anderer Aspekt der hohen Reaktivität dieser Pferde ist die Stimmungsübertragung zwischen Mensch und Tier. Das Phosphorus-Pferd ist ein sehr guter Spiegel seines Reiters. Seine extreme Feinfühligkeit und Reaktivität macht es ihm möglich, die Stimmung seines Reiters sehr genau zu erkennen und darauf zu reagieren. Das Pferd passt sich seiner Bezugsperson an und reagiert entsprechend bzw. bringt die Emotionen des Menschen nach außen und lebt diese aus. Hat man also selbst einen schlechten Tag, ist nicht fit oder zweifelt an sich, sollte man sich gar nicht erst auf ein Phosphorus-Pferd setzen, denn es wird die Schwäche des Reiters gnadenlos ausnutzen. Die Hellsichtigkeit von Pferden geht häufig noch über die von Hunden oder anderen Tieren hinaus. Es kommt durchaus vor, dass Pferde die Emotion ihres Reiters schon spiegeln, bevor dem Reiter seine Emotion bewusst wird. Wenig überraschend ist es da, dass dieses Pferd am nächsten Tag auf denselben Reiter vollkommen anders reagiert, wenn die Emotion eine andere ist.

Foto: Grigorita Ko – stock.adobe.comEngel oder Teufel? Part II

Unter allen Pferden sind Phosphorus-Typen die schönsten und elegantesten, die überall sofort auffallen und auch bei Pferdelaien einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie wiehern ihren Menschen freundlich entgegen, sind verspielt, verschmust, neugierig und versprühen Charme und Lebensfreude, der sich niemand entziehen kann. Da sie gerne im Mittelpunkt stehen, ziehen sie schnell alle Blicke auf sich und drängeln sich gerne in den Vordergrund. Zwar brauchen sie eine konsequente Erziehung ohne Druck und Gewalt, da sie ansonsten mit Widerstand und Aggression reagieren und nur noch machen, was sie wollen. Ihre Unarten und ihr überschießender Bewegungsdrang kann zwar „gelöscht“ bzw. gebändigt werden, doch dieser Zustand wird nicht von Dauer sein, sodass der Reiter jeden Tag mit einer neuen Überraschung rechnen muss. Doch bei all dem Blödsinn, den diese Pferde anstellen, sollte man sich bewusst sein, dass sie niemals wirklich böse sind. Gelingt es dem Reiter, das Pferd für sich zu gewinnen, wird er jeden Tag großen Spaß mit ihm haben. Wird es dagegen schlecht und ungerecht behandelt, so vergisst es das auch nach langer Zeit nicht und zeigt seine Ablehnung sehr deutlich. In dieser Situation kann der Umgang mit dem Pferd dann auch tatsächlich gefährlich werden.

Traumata, Angststörungen und sonstige negative Erfahrungen

Während man mit kleineren oder größeren Macken und Eigenheiten noch ganz gut leben kann, stellt die Therapie von Traumata oder anderen Angststörungen eine echte Herausforderung dar. Wurde das Pferd mit einer in seinen Augen lebensgefährlichen Situation konfrontiert, das kann ein großer Schreck, ein Unfall oder ein Angriff durch ein anders Tier gewesen sein, so sitzt dieses Gefühl tief und hinterlässt eine dauerhaft brennende Unruhe. Es ist zwar möglich, dieses Problem durch ein sehr intensives und zeitaufwendiges Training zu „löschen“, aber es wird immer wieder zu mehr oder weniger schweren Rückfällen kommen. Selbst dann, wenn eine Therapie wirklich erfolgreich verlaufen ist und das Pferd gelernt hat, sich zu entspannen und seinem Menschen zu vertrauen, kann man niemals sicher sein, ob diese „hochreaktiven Rückstände“ des urpsprünglichen Traumas das Pferd nicht in sein altes Verhaltensmuster zurückfallen und regelrecht explodieren lassen.

ALEXANDRA  HOFFMANNALEXANDRA  HOFFMANN
TIERPSYCHOLOGIN 
HEILPRAKTIKERIN FÜR  PSYCHOTHERAPIE
PRAXIS IN GERMERING

TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE

  • Bach-Blütentherapie für Hunde
  • Veterinärhomöopathie
  • Humanpsychologie und Notfallmedizin
  • Prävention und Gesundheitsförderung in der Tiermedizin
  • Verhaltenstherapie (Mensch, Hund, Pferd)
  • Dozentin der Paracelsus Schulen

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