Tierwissen für Kids: Weiße Tiere im Winter

201506 Kinder1


FASZINIEREND SCHÖN

ausgewählt von Julia

 

201506 Kinder2SCHNEE-EULE

Die Schnee-Eule gehört zu den größten Eulen und ist eng mit dem Uhu verwandt. Sie wird bis zu 66 cm groß und bis zu 2,5 kg schwer. Wenn sie ihre Flügel ausbreitet, erreicht sie eine Flügelspannweite von bis zu 165 cm. Weibliche Schnee-Eulen sind größer als männliche und weisen auch ein anderes Federmuster auf. Der Federflaum junger Schnee-Eulen ist hellgrau. Die weiße Federfarbe entsteht erst mit dem Alter. Schnee-Eulen leben in der freien Natur in der Arktis, in Kanada, Alaska und in Nordrussland. Im Gegensatz zu anderen Vögel bauen sie sich nicht hoch oben ein Nest, sondern brüten am Boden. Schnee- Eulen können ihren Kopf fast ganz herumdrehen, sodass sie zur Futtersuche die komplette Gegend im Blick haben und Entfernungen gut abschätzen können. Als Greifvögel packen sie ihre Beute mit ihren Krallen und tragen sie zum Fressen fort.

201506 Kinder3HERMELIN

Das Hermelin ist ein großes Wiesel und mit dem Marder verwandt. Hermeline sind Raubtiere und haben einen schlanken, lang gestreckten Körper und kurze Beine. Figürlich erinnert es ein wenig an ein Frettchen. Das Fell des Hermelins ist nur im Winter weiß, im Sommer ist es braun und lediglich der Bauch weiß. Die weiße Farbe im Winter dient der Tarnung, da sie im Winter nachtaktiv sind. In freier Natur trifft man Hermeline in ganz Europa, Nordamerika und Asien. Sie leben auf Feldern, an Waldrändern und im Gebirge bis zu 3.000 m Höhe. Als Raubtiere ernähren sie sich fast ausschließlich von anderen Tieren. Zu ihrer Nahrung zählen Lurche, Fische, Vögel und auch Insekten. Sie stecken ihre Nasen in jedes Loch und jeden Schlupfwinkel, nichts in ihrem Revier bleibt ihnen verborgen. Ab und zu richten sie sich auf den Hinterbeinen auf und halten Ausschau, ob von irgendwoher Gefahr droht. Hermeline geben kaum Laute von sich, nur wenn sie Angst haben, weil Gefahr droht, stoßen sie einen Laut aus, der wie „Krikri” klingt.

201506 Kinder4POLARFUCHS

Polarfüchse werden wegen ihrer weißen Winterfellfarbe auch Eisfüchse genannt. Im Sommer ist das Fell graubraun gefärbt. Sie leben in den kalten Regionen der nördlichen Erdhalbkugel. Kommt ein Schneesturm auf, rollen sie sich wie eine Kugel zusammen und verdecken ihr Gesicht mit ihrem Schwanz. Polarfüchse sind nacht- und tagaktiv, da es in ihrer Heimat, im Polargebiet, im Sommer nicht dunkel wird. Sie sind gute Läufer und unternehmen oft sehr weite Wanderungen. Mit Schwanz werden sie über 1 m groß und erreichen ein Gewicht von bis zu 8 kg. Weibliche Polarfüchse werden Fähen, männliche Rüden genannt. Ihr Fell ist sehr dicht und hält Temperaturen bis minus 700 Celsius aus, weshalb sie leider als Pelztiere sehr beliebt sind und z. B. in Russland auf großen Pelzfarmen als Pelztiere für Mäntel gehalten werden.

201506 Kinder5EISBÄR

Der Eisbär ist ein Raubtier und gehört der Familie der Großbären an. Er wird bis zu 2,50 m lang und kann je nach Jahreszeit zwischen 400 und 700 kg wiegen. In freier Wildbahn findet man den Eisbären in den Treibeisgebieten der Arktis. Sein weißes Fell schimmert meist gelb, da seine Haut schwarz pigmentiert und seine Haare eigentlich durchsichtig sind. Dadurch kann sich der Eisbär durch die Sonne problemlos wärmen lassen. Zwischen seinen Zehen befinden sich Schwimmhäute, sodass er sich nicht nur auf dem Land, sondern auch im Wasser gut fortbewegen kann. So können Eisbären ohne Pause bis zu 170 km weit schwimmen. Auch ihre Hinterbeine sind extrem bemuskelt, sodass sie über eine gute Sprungkraft verfügen und Eisspalten bis zu einer Breite von 6 m locker überspringen. Eisbären sind Winterschläfer. Sie graben sich im Winter in einer Schneehöhle ein, gebären dort ihre Jungen und gehen im Sommer wieder auf Robben- und Lachsjagd.

Fotos: © Franziska Krug, Andrius Vaicikonis – Shutterstock, Ondrej Prosicky – Shutterstock, Andy Astbury – Shutterstock, Andre Anita – Shutterstock

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