3.000 Mitglied beim VDT: THP Lilith Meurer

Fotos ©: LiliGraphie - FotoliaDer VDT ist der mitgliederstärkste Verband des Berufsstandes der Tierheilpraktiker. Heilpraktikerin Lilith Meurer (Nr. 3.000) hat auch ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der Paracelsus Schule Hannover absolviert. Wir freuen uns über ihre Mitgliedschaft im Verband und auf eine gute Zusammenarbeit.
Monika Heike Schmalstieg, Präsidentin des VDT, im Gespräch mit HP & THP Lilith Meurer, dem 3.000. Mitglied des Verbandes Deutscher Tierheilpraktiker e. V.:

LILITH MEURERMonika Heike Schmalstieg: Liebe Frau Meurer, im Namen des VDT möchte ich Ihnen recht herzlich gratulieren zur runden „3.000“ und Sie in unserem Verband willkommen heißen. Sie sind Tierheilpraktikerin und auch Heilpraktikerin – eine spannende Kombination.

Lilith Meurer: Ja, beides ergänzt sich prima! Vor über 20 Jahren, genauer gesagt 1992, erhielt ich die staatliche Zulassung, als Heilpraktikerin tätig zu sein, doch so einfach, damit zu arbeiten, war das damals nicht.

Monika Heike Schmalstieg: Wo lag das Problem?

Lilith Meurer: In Amerika. Ich habe 18 Jahre lang in den USA gelebt, davon 13 in San Francisco und 5 in Portland. Den Beruf des Heilpraktikers gibt es in den USA so nicht, da jeder Staat seine eigenen Gesetze für das Praktizieren mit natürlichen Heilmethoden erlässt. Daher wurde meine Heilpraktiker-Erlaubnis leider nicht anerkannt. Aber es gab andere Wege.

Monika Heike Schmalstieg: Welche denn?

Lilith Meurer: Während meiner Zeit in San Francisco habe ich freiberuflich Lebensberatung, Gruppenarbeit und Selbsterfahrungswochenenden für Frauen angeboten. Das lief prima und ich konnte meinem Wunsch, anderen Menschen zu helfen, gut nachkommen. Aber mir fehlte die Naturheilkunde und die Homöopathie dabei, das Therapeutische.

Monika Heike Schmalstieg: Gab es denn keine Möglichkeiten, dies in den USA doch zu integrieren und beruflich umzusetzen?

Lilith Meurer: Doch, zum Glück erfuhr ich von einer 3-jährigen Ausbildung zur Klassischen Homöopathin an der Pacific Academy of Homeopathy in San Francisco, die ich dann auch erfolgreich absolvierte. Nach meinem Umzug 2006 nach Portland habe ich dann meine homöopathische Praxis eröffnet.

Monika Heike Schmalstieg: Fünf Jahre später aber zogen Sie dann nach Deutschland zurück.

Lilith Meurer: Ja, ich bin am 1. Juli 2011 mit meinen beiden Hunden in Frankfurt gelandet und lebe seitdem in einem kleinen Dorf bei Celle. Meine Heilpraktiker-Praxis läuft und ist gut vernetzt mit lokalen Organisationen wie z. B. dem Mehrgenerationenhaus, dem Familienzentrum KESS, an dem ich auch Entspannungskurse gebe, und dem Waldtierheim, das vom Verein Aktiver Tierfreunde e. V. betrieben wird.

Monika Heike Schmalstieg: Auch gut vernetzt sind Sie mit Ihren zwei Hunden. Sind die beiden immer an Ihrer Seite?

Lilith Meurer: Ja. Mit Harry, einem 10-jährigen Golden-Retriever-Schäferhund-Mischling, führe ich schon seit zwei Jahren ehrenamtliche Therapiebesuche in einem Seniorenheim durch. Auch in der Praxis ist er immer dabei und sitzt dort am liebsten neben den Patienten. Percie ist ein grauer Tervuren, ein Belgischer Schäferhund. Seit ich ihn 2007 als acht Wochen alten Welpen aufgenommen habe, nimmt er seine selbsternannte Aufgabe als mein persönlicher Schatten sehr ernst.

Monika Heike Schmalstieg: Arbeiten Sie auch ehrenamtlich im Tierheim?

Lilith Meurer: Ja. Ich habe auf einen Hilferuf für einen Belgischen Schäferhund vom Waldtierheim in der Zeitung geantwortet und geholfen, für den schwer vermittelbaren Hund aus Griechenland ein neues Zuhause zu finden. Jetzt lebt er in Seattle, USA. So kam ich in Kontakt mit der Leitung des Waldtierheims und habe dort auch schon mehrfach Kurse zum Thema „Homöopathische Notfall-Apotheke für Tiere“ angeboten. Kurzzeitig war ich sogar im Vorstand des Tierheims und werde bei speziellen Fällen für homöopathische Behandlungen herangezogen.

Monika Heike Schmalstieg: Warum haben Sie sich entschieden, zusätzlich zum Heilpraktiker-Beruf die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin zu absolvieren?

Lilith Meurer: Als Homöopathin macht es für mich wenig Unterschied, welcher Spezies mein Patient angehört. Das Vorgehen und die Prinzipien der homöopathischen Behandlung sind die gleichen. Ich hatte in den USA immer wieder in beratender Funktion an Tieren praktiziert, wobei dort allerdings die gesetzlichen Vorschriften ganz andere sind. Um auch in Deutschland Tiere in meiner Praxis willkommen heißen zu können, erschien es mir sinnvoll, mich bei den Paracelsus Schulen für das Tierheilpraktiker-Studium einzuschreiben und die notwendigen Grundlagen zu erwerben, um die Tierheilkunde als ein zusätzliches solides Standbein in meine Praxis zu integrieren. Als Bonus war mir vergönnt, viele verschiedene Dozenten und Mitschüler von drei verschiedenen Standorten kennenzulernen, und somit den Grundstein für ein unterstützendes Netzwerk legen zu können.

Monika Heike Schmalstieg: Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Haben Sie neben der Arbeit mit Mensch und Tier noch weitere Ziele?

Lilith Meurer: Ich habe das unglaubliche Glück, dass das Seniorenheim Kursana Domizil in Nienhagen mir die Möglichkeit eröffnet hat, als Homöopathin pflegebedürftige und demenzkranke Patienten im Haus zu betreuen, einschließlich ihrer geliebten Haustiere. Das möchte ich auf jeden Fall weiterführen. Für die Zukunft wünsche ich mir einen Umzug in ein schönes Zuhause mit einem großen Garten für die Hunde und ausreichenden Platz für Praxisräume. Mittelfristig gilt es, meine Privatpraxis weiter auszubauen und ich freue mich darauf, im THP-Bereich Hunden und ihren Besitzern homöopathisch bei gesundheitlichen Problemen helfen zu können. Auch wünsche ich mir einen fortlaufenden Austausch mit Kollegen über homöopathische Behandlungsmethoden. Und wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann auch als Dozentin bei den Paracelsus Schulen meine Erfahrungen weiterzgeben!

Monika Heike Schmalstieg: Vielen Dank für das freundliche Gespräch, Frau Meurer! Beste Erfolgs-Wünsche für die Zukunft und viele Grüße schicken Ihnen außer mir auch HP Eckhardt Martin, Vorstand des VDT, und THP Ina Wähner vom Verbandsbüro!

Als 3.000. Mitglied erhält Frau Meurer vom VDT einen exklusiven Paracelsus Seminargutschein in Höhe von 300,- €! Wir gratulieren!

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