News + Wissenswertes

Für Sie zusammengestellt von Monika Heike Schmalstieg, Präsidentin des Verbandes Deutscher Tierheilpraktiker

IMPFLEITLINIEN FÜR KLEINTIERE UND PFERDE

„Mehr Tiere impfen, das einzelne Tier so häufig wie nötig!“
Die Notwendigkeit des Impfens ist umstritten. Die Impfung ist eine sehr wirkungsvolle und schonende Methode, um bestimmte Infektionskrankheiten zu verhindern. Sie trägt dazu bei, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Haustiere zu fördern und ist ein aktiver Beitrag zu einem umfassenden Tierschutz.
Für Hund und Katze ist eine große Anzahl von Impfstoffen verfügbar, die gegen eine Vielzahl von Infektionserregern gerichtet sind.
Ihr Einsatz wurde in der Vergangenheit in starren Impfschemata festgelegt. Dies führte dazu, dass regelmäßig geimpfte Tiere zwar hervorragend geschützt waren, aber häufiger als notwendig geimpft wurden. Auch wurden Tiere geimpft, die aufgrund ihrer Haltungsform, Nutzungsrichtung oder Reisegewohnheiten überhaupt keinen Kontakt zu bestimmten Erregern hatten. Die individuelle Notwendigkeit der Impfung gegen die für den einzelnen Hund, die einzelne Katze wichtigen Infektionserreger wurde nicht berücksichtigt.
Die vorliegende Leitlinie zur Impfung von Kleintieren berücksichtigt diesen Umstand. Es wird ausdrücklich dargestellt z. B. die Notwendigkeit einer umfassenden Grundimmunisierung für alle Welpen in den ersten zwei Lebensjahren und die regelmäßige, aber nicht zwangsläufig jährliche Wiederholungsimpfung nach dem zweiten Lebensjahr gegen die für das jeweilige Tier relevanten Erreger. Als Tierheilpraktiker dürfen Sie keine Impfung bei Ihren Patienten durchführen. Für eine gute Beratung Ihrer Patientenbesitzer finden Sie die Impfleitlinien vom Juli 2013 der ständigen Impfkommision Vet. im Bundesverband praktizierender Tierärzte e. V. bpt für Kleintiere und Pferde unter folgenden Links:
www.tieraerzteverband.de (Menüpunkt: Berufspolitik und Expertise) und www.bundestieraerztekammer.de (Menüpunkt: Infos für Tierärzte/Empfehlungen)


LATTE MACCHIATO MIT KATZE, BITTE!

Ein Trend, der aus Japan kommt
Haben Sie keine Katze, gehen Sie zum Kuscheln ins Cafe. Budapest, Berlin und München bieten es schon und noch einige Städte sind in Planung, Cafes ausgestattet mit Kratzbaum und Rückzugsraum. Die Tiere wohnen dort und können sich in ihren Rückzugsraum den Cafegästen entziehen. Ein Trend, der aus Japan kommt. Besucher müssen die Schuhe ausziehen, Hände desinfizieren. Die deutschen Betreiber haben das OK eines Amtstierarztes. Füttern ist verboten. Pee pees Katzencafé in Neuköln, Berlin wird betrieben von Frau Andrea Kollmeier. Es ist einen Besuch wert. Das „Cafe Katzentempel“ in München spendet jährlich einen Teil des Erlöses an Tierschutzorganisationen. Der Kontakt mit Tieren fördert das Wohlbehagen beim Menschen und kann bei leichten Depressionen und Verstimmungen hilfreich sein. Gute Gelegenheit, Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen. Für Sie als Tierheilpraktiker ein Tipp für Tierfreunde, die sich aus beruflichen Gründen o. ä. keine Tiere halten können.


GEFAHR DURCH WÄSCHE, DIE SICH SELBST ENTZÜNDET

Achtung, Textilbrandgefahr!
Mit Öl oder Fett verschmutzte Textilien können sich bei Hitze im Wäschetrockner oder auch noch Stunden später selbst entzünden. Verantwortlich sind nach der Wäsche verbleibende Rückstände von ungesättigten Fettsäuren, die in Küchen, Wellnessbereichen oder auch z.B. in der Tierpflege zum Einsatz kommen. Im ungünstigen Fall kann es zu chemischen Reaktionen mit dem Sauerstoff in der Luft kommen.
Selbstentzündung kann man vermeiden durch das Reinigen mit geeigneten Waschmitteln und stimmigen Waschprogrammen. Mengenbegrenzungen und Abkühlphasen sollten eingehalten werden. Das Informationblatt „Betrieblicher Brandschutz“ des DGUV gibt wertvolle Hinweise und Tipps. Das Infoblatt „Vermeidung von Textilbränden“ steht im Internet zur Verfügung unter: www.dguv.de, Webcode: d133189


WELTWEIT GEGEN TOLLWUT

Impferfolg
Seit 2008 gilt Deutschland als tollwutfrei. Erfolgreiche Impfaktionen der Füchse haben ihren Beitrag dazu geleistet. Nur bei Fledermäusen kommt die Fledermaustollwut noch vereinzelt vor, so das Friedrich Löffler Institut. Dabei handle es sich jedoch um einen anderen Erreger, daher erfülle Deutschland die OIE-Kriterien für Tollwutfreiheit. Das Fledermausvirus sei zwar eng verwandt mit dem Fuchsvirus und auch für Menschen ansteckend, das Übertragungsrisiko durch Fledermäuse sei aufgrund ihrer Nahrungsvorlieben jedoch gering. Am Welt-Tollwut-Tag 2013 warnte die Bundestierärztekammer ausdrücklich davor, Hunde aus Urlaubsländern wie der Tükei, Serbien, Nordafrika oder Thailand mitzubringen, Dort ist die anzeigepflichtige Tierseuche noch immer verbreitet. In Manila (Philippinen) fanden anlässlich des Welt-Tollwut-Tages Massenimfpungen für Hunde statt.


KEINE KOSMETIK MIT TIERVERSUCHEN

EU-Recht
Seit März 2013 dürfen EU-weit keine Kosmetikprodukte deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden, verkauft werden. Dieser Erfolg ist ein Ergebnis der kontinuierlichen Arbeit vieler Tierschutzorganisationen. Wir freuen uns sehr darüber. Die Industrie muss nun auf tiertestfreie Methoden umsteigen.

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