Tierkommunikation: Sterbebegleitung für Tiere

THP 5 19 final korr Page30 Image1So  unterschiedlich  wie  jede  Seele  und  jedes  Leben  ist  auch der Weg über die Regenbogenbrücke – ins Land der  Unendlichkeit. 

Der mentale Austausch

Der schwerste Weg im gemeinsamen Zusammenleben mit dem Tier ist sicher der Abschied von seinem geliebten Seelengefährten. Doch wie damit umgehen? Was tun? Einschläfern oder den „natürlichen“ Sterbeprozess geschehen lassen? Zuhause oder beim Tierarzt? Und überhaupt: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Mit diesen Fragen und Schuldgefühlen kommen Klienten zu mir, wenn ihr geliebtes Tier eingeschläfert wurde. Sie möchten wissen, ob sie alles richtig gemacht und den richtigen Zeitpunkt gewählt haben. Als Tierkommunikatorin nehme ich auch mit verstorbenen Tieren über die Seelenverbindung Kontakt auf. Denn meiner Erfahrung und Empfindung nach stirbt die Seele nicht, sondern ist auch nach Verlassen des Körpers erreichbar, was mir die Gespräche mit Tierseelen und die Rückmeldungen der Besitzer immer wieder aufzeigen. Doch was meine Wahrheit ist, muss nicht Ihre sein, jeder sollte dieses Thema für sich selbst entscheiden dürfen.
Der mentale Austausch mit dem Tier, also das Empfangen und Senden von Emotionen, Gefühlen, Wörtern und Bildern über die innere Wahrnehmung, hilft ebenso bei der Sterbebegleitung und kann hier eine enorme Unterstützung für Mensch und Tier in dieser aufwühlenden Phase des Abschiednehmens sein. So kann schon vor dem Abschied des Tieres über eine mentale Kommunikation vieles geklärt und es können noch Botschaften an den Tierhalter übermittelt werden.

Wobei kann die Tierkommunikation helfen?

THP 5 19 final korr Page32 Image1Rückt die Zeit des Abschiedes näher, ist das Tier unheilbar erkrankt oder sehr alt und wird von Tag zu Tag schwächer, isst und trinkt schon schlecht, ist es parallel möglich, Wünsche und Bedürfnisse des Tieres auch auf mentaler Ebene abzufragen und so den Weg für das Tier zu ebnen und den Sterbevorgang für unseren Gefährten zu erleichtern. Auch dem Halter die Gewissheit zu geben, alles für sein Tier zu tun, was diesen Weg einfacher macht und somit selbstbewusster diese Phase gemeinsam mit seinem Tier zu gehen. Das ist sehr kostbar und leider nicht immer möglich, wenn das Tier durch einen Unfall oder bei einer Operation verstirbt.
So kann in Zusammenarbeit mit Tierarzt, Tierheilpraktiker und Tierkommunikator abgeklärt werden, was das Tier aktuell braucht oder möchte und wie die körperlichen Empfindungen sind. Ist dem Tier z.B. sehr übel von einem Medikament, so kann es dies übermitteln. Auch ein Körperfühlen über die Tiertelepathie ist möglich, um so mit entsprechenden Mitteln gegenzusteuern. Ähnlich wie bei der Sterbebegleitung für Menschen in einem Hospiz kann auch dem Tier der Weg aus dem Körper so angenehm und würdevoll wie möglich gestaltet werden. Es gibt das Handauflegen und Energie-fließen-lassen an bestimmten Punkten, das sog. Heilströmen. Dies kann der Tierhalter auch selbst durchführen, denn Energie strömt immer, und er kann sich und das Tier somit in die wichtige Ruhe bringen. Auch Farben können eine sehr positive Auswirkung auf das Empfinden je nach Sterbephase haben. Hier gibt es gute Bücher über Farb- und Lichttherapie oder Sie suchen einen entsprechend geschulten Heilpraktiker zur Unterstützung aus. Die Beschreibungen der jeweiligen natürlichen Sterbephasen und körperlichen Reaktionen können einem Tierhalter in diesen Momenten Sicherheit und Mut geben, auch diesen Weg des natürlichen Sterbens mit seinem Tier zu wählen. Für welchen Weg der Mensch sich mit seinem Tier auch entscheiden mag, keiner sollte das Recht haben, in diese innige Herzensverbindung einzugreifen und den gewählten Pfad zu verurteilen. Jeder Tierkommunikator sollte sich dessen bewusst sein und absolut liebevoll, authentisch und offen die Kommunikation durchführen und dabei sehr achtsam sein. Die Verantwortung bleibt aber beim Tierhalter. Es ist wichtig, individuell auf Atemnot, Schmerzempfinden und Panik zu achten. Entscheidet der Halter sich, sein Tier Zuhause in Absprache mit dem Tierarzt zu begleiten und den natürlichen Sterbeprozess laufen zu lassen, wenn das Tier in einem ruhigen Zustand und gut versorgt mit allem ist, sollte dies ebenso akzeptiert werden. Ich selbst verstehe nicht, dass bisher nur das Einschläfern als einzige Option galt. Ich habe aber auch immer individuell für und mit meinen Tieren entschieden.

Jeder Abschied ist einzigartig und wird unterschiedlich erlebt, genauso wie einige Menschen besser mit der Trauer nach dem Tod ihres geliebten Tieres umgehen können und andere jahrelang damit zu tun haben. Oftmals spüren die Tiere, wenn ihre Menschen nicht loslassen können und halten ebenfalls fest. Dann kann es wichtig sein, dem Tier zu erlauben, gehen zu dürfen, der Trauer zwar ihren Lauf zu lassen, aber in der wichtigen Phase dem Tier mit klarem Loslassen das Gehen zu erleichtern. Welchen Weg Sie auch beschreiben, das Abschiednehmen und diese besondere Zeit darf ebenso durchlebt werden wie der Einzug des Tieres. Man kann ein Abschiedsritual einbauen, z.B. einen Brief an sein Tier schreiben und ihm danken für die gemeinsame Zeit, oder Sie zünden eine Kerze an. In den letzten gemeinsamen Momenten im Körper des Tieres kann es auch schön für das Tier sein, ihm Bilder von gemeinsamen Erlebnissen zu schicken oder die Lieblingsorte gedanklich zu besuchen, sodass es in einem „schönen Tagtraum“ hinübergleitet.

Trauer zuzulassen ist wichtig, auch wenn man das Tier unterstützt mit dem eigenen Loslassen und In-der-Ruhe-bleiben während des Sterbeprozesses. Dennoch sollten auch die Trauerphasen beim Menschen selbst später zugelassen werden dürfen, denn unterdrückte Trauer kann Blockaden hervorrufen!
Das Thema Sterben sollte vielmehr umgewandelt werden von einem Tabuthema hin zur Annahme, dass auch dieser gemeinsam erlebte Weg am Ende ein Geschenk sein kann. Ich bin so dankbar dafür, dass ich einige Menschen und ihre geliebten Tiere mitbegleiten darf. Ich habe viel Wärme, Erleichterung und Liebe spüren dürfen, wie schön – und zugleich traurig – dieser intensive Weg der Sterbebegleitung ist. Wenn ein liebender Tierbesitzer sich bewusst auf diesen Weg mit seinem Tier macht, findet währenddessen, nach meinem Empfinden, schon viel Heilung für die Seele statt. Selbst wenn dies nicht den Schmerz nehmen kann, es hinterlässt kaum offene Fragen. Häufig spüren die Menschen auch noch die Anwesenheit der Tiere um sie herum in der nächsten Zeit nach dem Verlassen des Körpers.
Andere Tiere in der Familie wiederum brauchen die Zeit des Abschiednehmens und Trauerns ebenso, haben sie doch auch einen Gefährten verloren und spüren die Trauer des Halters. Hier könnten bestimmte Bach-Blüten Tieren und Menschen für die Zeit nach dem Abschied helfen. Und wie sagte Novalis so schön: „Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause.“ Das Sterben ist wie eine Geburt, nur umgekehrt.
Nach dem Gehen meiner Tiere habe ich immer wieder wunderschöne Zeichen bekommen, dass neben dem Schmerz auch ein Frieden einkehren konnte und die Gewissheit, es geht ihnen gut. Selbst wenn man die gemeinsamen Momente nicht zurückdrehen kann.

Der Abschied meines Pferdes

Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich allerdings die mentale Kommunikation noch nicht erlernt und angewandt.
Mein Pferd war nicht mehr das Jüngste, soweit aber gesund und fit, als mich eines Tages meine Pflegebeteiligung anrief und weinend berichtete, dass sich mein Wallach auf der Koppel hingelegt hatte und nicht wieder aufstand. Der Tierarzt war informiert. Wir fuhren sofort hin und versuchten ihn wieder aufzurichten. Zwecklos. Er wollte nicht mehr, das war klar. Ich verstand dies zunächst nicht und kämpfte weiter, was mir im Nachhinein, hätte ich da schon gezielt kommunizieren können, sehr Leid tat. Denn so habe ich ihn noch einmal aus seiner Sterbephase herausgeholt und aufgeregt, entsprechend schnell schlug sein Herz nach den Aufstellversuchen, als der Tierarzt eintraf. Ich hatte einfach nicht damit gerechnet, und doch spürte ich mit einem Mal so eine Klarheit und Ruhe in mir. Der Tierarzt sagte, er liege schon im Sterben. Er könne nur noch die erlösende Spritze setzen, und kaum angesetzt, schloss er die Augen und verstarb schnell und ganz friedlich. Selbst das letzte Ausatmen klang nach Erleichterung.
Alles ging so schnell und ohne Vorbereitung. Vom Anruf bis zum Einschläfern war vielleicht eine Stunde vergangen. Obwohl wir einen langen gemeinsamen Weg voller Liebe gegangen sind, war ich in diesem Moment auf einmal nicht traurig, während Freunde und mein Mann weinend um ihn herumstanden. Ich spürte nur Frieden, und dann ging, ohne dass es geregnet hätte an diesem milden Tag, hinter der Koppel ein riesiger, bunter Regenbogen auf. Es war unbeschreiblich schön. Ich wusste einfach in diesem Augenblick, dass er mir dies als Zeichen geschickt hatte, dass er angekommen sei und alles gut und richtig ist.
Ich bin meinem geliebten Pferd dankbar für diese Erfahrung und dass er mir nicht nur die Entscheidung über Leben und Tod abgenommen hat und alles so schnell ging, sondern dass er mich wissen und spüren ließ, dass alles gut ist und dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Tier alles Liebe auf Ihrem gemeinsamen Weg und dass Sie den Abschied und das Loslösen später ebenfalls als Geschenk erleben und ansehen können, wenn die Zeit gekommen ist. Der Tod bringt uns bei, wie wertvoll das Leben ist.

THP 5 19 final korr Page33 Image13CD-Tipp: Tierkommunikation für Anfänger
So verstehe ich mein Tier
Möchten Sie Ihr Tier besser kennenlernen? Wissen, was es Ihnen mitteilt? Ihm eigene Botschaften zukommen lassen und so eine noch engere Beziehung zu ihrem tierischen Schatz aufbauen? Auf dieser CD weiht Sie die Tierbotschafterin Christiane Krieg in den spannenden Bereich der Tierkommunikation ein. Seien Sie offen, Ihre Heilsinne wieder zu öffnen, denn die Kommunikation mit Tieren ist Jahrtausende alt, etwas ganz Natürliches und jedem Menschen angeboren. Frau Krieg vermittelt das grundlegende theoretische Wissen, veranschaulicht dies mit realen Praxisbeispielen und führt Sie mit leicht umsetzbaren Übungen und Mediatationen an den gedanklichen Austausch mit Tieren heran. Von der ersten Kontaktaufnahme über die Ein-Weg-Kommunikation bis hin zum Frage- und Antwortbrief. 
Shaker Media Verlag, 2019, ISBN 978-3956317200, 12,90 €

CHRISTIANE KRIEG


CHRISTIANE KRIEG

TIERKOMMUNIKATORIN 

TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE

  • Tierkommunikation
  • Seelengespräche 
  • Ahnenfeld- und  Inkarnationsaufstellungen 
  • Quantenheilung 
  • Schamanische Arbeit 
  • Autorin

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