Im Porträt: THP Simone Düben

201705 Portrait1TIERHEILPRAKTIKERIN & PARACELSUS DOZENTIN

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201705 Portrait2Tiere begleiten mich bereits mein ganzes Leben, deshalb bin ich sehr glücklich, auch meinen beruflichen Weg in die Dienste meiner vierbeinigen und gefiederten Patienten stellen zu können. Mein Name ist Simone Düben und ich bin Tierheilpraktikerin in der Landwirtschaft im Hochschwarzwald. Mein Arbeitsgebiet umfasst die klassische und konstitutionelle Homöopathie sowie die Bioresonanztherapie. Ich bin aktiv im Vorstand des Tierschutzvereins Hochschwarzwald e.V. tätig und Dozentin an den Paracelsus Schulen in Villingen-Schwenningen und Freiburg. Begonnen hat mein Interesse an der Naturheilkunde vor über 20 Jahren durch meine Araberstute. Für ihre Gesundheit war damals einfach mehr notwendig als das, was die Tierärzte zu bieten hatten.

201705 Portrait3Stück für Stück sammelte ich in verschiedenen Ausbildungen über viele Jahre und durch eigene Anwendungen Erfahrungen auf diesem Gebiet. Und es hört noch lange nicht auf … Mit dem Wechsel ins neue Jahrtausend zogen meine Pferde auf einem landwirtschaftlichen Hof in Titisee ein. 50 Milchkühe wurden dort gehalten, und bald schon schwappte mein homöopathisches Wissen auch in diesen Bereich über. Wie viele Anwendungsmöglichkeiten sich mir dort nach kurzer Zeit auftaten, war überwältigend. Kühe sind so wunderbare meditative Wesen, die für uns Menschen so viel auf sich nehmen. Ich fühlte mich dazu berufen, ihnen dafür etwas zurückzugeben – und das tue ich noch heute. Jedem Betrieb sofort in einem der vielen Krankheitsfälle helfen zu können, überstieg irgendwann meine zeitlichen Möglichkeiten.

201705 Portrait4Vor sieben Jahren begann ich dann gezielt mit Schulungen, die den Bauern selbst Handwerkszeug für naturheilkundliche Therapien nahebringen. Eine eigene Sensibilität und Beobachtungsgabe für die Belange ihrer Tiere zu entwickeln, stand und steht dabei im Vordergrund! Bewährte Anwendungen bei verschiedenen Indikationen runden es ab. Vermittlung persönlicher Erfahrungswerte und die Möglichkeit, bei Unsicherheit immer nachfragen zu können, sichern den bestmöglichen Erfolg dieser Zusammenarbeit von Patient und Therapeut. 35 Betriebe im Hochschwarzwald haben in den letzten Jahren daran teilgenommen, und in ihren Betrieben hat sich vieles zum Positiven entwickelt. Das Tierwohl, eine artgerechte Haltung und ein liebevoller Umgang sind in den Vordergrund gerückt! Die Kuh nicht als Wirtschaftsgut, sondern als einzigartiges Individuum zu betrachten, macht es aus.

201705 Portrait5Die Behandlungsthemen in der Milchviehhaltung sind umfangreich und bedeuten für Tiere auch die Entscheidung über Leben und Tod. Fruchtbarkeitsprobleme, Entgleisungen des Stoffwechsels und Klauenprobleme bescheren vielen Kühen durch die enorme Milchleistungsbereitschaft ihres Körpers ein kurzes Leben. Dem entgegenzuwirken funktioniert mit Homöopathie unglaublich gut.

Prophylaxe spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Warum abwarten, wenn man vorher eingreifen und das Ruder herumreißen kann? Ich habe über die Jahre einige „Bestandsprogramme“ entwickelt, die bei allen Tieren eines Betriebes zum Einsatz gebracht werden, z.B. gegen zu hohen Zellgehalt in der Milch, nach jeder Geburt des Kälbchens oder zur Steigerung der Abwehrkräfte in den Wintermonaten.

201705 Portrait6Der Erfolg dieser Methoden öffnet dabei immer wieder neue Türen, sodass die Naturheilkunde sich bei uns in der Höhenlandschaft immer weiter verzweigt. Ich sehe es bei der Größe unserer hiesigen Höfe als enorme Chance für eine zukünftige wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Massentierhaltungen in anderen Gebieten.

Im Mai 2016 hatten mein Mann und ich das Glück, einen eigenen kleinen Hof übernehmen zu können. Für alle Tiere, die bei uns einziehen, soll er Quelle eines erfüllten und glücklichen Tierlebens sein. Nutztiere, die mit uns am Hof leben, sind lebenslange Familienmitglieder. Bei uns sind sie in sicherer Obhut und dürfen artgerecht leben und alt werden.

201705 Portrait7Naturheilkunde in der Landwirtschaft ist für mich ein spannendes und ausbaufähiges Arbeitsgebiet als Tierheilpraktikerin.

Ich wünsche mir, dass die Thematik der Nutztierhaltung mehr Aufmerksamkeit gewinnen wird und dass viele andere Tierheilpraktikerinnen und Tierheilpraktiker sich ebenso wie ich auf den Weg machen, um unseren Kühen, Schweinen und gefiederten Freunden Beistand zu leisten. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Fotos: © Privat

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