Das Corporate Design: Praxismanagement

WEIL ES FÜR DEN ERSTEN BLICK KEINE ZWEITE CHANCE GIBT!

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Die Begriffe „Corporate Identity“ (CI) und „Corporate Design“ (CD) entstammen  dem Marketing der Unternehmenswelt, und obwohl beide völlig unterschiedliche Dinge beschreiben, gehören sie eng zusammen. Während die Corporate  Identity die Ziele und Richtlinien eines Unternehmens bzw. einer Praxis festlegt, gibt das Corporate Design das unverwechselbare Aussehen nach außen  vor. Corporate Design lässt sich somit als einheitliche Gestaltung aller Kommunikationsmittel eines Unternehmens beschreiben. Und das lässt sich natürlich auch auf Tierheilpraktiker-Praxen übertragen.

Wiedererkennungswert  mit allen Facetten

Oberstes Prinzip des Corporate Design ist das für die Öffentlichkeit wiedererkennbare Erscheinungsbild der Praxis. Hinzugerechnet werden müssen alle Dinge, welche die Praxis nach außen visuell erscheinen lassen. Also nicht nur ein Praxisschild, sondern auch Briefpapier, Visitenkarten, Flyer etc. Für ein richtig gutes Corporate Design braucht es nicht nur ein Logo, sondern auch eine einheitliche Typographie, gleichbleibende Farben und Formate.

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Am Anfang steht die Strategie

Ein wohlüberlegtes Corporate Design kann auch kleinen Praxen zu besserem Erfolg verhelfen, da sich gegenüber Konkurrenten strategische Vorteile ergeben können, die neue Chancen bieten. Dazu ist es jedoch wichtig, die „Marke“ Praxis nicht zufällig oder aus einem Zeitgeschmack heraus zu entwickeln, sondern im Rahmen einer Gesamtstrategie.
Corporate Identity und Corporate Design sind gleichermaßen zu betrachten und festzulegen, da das Design natürlich auch die Identity wiederspiegeln muss, um effektiv zu wirken. Die Kunst dabei ist es, die Philosophie der Praxis gestalterisch so umzusetzen, dass sie verstanden und vor allem auch wiedererkannt wird.

Logo, Schrift und Farbe  als visuelle Bausteine

Logo, Schrift und Farbe gelten als Grundbausteine jedes Corporate Designs. Ein kreativ gestaltetes Logo alleine schließt keine Aussage zur Corporate Identity ein und auch keinen Namen, der dahintersteht. Deshalb sollte ein Logo immer eine Wort-Bildmarke darstellen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass ein Bild bzw. eine Grafik auch mit einem Praxisnamen in Verbindung gebracht wird. Die dabei gewählte Schrift sollte zur „Persönlichkeit“ der Praxis passen und Form und Farbe mit dem Firmenemblem harmonieren. Die „Hausschrift“ sollte sich durch die komplette Praxisdarstellung ziehen, deshalb bei der Festlegung der Schrift unbedingt ein Augenmerk darauf legen, ob die Schrift light, fett oder kursiv, mit oder ohne Serifen sein soll. Wichtig ist, dass die gewählte Hausschrift den individuellen Charakter der Praxis unterstreicht – sie darf zugunsten der Lesbarkeit nicht zu komplex sein. Die Hausschrift sollte als einzige Schriftart auf allen Medien, die die Praxis nach außen spiegeln, verwendet werden (Briefpapier, Flyer, Broschüren, Webseite etc.), um den Wiedererkennungswert zu steigern, aber auch im internen Schriftverkehr (Formulare etc.), um die interne Identifikation mit der Praxis zu stärken. Gleiches gilt natürlich für die Wahl der Farbe. Auch diese sollte sich im gesamten Praxiskonzept, also auch in der Wort-Bildmarke, in sonstigen grafischen Elementen und auf der Praxiskleidung wiederfinden.

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Neue Chance

Ein geplantes und gestaltetes Corporate Design kann Praxen strategische Vorteile und neue Chancen im Wettbewerb bringen. Praxen müssen sich heute nicht mehr nur als Dienstleister profilieren, sondern dank dem World Wide Web auch als Kommunikator auf dem Medienmarkt. Durch eine gut strukturierte Corporate Identity und ein dazu passendes Corporate Design gewinnt eine Praxis ein unverwechselbares Profil in jeder Art der Kommunikation. Dadurch wird eine effiziente Abhebung gegenüber anderen Praxen geschaffen, die die eigene Praxis eindeutig identifizierbar machen und ihr ein klares Profil am Markt schaffen kann. Ein gutes Corporate Design wirkt auch nach innen positiv, da Praxisphilosophie, Werte und Einstellungen auch für Mitarbeiter sichtbar und dadurch leichter fassbar werden. So wird das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt und ein „Wir-Gefühl“ geschaffen, das der Förderung der Motivation dient.

Mehr- Werbe-Effektivität

Kommunikation nach außen und diverse Werbemaßnahmen erzielen auf der Basis eines Corporate Designs eine größere Effektivität. Ein überzeugendes Gesamtkonzept ermöglicht es, werbliche Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen (Tierbesitzer, Überweiser) durchzuführen, ohne einen Imageverlust zu riskieren. Bei wiederholter Werbung wird die Praxis selbst bei völlig neuer Werbestrategie sofort am Corporate Design erkannt, sodass keine großen Werbeflächen mehr für Praxisname und Logo verschwendet werden müssen. Voraussetzung ist allerdings die Kontinuität des Erscheinungsbildes.
Steht die Praxis z. B. durch Besitzerwechsel oder Erweiterung des Leistungsspektrums im Wandel, sollte auch das Corporate Design nicht an traditionellen Bildern festhalten, sondern ein Re-Design erhalten. Empfehlenswert ist es dabei, nicht völlig vom alten Design abzuweichen, sondern es in erkennbaren Grundzügen beizubehalten. Die Entscheidung, ob man mit kleinen Änderungen stetig reagiert oder abwartet, bis ein radikaler Schnitt ein komplettes Re-Design erfordert, sollte vom individuellen Fall abhängen und danach entschieden werden.

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Fazit

Ein gutes Corporate Design besteht in erster Linie aus einem zur Praxis passenden Logo (Wort-Bildmarke) und zur Praxis passende Farben, die sich auch in Briefpapier, Praxisschild, Praxiskleidung etc. wiederfinden. Das garantiert nicht nur Wiedererkennung, sondern auch Unverwechselbarkeit.

Im Magazin 6/17 schauen wir uns genauer die Corporate Identity an.

DR. ISA FOLTINDR. ISA FOLTIN

TIERÄRZTIN,  RADIOLOGIN, 
DIPLOM-JOURNALISTIN 

TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE

  • Medizinjournalismus für Pharmafirmen,  Wissenschafts- und Publikumsmedien
  • Vergleichende Radiologie bei Mensch  und Tier 
  • Spezialgebiet Kernspintomographie 
  • Dozentin für die Paracelsus Schulen

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