DER HUND ALS CO-THERAPEUT: Tierische Helfer

201605 Helfer1Im Wandel der Zeiten wandeln sich auch die Therapien. Altbewährtes bleibt, Neues kommt dazu. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Mensch gemerkt hat, wie viele Tiere mit ihrer Art zu kommunizieren helfen können, die verschiedensten kleinen und großen Handicaps positiv zu beeinflussen.

201605 Helfer5Der Hund hat über Jahrtausende gelernt, sich uns, einem völlig artfremden Wesen, perfekt anzupassen. Er ist zu den unglaublichsten Leistungen fähig, führt Blinde sicher durch den Alltag, begleitet körperlich und geistig gehandicapte Menschen mit und ohne Rollstuhl, tut bei der Polizei seinen Dienst, fahndet nach Drogen, sucht nach Verschütteten, hütet Schafe, und vieles mehr.

Fotos: KrugDas genaue Studium unserer Körpersprache sowie unseres mentalen und emotionalen Zustandes befähigt den Hund zu solchen Leistungen. Genau diese Fähigkeiten sind es, die ich mir in meinen physiotherapeutischen Behandlungen zunutze mache. Natürlich ist mein Hund kein Therapeut, eher ein Vermittler und Motivator. So ist es möglich, Kinder, die eine Behandlung über einen längeren Zeitraum benötigen, zu motivieren. Sie erfahren die Therapie als noch angenehmer und freudvoller. Sie kommen dann nicht zur Therapie, sondern gehen zu „ihrem Eddi“.
Der Hund nimmt sehr viel Druck und Frustration von den Kindern und fördert damit die Leistungsbereitschaft. Aber auch bei vielen erwachsenen Patienten lässt sich feststellen, dass die Anwesenheit eines Hundes in aller erster Linie einen emotional positiven Effekt hervorruft.

201605 Helfer3Die Therapie beginnt dann schon oft vor der Therapie, bei der Begrüßung. Die Freude über die mitgebrachten Leckerlis ist auf beiden Seiten sehr groß, und selbst wenn der Rücken, die Knie oder die Schultern schmerzen, können die Patienten ungeahnte Bewegungen ausführen, um den Hund zu begrüßen. Dies ist eine wunderbare Einleitung für die folgende Behandlung.
Der Hund ist ein Kommunikationstalent. Er spiegelt uns in unserer körperlichen und emotionalen Verfassung unmittelbar wider. Das macht ihn zum perfekten Co-Therapeuten.

201605 Helfer4Meine Arbeit mit dem Hund beschränkt sich auf Einzelbehandlungen. Das gibt mir die Möglichkeit, mich als Therapeutin voll auf meinen Patienten und auf meinen Hund zu konzentrieren. Zu dritt arbeiten wir an Bewegungsabläufen, Koordination und am Verhältnis von Anund Entspannung. Patienten lernen aber auch die Körpersprache und Beschwichtigungssignale des Hundes kennen, die eine noch bessere Verständigung zwischen allen Beteiligten ermöglicht.

ANDREA HORN
ANDREA HORN

PHYSIOTHERAPEUTIN MIT PRAXIS IN BERLIN


TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE

  • Physiotherapie
  • Lymphödemtherapie

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