Mykotoxine: Gefahr im Futter

Foto: Rita KochmarjovaRAFFINIERTE TECHNIK DER SCHIMMELPILZE IM FUTTER

Wehrhaft bis zum Tod

Während man den Schimmelpilz selbst durch Bedampfen zerstören, durch Säure beeinträchtigen oder durch nachträgliche Trocknung in die Schranken weisen kann, verbleiben die Mykotoxine unzerstört im Futter. Zu den bekanntesten Mykotoxinen zählen Aflatoxine, Ochratoxine, Zearalenone, Fumonisine und auch das tödlichgiftige Mutterkornalkaloid.
Mykotoxine wirken teilweise krebserregend, können das Erbgut verändern und rufen bei Mensch und Tier erhebliche gesundheitliche Schäden hervor. Während Aflatoxine v. a. die Leber schädigen, wirken Ochratoxine vorwiegend kanzerogen und schädigen die Nieren. Zearalenone werden von Fusarium-Arten in Heu, Futtermitteln und Getreiden (v. a. Mais) gebildet, wirken nerven-, blutbildungs-, haut- und fruchtbarkeitsschädigend. Trichothecene können zusätzlich Durchfall und allergische Hautreaktionen hervorrufen. Sie stören das Immunsystem, sodass eine starke Vergiftung sogar entzündliche und blutende Lungenerkrankungen hervorrufen kann. Prinzipiell besteht durch Mykotoxinaufnahme Kolikgefahr.

Blöd im Kopf durch Mykotoxine?

Mykotoxine können das Nervensystem schädigen und zu untypischen Verhaltensweisen, plötzlichem Scheuen und unverständlichen Reaktionen führen. Solche Reaktionen können natürlich auch die Folge der Belastung von Leber und Niere durch Schimmelgifte sein.

Veränderte Blutwerte

Fotos: Grafvision – Fotolia (2), leungchopan – Fotolia, Karin Isopp – Fotolia, marylooo – FotoliaMykotoxine können das Blutbild erheblich verändern. Hochgradig kanzerogen und leberschädigend sind die Aflatoxine, die Gifte von Aspergillus flavus, einem Pilz, der wirklich überall vorkommt. Aflatoxin B1 findet man v. a. in Getreide, Heu, Nüssen und Mohn. Neben abnormer Zunahme des Lebergewichts durch Glycogenablagerungen (Glycogen = tierische Stärke) kommt es zu einem Anstieg des Harnstoffwerts bei gleichzeitigem Absinken der Protein-, Albumin-, Triglycerid- und Phosphorwerte im Blut. Die Enzymtätigkeit verschiedener Organe verändert sich und es kann zu Aborten kommen. Das Immunsystem wird nachhaltig durch eine Beeinträchtigung der Makrophagen geschädigt.

Das Mykotoxin Ochratoxin wird u. a. von einigen Aspergillus- und Penicillium- Arten oft während des Pflanzenwachstums gebildet und führt zu Nierenproblemen mit Wasseransammlungen, die sich bei Pferden in angelaufenen Beinen zeigen können. Lahmheiten mit Bewegungs- und Koordinationsstörungen oder sogar Ataxien, Wachstumsdepressionen und verminderter Appetit können auf eine Belastung mit Ochratoxin hinweisen.

Fumarine und Mutterkornalkaloide führen zu Lungenödemen und Herzsowie Atembeschwerden. Die Lungenprobleme werden auf eine intensive Makrophagenantwort – ausgelöst durch die Mykotoxine – zurückgeführt. Bei Ponys wurde sogar die Zersetzung der Skelettmuskulatur durch Mykotoxinbelastung festgestellt.
Gefährlich sind die östrogenähnlichen Zearalenone, da sie für verschiedenste Formen der Fruchtbarkeitsstörungen verantwortlich sind. Fusarienstämme, die Zearalenone bilden, sind recht verbreitet. Sie kommen in Mais, Weizen, Hafer, Gerste und auch im Stroh vor.

Mykotoxine im frischen Futtermittel

Man unterscheidet saprophytische (fäulniserregende) Schimmelpilze, die während der Lagerung ihr Unwesen treiben, von endophytisch aktiven (innenwachsenden) Schimmelpilzen. Ein Beispiel für Letztere ist eine Pilzart, die den Rohr-Schwingel, eine Grasart, während des Wachstums besiedelt und dessen Mykotoxine den Mutterkornalkaloiden ähneln. Bei Weidetieren kommt es nach der Aufnahme zu Lethargie, vermindertem Wachstum und geringerer Fruchtbarkeit.

Die krankheitserregende Wirkung der Schimmelpilze hat eine hohe ökonomische Bedeutung für die Futterwirtschaft. Oft sind die Futtermittel von mehreren Schimmelpilzgattungen befallen. Ebenso ist eine einzige Schimmelpilzgattung dazu fähig, mehr als nur ein Mykotoxin zu produzieren.
Mykotoxine sind meist fettlöslich und lagern sich in fetthaltigen Pflanzenteilen und im Körperfett des Tieres ab. Die Toxinbelastung in fettreichem Pferdefutter stellt unter diesem Gesichtspunkt ein interessantes Forschungsgebiet dar.

Mykotoxinbelastung erkennen

Es ist nicht einfach, mit dem bloßen Auge die Schimmelpilzbelastung eines Futtermittels zu beurteilen. Bei Getreide kann man durch den Geruch und die Farbe zumindest eine hohe von einer niedrigen Qualität unterscheiden. Befallener Hafer zeigt sich oft grau, aber auch Rot-Braunfärbung der Körner, Verfärbung der Maiskolben, Schmachtkörner, taube Ähren und abgestorbene Halme können auf Belastung hinweisen. Heu und Stroh zeigen sich oft staubig, auf den Halmen findet man kleine schwarze Punkte, das Heu riecht nicht nach Heu, sondern muffig bzw. modrig. Bei der Silage zeigt eine weiß-graue Verfärbung einen Befall an.

Leider ist es nahezu unmöglich, Pferde vollständig mit hochwertigem, von Mykotoxinen unbelastetem Futter zu ernähren. Entscheidend ist sicher die Gesamtmenge an Mykotoxinen über das Grundfutter. Wer wissen möchte, ob Pferdefutter kontaminiert ist, kann Proben an die Landesuntersuchungsanstalten (LUFA) oder andere entsprechende Labore schicken.

Vergiftung in Schach halten

Selbstverständlich ist bei Pferden auf eine besonders hohe Qualität des Grundfutters zu achten. Das geht aber nicht immer. Wenn Pferde einer Mykotoxinbelastung ausgesetzt waren oder sind, kann eine Schadensbegrenzung durch eine Aktivierung der Leber-, Darm- und Nierenfunktion vorgenommen werden. Der Darm gilt als Hauptsitz des Immunsystems und kann bei der Abwehr der unliebsamen Toxine mithilfe der Darmbakterien wertvolle Dienste leisten.

Die Unterstützung und Entlastung der Entgiftungsorgane ist ein großes Anliegen der naturheilkundlich orientierten Medizin. Hier eignen sich zahlreiche Naturstoffe wie Propolis, Artischocke, Mariendistel und andere Kräuter, aber auch die Homöopathie wie Carduus marianus, Taraxacum, Solidago und Frequenztherapien. GladiatorPLUS z. B. liefert wertvolle Naturstoffe und anerkannte Wirkstoffe in einer Lösung. Das beste Mittel nützt nichts, wenn der Körper es nicht verwerten kann. Natürliche Substanzen wie Propolis, Ginseng und Mariendistel liegen in GladiatorPLUS in wasserlöslich gemachter und damit hoch bioverfügbarer Form vor. Sie enthalten wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und haben sich in der Fütterung zur Erhaltung eines guten Allgemeinzustandes bewährt.

Susan Bär, Tierheilpraktikerin & Pferdeosteopathin


201505 Myko3STIMMEN AUS DER PRAXIS
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