Das Baby ist da: Haustier und Familienzuwachs

Foto: Soloviova Liudmyla - FotoliaDER HUND REAGIERT EIFERSÜCHTIG UND DIE KATZE STREIKT

Wird ein Baby erwartet, reagieren Hunde und Katzen oft empfindlich sensibel auf den Familienzuwachs. Die Reaktionen der Tiere kann sich dann schnell zum Problem entwickeln, das nur noch schwer zu lösen ist. Deshalb sollten Hunde und Katzen ebenso auf das neue Familienmitglied vorbereitet werden wie ein Bruder oder eine Schwester.

Was tun mit dem Hund?

Zum einen ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Hund, der vielleicht bisher Mittelpunkt war, nicht plötzlich vernachlässigt wird, dass gewisse, ihm lieb gewordene Rituale, seine Spaziergänge usw. auch weiterhin eingehalten werden. Auch wenn dies nicht mehr so ausgiebig wie bisher möglich ist, sollte man sich trotzdem darüber bewusst sein, dass der Hund ein Familienmitglied mit eigenen Bedürfnissen ist. Wichtig in solchen Situationen der Umstellung ist es, mit liebevoller Konsequenz darauf zu achten, dass Befehle eingehalten und Änderungen früh genug trainiert werden.

© Ovidiu Manci - Fotolia, valebisba - FotoliaEin Beispiel dafür wäre, dem Hund schon Monate bevor das Baby kommt anzugewöhnen, nicht mehr im Bett zu schlafen. So bringt er diese Umstellung nicht in Zusammenhang mit der Geburt. Vieles, was wir im täglichen Miteinander ohne Baby tolerieren, kann sich zum Problem entwickeln, sobald das Baby da ist. Geht der Hund z. B. nicht bei Fuß, so wird er auch an der Leine ziehen, wenn wir das Baby im Kinderwagen spazieren fahren. Doch dann tolerieren wir dieses Verhalten meist nicht mehr, weil es zur Stresssituation wird und schimpfen. Dies überträgt der Hund auf die neue Situation, nämlich das Baby! Beginnen Sie daher früh genug, mit liebevoller Konsequenz den Hund auf das neue Familienleben vorzubereiten, sodass die Situation für ihn „normal“ bleibt, wenn das Baby dann da ist.

Was tun mit der Katze?

Foto: Valentina FotoliaDie meisten Menschen hegen mit ihren Katzen jahrelange und liebgewordene Rituale, wie das abendliche Aufdem- Schoß-sitzen, das morgendliche Bürsten, das Spiel am Nachmittag, das Schlafen am Fußende oder auf dem Kissen neben uns im Bett usw. Ist die Katze ein Freigänger, achten wir darauf, dass Sie nachts wieder nach Hause kommt und rufen sie entsprechend, bevor wir zu Bett gehen.
Kündigt sich ein Baby an, sollte sich daran nicht abrupt etwas ändern. Wichtig ist, im Kreise der Familie zu besprechen, welche der Gewohnheiten und Rituale beibehalten werden können, wenn das Baby da ist, sodass die Katze nicht das Gefühl bekommt, plötzlich nicht mehr dazuzugehören. Soll die Katze bestimmte Dinge, wie z. B. Schlafen im Bett, nicht mehr tun, so sollte ihr das geraume Zeit vor der Geburt des Babys abgewöhnt werden. Sicherlich gibt es Katzen, denen eine Veränderung ihrer Lebensgewohnheiten nichts ausmachen, die sich friedlich eine neue Nische und neue Möglichkeiten suchen. Es gibt jedoch auch Katzen, die auf abrupte Umstellungen ihrer Gewohnheiten nach dem Einzug eines Babys mit Trotz reagieren und anfangen, in die Wohnung oder ins Bett zu urinieren.

Deshalb ist es auch bei Katzen wichtig, rechtzeitig und liebevoll die nötigen Veränderungen in das tägliche Miteinander einfließen zu lassen. So fühlt sich die Katze weiterhin geliebt und stört sich nicht am Familienzuwachs.

ELISABETH JOHANNA KOCH ELISABETH JOHANNA KOCH
TIERPSYCHOLOGIN FÜR KATZEN, HUNDE UND PFERDE

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