Therapeuten-Porträt: THP Harald Letsch

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Harald LeschTIERHEILPRAKTIKER & DOZENT AN DEN PARACELSUS SCHULEN

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Wie kam es, dass Harald Letsch, Dozent an der Paracelsus Schule Regensburg, eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker begann? Das war eigentlich purer Zufall, denn bis vor einem halben Jahrzehnt hatte er mit der Veterinärmedizin eher wenig zu tun, höchstens einmal, wenn der Tierarzt da war, weil eines der eigenen Tiere erkrankte oder geimpft werden musste. Begonnen hat dann alles mit dem Umstand, dass Harald Letsch lange Zeit als Pendler drei Stunden täglich im Zug verbrachte. Diese Zeit wollte er irgendwie sinnvoll nutzen und eine Aus- oder Weiterbildung absolvieren. Das ganze sollte noch einen Ausgleich zu seinem technischen Beruf darstellen und daher nichts mit Technik zu tun haben. Und da fiel ihm der Flyer einer Tierheilpraktiker-Schule in die Hände. Zwei Tage später war er im Probeunterricht und kurz darauf angemeldet.

„Schon während der Ausbildung übte die Homöopathie eine besondere Faszination auf mich aus. Anfangs konnte ich es einfach nicht glauben, dass derart verdünnte Arzneien irgendetwas bewegen können. Eigentlich hatte ich anfangs sogar manchmal den Eindruck, es handelt sich dabei um einen faulen Zauber. Ja, und dann beginnt man halt mal, das eine oder andere Gelernte umzusetzen.“ (Harald Letsch)

Die schnellen Reaktionen der Patienten und die verblüffenden Heilerfolge trugen sicherlich dazu bei, dass die Homöopathie heute zu seinen liebsten Therapiemethoden zählt.

201504 Portrait3Auch heute erinnert sich Harald Letsch noch gerne an die Worte einer seiner ehemaligen Dozenten: „Die Homöopathie macht süchtig“… und so ist es auch. Wenn Harald Letsch das Arzneimittelbild eines homöopathischen Mittels liest, empfindet er das immer noch spannender als manchen Krimi.
Aber es gab auch Rückschläge. Trotz sorgfältiger Anamnese und Repertorisation stellten sich die gewünschten Heilerfolge einfach nicht ein. Heute weiß er, dass nicht jeder Patient nur mit der Homöopathie behandelt werden kann, denn diese ist eine rein feinstoffliche Information an die Selbstheilungskräfte des Patienten. Oftmals fehlt der grobstoffliche Aspekt, und diesen kann die Homöopathie nicht liefern.

Seinen Schülern erklärt Harald Letsch das gerne am Beispiel eines Telefonats:

„Wenn ich jemanden anrufen möchte, dann brauche ich dessen Telefonnummer als Information, also den feinstofflichen Part eines erfolgreichen Telefonats, aber natürlich auch das Grobstoffliche, nämlich ein Telefon.“ (Harald Letsch)

Aus diesem Zusammenhang ist im Laufe der Jahre ein Portfolio entstanden, aus dem Harald Letsch ein individuelles Therapiekonzept für den Patienten zusammenstellt. Grundlegend baut er darauf auf drei Säulen:

  • Der feinstoffliche Aspekt, also eine Regulationstherapie wie z. B. die Homöopathie oder die Akupunktur.
  • Der grobstoffliche Aspekt, hierzu zählt er diverse Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, aber auch Wirkstoffe meist pflanzlichen Ursprungs.
  • Entgiftung bzw. Einstellung eines ausgewogenen Säure-/Basenhaushalts. Dieser Punkt ist heute leider auch im Veterinärbereich sehr wichtig geworden, da oft umweltund ernährungsbedingte Stoffwechsel- bzw. Zellstoffwechselstörungen die Ursache für Erkrankungen geworden sind.

Im Rahmen des Unterrichts fordert Harald Letsch immer wieder die Erarbeitung von Therapiekonzepten nach diesem ganzheitlichen Prinzip.

„Dies ist sicherlich sehr praxisnah, erfordert aber auch eine ganze Menge an Hintergrundwissen. Bei meinen Schülern ist dies manchmal ein bisschen unbeliebt. Gerade die anatomischen und physiologischen Zusammenhänge. Aber wie will z. B ein zukünftiger Tierheilpraktiker eine Allergie behandeln, wenn er nicht weiß, wie das Immunsystem genau funktioniert und welche Funktionen des Immunsystems bei seinem Patienten verrücktspielen?“ (Harald Letsch)

Zu vielen seiner ehemaligen Schüler hat Harald Letsch bis heute Kontakt. Einige führen nun auch schon länger sehr erfolgreich eine eigene Praxis. Und in einem sind sich alle einig:

„Ein manchmal harter und steiniger Weg, aber so schön, dass sie ihn alle sofort wieder gehen würden!“ (Harald Letsch)

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