Buchempfehlungen: Für Sie gelesen

FENG SHUI für HeimtiereFENG SHUI für Heimtiere

von Harald Knauss
Rezension von Christina Schweigert, Tierheilpraktikerin i. A.

„Jeder Platz hat eine bestimmte Energie, die aber nicht statisch, sondern beweglich und daher beeinflussbar ist.“ „Die Quintessenz belebt das Wasser, das Wasser befeuchtet die Luft, die Luft entfacht das Feuer, das Feuer wärmt die Erde, die Erde nährt die Quintessenz.“ In dem Buch „FENG SHUI für Heimtiere“ wird sowohl die Philosophie des westlichen Feng Shui als auch die Lehre der 5 Elemente (Wasser, Luft, Feuer, Erde, Quintessenz) und die unterstützende Kraft der Planeten angeschnitten. Es folgt eine kurze Darstellung von instinktiven Verhaltensweisen der uns umgebenden Tiere in Bezug auf Energien, elektromagnetische Strahlung und Störfelder am Beispiel von sogenannten Zeigertieren. Aufgrund der so gewonnenen Erkenntnisse nimmt der Autor eine Einteilung ausgewählter Tierarten anhand der Elemente vor und gibt Entscheidungshilfen, welche Tier- und Haltertypen sich charakterlich ergänzen. Dabei wird dem energetischen Austausch zwischen Tier und Halter und der dadurch entstehenden Aussagekraft viel Bedeutung zugemessen. Um Heimtiere optimal halten zu können, sollten deren Unterkünfte nach Feng Shui Elementen und Himmelsrichtungen energetisch in sechs „Komfortzonen“ eingeteilt werden. Dies und die daraus entstehenden Auswirkungen auf kranke Tiere werden im Buch neben Erläuterungen zusätzlich mit Zeichnungen verdeutlicht. Neben theoretischen Darstellungen des westlichen Feng Shui gibt das Buch „FENG SHUI für Heimtiere“, ausgerichtet an den Elementeneinteilungen, auch Behandlungshinweise und Übungsbeispiele, um Krankheitsfälle richtig einzuordnen. Die hierbei aufgeführten Beispiele sind nicht immer fachlich und sachlich korrekt, sodass eine Behandlung nach diesem Konzept nur nach weiterem Selbststudium und bei klinisch unauffälligen oder abgeklärten Patienten zu empfehlen ist. „Jeder Tierfreund weiß, dass Tiere so etwas wie Verständnis und Mitgefühl für ihren Halter entwickeln, wenn das Band der Zuneigung und Kommunikation gut ausgebildet ist.“ Das Buch „FENG SHUI für Heimtiere“ ist nicht als explizites Fachbuch anzusehen. Es bietet keine fachliche Arbeitsanleitung, aber eine kompakte Einführung in das Wesen von Feng Shui für interessierte Tierbesitzer. Einziger Nachteil: „FENG SHUI für Heimtiere“ ist aktuell nur im Antiquariat erhältlich, dafür allerdings schon für unter einen Euro.

Gräfe & Unzer Verlag ISBN-13: 978-3774220836 Taschenbuch: 64 Seiten Nur noch antiquarisch erhältlich


Homöopathie für SchafeHomöopathie für Schafe

von Gilberte Favre
Rezension von Ina-Lena Wähner, Tierheilpraktikerin und Phytotherapeutin

Die Autorin des Buches „Homöopathie für Schafe“ ist Schweizerin, sodass zunächst zu berücksichtigen ist, dass die Schweiz ein anderes Arzneimittelrecht hat als Deutschland und somit die Abgabe von Homöopathika an lebensmittelliefernde Tiere anders geregelt ist. Daher sollte man sich auf jeden Fall ein Zusatzregister anschaffen, um die Ausleitzeiten für die Homöopathika zu ermitteln. Die Autorin beschreibt zudem, dass Potenzen von D1 bis D6 nicht genutzt werden dürfen. Auch dies trifft für Deutschland – und wohl auch für Österreich – nicht zu. Laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterliegen Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen, § 58 AMG (Arzneimittelgesetz).

Abgesehen davon ist das Buch hervorragend aufgebaut und auch die Zwischentitel sind mit übersichtlichen Inhaltsverzeichnissen versehen.
Die Einleitung führt den Leser mit einfachen Worten in die Therapie der Homöopathie ein, erklärt Hahnemanns Simili-Gesetz und zeigt Anwendungen und Eingabe auf. Auch das Thema der Potenzierung, des Wirkungsprinzips und der Unterschied zwischen Einzel- und Komplexmittel wird anschaulich erklärt.

Im nächsten Kapitel gibt die Autorin anhand von Beispielen Informationen zu sichtbaren und unsichtbaren Krankheitslösungen und Reaktionen nach Ersteingaben. Sehr hilfreich sind dazu die angefügten Listen für die Stallapotheke (Grundausstattung, homöopathische Stallapotheke, Kräutervorräte) und die Tipps für die Alpweiden. Die Autorin gibt die Normalwerte gesunder Tiere an, ergänzt durch eine Abfrageliste zu Beobachtungen am Tier und eine Checkliste zur Anamnese.

Für Leute, die am Anfang ihrer Erfahrungen mit Schafen stehen, ist das Kapitel „Körpersprache der Schafe und deren Übersetzung“ eine wertvolle Hilfe. Ebenso geht die Autorin auf das Wesen der Schafe ein und greift das Thema „Konstitutionsmittel“ und „Repertorisieren“ ausführlich auf.
Eine erweiterte Liste von „Pathologien“ gibt zudem an, welches Mittel bei welcher Erkrankung verwendet werden kann. Aufgeteilt ist die Liste in verschiedene Themen, wie z. B. Augen, Ohren, Beschwerden der männlichen bzw. weiblichen Tiere, Klauenerkrankungen, Verletzungen u.v.m.

Im Anschluss folgt eine Kurzübersicht zu Heilpflanzen mit Organbezug, die ebenfalls durch eine hilfreiche Tabelle ergänzt wird und Bezug zur Stallapotheke nimmt. Zwei Rezepte zur Insektenabwehr schließen das Kapitel ab.

In der folgenden Materia Medica werden 70 Arzneimittelbilder vorgestellt und die wichtigsten Symptome erwähnt. Die Informationen über Leitsymptome, Modalitäten, Causa und Symptome werden bei einigen Arzneimittelbildern noch durch Komplementäre, Antidot und Begleitsymptome erweitert. Das kann für Therapeuten und Tierbesitzer sehr hilfreich sein.

Ein Glossar zur Medizin, ein Arzneimittelindex und Literaturhinweise runden am Ende des Buches das Thema ab.

Für alle Schafbesitzer, Schäfer oder Therapeuten von Paarhufern ist das Buch eine aufschlussreiche Erweiterung zur Grundliteratur und sollte daher in keinem Stall bzw. keiner Praxis fehlen. Auch für Tierheilpraktiker in Ausbildung mit Nutztierinteresse können die Anleitungen im Buch von großem Interesse sein, sodass das Buch durchaus in die Ausbildung mit eingebunden werden könnte.

Narayana Verlag ISBN : 978-3-941706-53-8 Gebundene Ausgabe: 328 Seiten 39 Euro

Fotos: Gräfe und Unzer Verlag, Narayana Verlag

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