Baubiologie: Für die Gesundheit unserer Haustiere

Baubiologie Für die Gesundheit unserer Haustiere

Baubiologie kann man am besten als „Die Lehre von der ganzheitlichen Beziehung zwischen Lebewesen und ihrer bebauten Umwelt“ definieren. Das bedeutet, dass die Baubiologie nicht nur den Menschen, sondern auch unsere Tiere mit in die Betrachtung einbezieht. Die bebaute Umwelt beschränkt sich nicht nur auf Wohnung, Haus und Arbeitsplatz, sie erfasst auch die Orte, an denen unsere Tiere leben, wie etwa Stallungen und Zwinger.
Der Baubiologe überprüft und untersucht die bebaute Umwelt von Menschen und Tieren unter Berücksichtigung aller Komponenten und Einflüsse (beispielsweise Schadstoffe, Raumklima, Elektrosmog, Schimmelpilze und natürliche Störzonen), wie sie von der umgebenden Bausubstanz, von eingebrachten Stoffen und Materialien, aber auch aus der direkten Umwelt auf Mensch und Tier einwirken. Die baubiologische Untersuchung erfolgt nach dem Standard der baubiologischen Messtechnik.

Die Aufgaben der Baubiologie

Mobilfunk kann schädliche Wirkungen auf Mensch und Tier habenNeben uns Menschen verbringen auch unsere Haustiere ca. 90 Prozent ihres Lebens in einer künstlich geschaffenen Umwelt. Deshalb ist es von großer Bedeutung, wie diese Umwelt ausgestattet ist. Die Aufgabe der Baubiologie ist das Vermeiden, Erkennen und Beseitigen gesundheitsbelastender Einflüsse in Gebäuden, um eine möglichst natürliche Lebensgrundlage insbesondere in den eigenen vier Wänden und auch im Lebensraum unserer Haustiere zu schaffen. Und das ist wichtiger denn je, denn umweltbedingte Beschwerden und Krankheiten sind keine Einbildung, es gibt sie tatsächlich. „Jeder Mensch kommt täglich mit einer Flut von chemischen Stoffen in Berührung, die Krankheiten auslösen können. Damit das nicht geschieht, muss sich der Körper ständig selbst entgiften. Dazu braucht er u. a. ein entsprechendes Enzymsystem. Bei vielen Betroffenen fehlt aber ein Teil dieses Entgiftungssystems. Schadstoffe lassen sich so nur eingeschränkt abbauen, wodurch sie sich langsam in Fett- und Bindegewebe, Leber, Nieren und Nervensystem ansammeln“, erklärt Dr. John Ionescu, Gründer und wissenschaftlicher Leiter der Spezialklinik Neukirchen beim Heiligen Blut. Und das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern trifft auch auf unsere Tiere zu.

Schadstoffe/Wohnraumgifte

Schon Paracelsus wusste: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Heute aber wird nicht nur die Dosis, sondern auch die Vielfalt der chemischen Stoffe zum Problem. Sowohl wir Menschen, als auch unsere Tiere werden täglich mit Chemikalien konfrontiert. Wohngifte können in Teppichböden, PVC-Böden, Möbeln, Fußbodenklebern, Versiegelungen, Lacken, Putz- und Möbelpflegemitteln, Spanplatten, Dämmstoffen, Wandfarben, Baumaterialien, Holzschutzmitteln enthalten sein. Die hierdurch entstehenden Innenraumbelastungen führen zu sehr unterschiedlichen, individuellen Folgen. Akute Vergiftungen mit eindeutigen Symptomen sind bei den auftretenden Konzentrationen selten, es können jedoch gerade auch bei Tieren spontane Allergieanfälle, wie z. B. Atemnot, Haut- und Augenreizungen, auftreten. Meist wird der Organismus über einen langen Zeitraum chronisch belastet und reagiert mit unspezifischen Krankheitssymptomen. Wegen dieser schleichenden Entwicklung kommt es vielen Menschen nicht in den Sinn, nach derartigen Belastungen im Umfeld des betroffenen Tieres zu suchen. Eine lediglich auf die wahrnehmbaren Symptome abgestimmte Behandlung ändert nichts an der problemauslösenden Ursache.
Erschwerend kommt hinzu, dass viele Stoffe schwerer als Luft sind. Das bedeutet, dass gerade unsere kleineren Hausgenossen in Teppich- und Bodennähe eine höhere Schadstoffkonzentration einatmen als wir Menschen in Kopfhöhe.

Schimmel in Wohnräumen kann zu massiven Gesundheitsproblemen führen

Schimmelpilze

Durch die immer besser isolierende Bauweise treffen Schimmelpilze in Innenräumen in einem geradezu explodierenden Ausmaß auf ein hervorragendes Klima. Diese Mikroorganismen vermehren sich besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit. Auch schlechte Lüftungsverhältnisse begünstigen ihr Wachstum. Typisch für ein pilzfreundliches Klima sind kalte, feuchte Zimmerluft und wenig Tageslichteinfall. Zusätzlich halten dichte Türen und Fenster zwar die Wärme in den Räumen, sie verhindern aber gleichzeitig die Luftzirkulation durch Fugen, Ritzen und Mauerwerk (Diffusion). Nach einer Studie der Universität Jena wurden in 22 Prozent von 5530 zufällig ausgewählten Wohnungen Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmelpilze gefunden. Insgesamt wären damit in Deutschland rund 7 Millionen Wohnungen mit mehr als 15 Millionen Bewohnern betroffen. Hinzu kommen noch unsere tierischen Mitbewohner, die auch hier wieder zusätzlich belastet werden können, wenn in Bodennähe eine erhöhte Schimmelkonzentration aufkommt. Gelangen Schimmelpilze über die Atemwege, die Haut oder den Magen-Darm-Trakt in den Körper, kann das zu Gesundheitsproblemen führen. Erste Schimmelpilzsymptome sind oft hartnäckiger Husten, rote und juckende Augen, gereizte Schleimhäute, Ekzeme und verschiedene Entzündungen, um nur einige typische Beschwerdebilder zu nennen.

Hochspannungsleitungen erzeugen ElektrosmogElektrosmog

Aus der Kombination der englischen Begriffe „smoke“ (Rauch) und „fog“ (Nebel) bildete sich der Begriff „smog“. Elektrosmog (oder auch E-Smog) beschreibt damit eine überhöhte Konzentration aus elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern, die beispielsweise durch elektrische Geräte und Stromleitungen hervorgerufen werden (Quelle: Wikipedia). Auch Sendemasten, Mobiltelefone, WLAN und Bluetooth erzeugen Elektrosmog. Die WHO stuft Mobilfunkstrahlung „nach Auswertung von nahezu sämtlichen verfügbaren wissenschaftlichen Belegen“ als „möglicherweise krebserregend“ ein und setzt die Gefahr so mit Chloroform und dem Pflanzengift DDT gleich. Viele Menschen haben noch kein Gespür für die Belastung und die Gefährdung durch Elektrosmog. Das Handy steckt in der Brusttasche oder es funkt aus der Hosentasche über Bluetooth in den Knopf im Ohr, neben dem Bett steht ein Radiowecker und die Wohnung ist allgegenwärtig mit einem unsichtbaren WLAN-Nebel belastet. Hinzu kommen dauerhaft eingeschaltete Smartphones und schnurlose DECT-Telefone. Die kleinen DECT-Basisstationen senden nonstop, auch wenn überhaupt nicht telefoniert wird. Wenn die Station in der Nähe des Ruheplatzes des Tieres steht, dann bekommt es mehr gepulsten Elektrosmog ab, als in der Nähe von Mobilfunksendetürmen zu messen wäre. Dasselbe gilt für dauerhaft eingeschaltete Smartphones. Laut einer Elektrosmog-Studie von Ulrich Warnke, Professor an der Universität Saarland, sind die Einflüsse von Mobilfunk, Wi-Fi-Systemen, aber auch von Hochspannungsleitungen und ähnliche Quellen elektromagnetischer Strahlung auf die Tierwelt enorm. Die Auswirkungen von Elektrosmog reichen von Hormonveränderungen, Schwächung des Immunsystems bis zu Nervenstörungen. Elektromagnetische Felder, so die Forscher, greifen in Zellabläufe ein und beeinflussen Gene.

Das Magnetfeld der Erde wirkt auf jeden einNatürliche Störzonen

Überall zeugt eine einfache Kompassnadel von der magnetischen Kraft unserer Erde, dem Erdmagnetfeld. Es wirkt auf Atome, Moleküle, Zellen, Organe und damit auch auf jedes Lebewesen. Weitere physikalische Einflüsse gehen von der Erde aus. Erdstrahlung ist eine flächendeckende und allerorten messbare Realität. Diese natürliche Strahlung ist eine Grundbedingung für Leben. Sogenannte natürliche Störzonen sind Zonen veränderter Erdstrahlung. Hier sind im Vergleich zum allgegenwärtigen Durchschnitt auffällige Anomalien messbar: Die radioaktive Einstrahlung ist verändert und die Flussdichte des Erdmagnetfeldes nimmt unharmonisch zu oder ab. Durch Wasseradern (unterirdisch fließende Gewässer, die sich im Boden reiben), Erdspalten, Erdverwerfungen und verschiedene Globalgitternetze entstehen lokale geomagnetische Felder, die mit ihren unterschiedlichen Wellenlängen Strahlungsquellen verursachen, die ihrerseits das biomagnetische Feld von Mensch, Tier und Pflanze beeinflussen.

Katzen sind Strahlensucher. Sie liegen gerne auf WasseraderkreuzungenTiere und Pflanzen reagieren besonders empfindlich auf strahlenbelastete Zonen. In der Tierwelt gibt es Strahlensucher und Strahlenflüchter. Katzen sind Strahlensucher und deshalb lieben sie Schlafplätze auf Kreuzungen von Wasseradern. Hunde, Pferde und Kühe hingegen sind Strahlenflüchter und würden freiwillig solche Plätze niemals als Ruheplatz aufsuchen. Pferde, Rinder und Hunde werden krank, wenn sie im Stall den natürlichen Störzonen nicht ausweichen können, weil ihr Zwinger/Stall genau auf so einer Zone gebaut wurde. Wirkt eine natürliche Störzone in einer Pferdebox nur kurzfristig auf ein darin stehendes Pferd ein, zeigen sich Verhaltensstörungen wie z. B. Nervosität, Gereiztheit oder Aggressivität. Bei einer langfristigen Einwirkung der natürlichen Störzonen kann es je nach Art und Stärke der Strahlung zu Lahmheit, Stoffwechselstörungen bis hin zu Krebserkrankungen kommen.

Fazit

Die Umwelt ist neben der Ernährung der häufigste Krankmacher unserer modernen Zeit. Die Weltgesundheitsorganisation stellt deshalb auch fest: „Ein Viertel aller Erkrankungen werden mehr oder minder durch veränderte Umweltbedingungen verursacht.“
Der Gesundheitsminister und die Krankenkassen machen klar: „Jeder Dritte ist umweltkrank.“ Umweltbedingte Krankheiten und Beschwerden auch bei Tieren sind also keine Einbildung, es gibt sie tatsächlich. Mit Hilfe der Baubiologie können mögliche ursächliche Faktoren identifiziert und beseitigt werden.

 Karin StahlKarin Stahl
Baubiologin (IBN) in Nürnberg
selbständig bundesweit tätig
Tätigkeitsschwerpunkte: Messungen von Elektrosmog, Analyse von Schadstoffen, Auffinden von Schimmelpilzen und Hefepilzen, Identifizieren von Störzonen.
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Homepage: www.geomatrixx.de

Fotos: Shutterstock

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