Osteopathie für Tiere - Seminarbericht Paracelsus Schule Lindau

Bewusstheit durch Bewegung

THP 3 18 300 Page48 Image2Die Paracelsus Schule Lindau freut sich über den Abschluss der ersten Ausbildung in Pferdeosteopathie. Mit Elan, Begeisterung und Fleiß haben die sieben Teilnehmerinnen die neunmonatige Fachfortbildung absolviert und sich mit der  nötigen Gründlichkeit auf die Abschlussprüfung vorbereitet – alle haben bestanden! Dazu gratulieren wir herzlich!

Neue Termine

Auch künftig wird die Osteopathie speziell für die Tierarten Pferd und Hund angeboten. Die Nachfrage nach qualifizierten und kompetenten Osteopathen für Tiere wächst stetig. Die Paracelsus Schulen bieten dieses wichtige Gebiet für Tierheilpraktiker und andere interessierte Kreise als Fachausbildung und Seminare an. Einer der Haupteinsatzbereiche ist der Pferde-Leistungssport, zunehmend auch die private Pferdezucht und -haltung. Für Hunde und andere Haustiere wächst das Bedürfnis nach osteopathischer Therapie statt medikamentöser oder operativer Behandlung ebenfalls. Fußend auf den Erkenntnissen des Begründers der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, geht die Tierosteopathie vom Leitsatz aus, dass der Körper eine Funktionseinheit bildet und somit Störungen in einem Körperbereich auch andere Bereiche des Organismus beeinflussen können.

THP 3 18 300 Page48 Image1Leben ist Bewegung!

Bewegungen können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Erkrankungen, Blockaden, Spannungen oder Schmerzen verringern die Bewegungs- und somit die Lebensqualität. Handlungen und Reaktionen sind davon abhängig. Wo immer Bewegung vermieden wird, können sich Krankheit und Unwohlsein ausbreiten. Umgekehrt gilt: Leben und Gesundheit äußern sich in Bewegung.

Ganzheitlicher Ansatz

Der Tierosteopath diagnostiziert ganzheitlich die Funktionszusammenhänge im Organismus und beschränkt sich nicht nur auf die primär vorliegenden Symptome, mit dem Ziel, den Organismus in sein Gleichgewicht zu bringen. Oft liegen die Ursachen der Beschwerden nicht am Ort der Symptome. Ziele einer osteopathischen Behandlung sind das Lösen von Blockaden, Schmerzreduktion und das Wiedererlangen der Bewegungs- und Lebensqualität. Gepaart mit ganzheitlichem Körperverständnis, anatomischem Fachwissen und Erfahrung verspricht diese Behandlung großen Erfolg. Der Tierosteopath diagnostiziert die Blockaden, die zu einer Funktionsbeeinträchtigung führen. Hierbei werden Knochenapparat, Gewebe und Organe in die Diagnose miteinbezogen. Mittels osteopathischer Techniken und der Kraniosakraltherapie werden diese Blockaden mit dem Ziel, die natürliche Beweglichkeit und das physiologische Gangbild wiederherzustellen, gelöst.

THP 3 18 300 Page49 Image2Ausbildungsinhalte

Für die Pferde- sowie die Hundeosteopathie sind gute Kenntnisse der funktionellen Anatomie notwendig. Die Therapeuten müssen Störungen des Gangbildes und Bewegungsablaufs durch Ganganalysen erkennen können. Deshalb sind Biomechanik und Anatomie große Bestandteile dieser Ausbildung. Ebenso wichtig ist das Untersuchen und Finden von Blockaden, Bewegungseinschränkungen und Schmerzsymptomatiken, die abgetestet, mobilisiert und manipuliert werden. Dazu werden verschiedene Techniken der Manipulation und tonisierenden Behandlungsverfahren erlernt.
Die Ausbildung hat auch große praktische Bestandteile. Es wird in Kleingruppen gearbeitet – das gewährleistet eine intensive, qualitativ hochwertige Ausbildung.
Bei Pferden werden auch Reiter-Fehlverhalten, reiterliche Defizite, schlecht sitzende Ausrüstung und Futterberatung Inhalte der Ausbildung sein.

< zurück