Reptilien - Seminarbericht Paracelsus Schule Stuttgart

Haltung, Ernährung und Erkrankungen

THP 3 18 300 Page40 Image1

Reptilien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dadurch haben auch immer mehr Tierheilpraktiker (gewollt oder ungewollt) Kontakt mit Reptilien und deren Besitzern. Vor Kurzem trafen sich an der Paracelsus Schule in Stuttgart intTHP 3 18 300 Page40 Image2eressierte Tierheilpraktiker und THP-Anwärter, um von Heilpraktikerin und Tierheilpraktikerin Petra Jericke alles rund um das Thema Reptilien zu erfahren. Das Seminar zur Haltung, Ernährung und Erkrankungen der beliebtesten Reptilien ist mittlerweile zur Institution geworden, und wird bereits im 9. Jahr an der Paracelsus Schule Stuttgart angeboten.

THP 3 18 300 Page40 Image3

Schildkröten und Echsen

THP 3 18 300 Page40 Image4Am ersten Seminartag drehte sich alles um Echsen und Schildkröten, die man heute sehr oft in deutschen Haushalten antrifft. Um im Verlauf des Kurses alles über mögliche Probleme und Erkrankungen verstehen zu können, widmeten sich die Teilnehmer zusammen mit der Dozentin zunächst den Themenbereichen Anatomie und Physiologie. Augenmerk wurde auf die Eigenheiten bei Reptilien gelegt, wobei die Grundlagen in der THP 3 18 300 Page40 Image5Haltung von Echsen und Schildkröten den Schwerpunkt bildeten. So war jedem Teilnehmer klar, dass eine Vielzahl der auftretenden Veränderungen und Erkrankungen durch Haltungsfehler entstehen und mit entsprechender Aufklärung hätten verhindert werden können.
Natürlich durften auch die häufigsten Erkrankungen, deren Diagnosestellung und passende Therapieformen nicht fehlen.

THP 3 18 300 Page41 Image5Schlangen

Gestartet wurde der zweite Seminartag wieder mit Anatomie und Physiologie, aber gleich zu Beginn wurden Besonderheiten aufgezeigt, deren Wissen jedem Therapeuten die Behandlung von Schlangen erleichtern. Natürlich wurde auch beim Thema Schlangen ein großes Augenmerk auf Haltungsform und Fütterung gelegt, denn eine Großzahl der Probleme in der Haltung dieser Tiere geht auf nicht artgerechte Ernährung und schlechte Haltungsbedingungen zurück (z. B. falsche Lichtverhältnisse, Temperaturschwankungen, ungeeigneter Bodengrund).
Am Nachmittag konnten die Teilnehmer das Handling mit Schlangenhaken an Modellen üben, um für den folgenden Praxisteil gerüstet zu sein. Hierzu wurde Tierheilpraktiker Jens Rauh mit Spannung erwartet, der neben seiner Familie auch noch eine Vielzahl an Reptilien im Gepäck hatte. Jens Rauh ist in eigener Tierheilpraxis in Bad Friedrichshall tätig und hat sich auf die Arbeit mit Reptilien spezialisiert. Er gilt deutschlandweit als Experte und konnte den Teilnehmern jede Frage zu den lebenden Anschauungsmodellen beantworten.

THP 3 18 300 Page41 Image2Der Praxisteil

Begonnen wurde mit Schildkröten. Sie zählen zu den ältesten Tieren der Erde, es gibt sie bereits seit ca. 200 Millionen Jahren. Zu den beliebtesten Arten zählen die Griechische Schildkröte (Testudo hermanni hermanni), die Maurische Schildkröte (Testudo graeca) und die Breitrandschildkröte (Testudo marginata). Über die ganze Welt verteilt gibt es ungefähr 300 Arten.

THP 3 18 300 Page41 Image3Unsere heimlichen Stars waren 2 Tage alte Schildkrötenbabys, bei denen man noch die Eischwiele sowie Reste der Nabelschnur erkennen konnte. Die wichtigsten Untersuchungsgänge wurden dann an erwachsenen Tieren geübt. So wurden die Gehörgänge nach Milben untersucht, das Maul mittels Holzspatel inspiziert, und mit Hilfe eines feuchten Tuches konnte sogar das Herz durch den Panzer abgehört werden. Jens Rauh zeigte den Teilnehmern auch, wie man das Geschlecht von Schildkröten erkennen kann.

THP 3 18 300 Page41 Image1Nun kamen die Echsen dran. Hier hatte Herr Rauh zwei seiner Bartagamen mitgebracht. Bartagamen (Pogona) sind Sonnenanbeter und stammen mit mehreren Unterarten aus diversen Teilen Australiens. Sie gehören zu den mittelgroßen Echsen, können aber in Ausnahmefällen eine Größe von bis zu 50cm erreichen.
Echsen müssen wie Schlangen und Schildkröten richtig gehalten werden. Auch hier gibt es sehr große Unterschiede. Nach intensiver Aufklärung durften alle Teilnehmer die Echsen halten, abhören und eine Geschlechtsbestimmung durchführen.

THP 3 18 300 Page41 Image4Danach wurden die Königspythons Albert und Sally ausgepackt. Die Königspython (Python regius) stammt aus Afrika und ist die kleinste Art der Familie der Eigentlichen Pythons. Ihre Maximallänge beträgt etwa 2 m. Petra Jericke und Jens Rauh zeigten den Teilnehmern, wie man mit dem Holzspatel das Maul der Schlange öffnet und was man im Maul alles erkennen kann. Auch das Abtasten der Wirbelsäule und die genaue Untersuchung der Kloake wurden gelehrt. Großen Wert legten beide Dozenten auf die Betrachtung der Augen, die bei Schlangen „Brillen“ genannt werden. So erfuhren alle, dass ein Eintrüben der Augen nicht mit einem „Grauen Star“ gleichzusetzen ist, sondern dass die Schlange kurz vor der Häutung steht. Des Weiteren wurden der Umkehrreflex und das Sondieren zur Geschlechtsbestimmung geübt.

THP 3 18 300 Page42 Image5 THP 3 18 300 Page42 Image3 THP 3 18 300 Page42 Image4

THP 3 18 300 Page42 Image1 THP 3 18 300 Page42 Image6 THP 3 18 300 Page42 Image2

THP 3 18 300 Page42 Image7THP 3 18 300 Page43 Image3Das Highlight

Nachdem die Teilnehmer im Untersuchen der Schlangen schon das Kurs-Highlight sahen, packten Petra Jericke und Jens Rauh noch das Stumpfkrokodil (Osteolaemus tetraspis) Charly aus. Stumpfkrokodile gehören zur Gruppe der Echten Krokodile und kommen im westlichen Afrika vor. Den Namen erhielt diese Krokodilart aufgrund seiner abgeflachten, platten Schnauze.
Charly ist 3 Jahre alt und wird einmal eine Länge von 2 m erreichen. Nachdem Herr Rauh das kleine Krokodil fixiert hatte, traten die Teilnehmer mit einer gehörigen Portion Respekt zur Inspektion heran. Alle konnten dem Krokodil ins Maul schauen und durften das Herz abhören. Für jeden ein außerordentliches Erlebnis.

THP 3 18 300 Page43 Image6Fazit

Es war wieder einmal ein atemberaubendes Seminar, das Petra Jericke zusammen mit Jens Rauh auf die Beine gestellt hat.

THP 3 18 300 Page43 Image2 THP 3 18 300 Page43 Image4

THP 3 18 300 Page43 Image1P.S.: Petra Jericke bietet ihr nächstes Reptilien-Seminar am 21. und 22. Juli 2018 in der Paracelsus Schule Stuttgart an.

PETRA JERICKEPETRA JERICKE
HEILPRAKTIKERIN
TIERHEILPRAKTIKERIN
PRAKTIZIEREND IN DEN USA

TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE

  • Orthomolekularmedizin
  • Labordiagnostik
  • Mykotherapie
  • Schlangenenzymtherapie nach Horvi
  • Phytotherapie
  • Dozentin der Paracelsus Schulen

KONTAKT
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fotos: © Petra Jericke (8), imagebroker.com – Fotolia, BENNY TRAPP – Fotolia

< zurück