Mykotherapie für Tiere: Seminarbericht

SEMINAR AN DER PARACELSUS SCHULE STUTTGART

201703 Myko1Verfasser: Nils Steenbuck

„Mykotherapie  für  Tiere“  –  so  lautete  am  10.  und  11.  Dezember  2016  das  Kursthema,  zu  dem  sich  Tierheilpraktiker,  THP-Anwärter  und  Tierernährungsberater  in  der  Paracelsus  Schule  Stuttgart  eingefunden  hatten. 

Einige  Teilnehmer  konnten  bereits  Erfahrung  in  Anwendung und Einsatz der Vitalpilze vorweisen,  für andere war es komplettes Neuland, das in  den beiden Tagen ausgiebig beleuchtet werden sollte.

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Heilpraktikerin und Tierheilpraktikerin Petra Jericke startete den Samstag mit einer spannenden Exkursion in die Geschichte der Pilze, denn die Mykotherapie ist eine sehr alte und bewährte Therapieform der TCM und TCVM. Bis heute finden Vitalpilze in China auch in der dortigen Schulmedizin Anwendung.

In Deutschland hingegen sind sie nicht als Arzneimittel zugelassen und zählen zu den Nahrungsergänzungen. Interessant war in diesem historischen Zusammenhang auch die Tatsache, dass bereits der Gletschermensch Ötzi in seinem Lederbeutel Pilze mit sich führte, die er wohl als Heilmittel einzusetzen wusste.

201703 Myko6Aber auch das Wissen über Pilze an sich und deren Aufbau durfte im Kurs selbstverständlich nicht zu kurz kommen, denn wer als Therapeut Pilze einsetzt, sollte natürlich auch über ihren Aufbau, ihre Zusammensetzung, ihre Wirkweisen und die verschiedenen Vorkommen informiert sein.

Der theoretische Teil verging wie im Flug und man konnte sich bereits am Nachmittag den ersten Vitalpilzen widmen. Insgesamt zehn Vitalpilze wurden an diesem Wochenende im Detail besprochen. Dazu hatte die Dozentin interessante Anschauungsbeispiele mitgebracht, und alle Teilnehmer hatten die Chance, einen Großteil der besprochenen Vitalpilze auch mal aus der Nähe zu betrachten, deren Form zu erkennen und den Geruch der einzelnen Pilze zu erfahren.

Nebenbei wurden verschiedene Sorten an Vitalpilz-Teemischungen verkostet.

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Nachdem ausreichend Grundlagen geschaffen worden waren und alle Kursteilnehmer sich in der gelernten Materie sicher waren, wurde anhand zahlreicher Beispielfälle aus dem Praxisalltag das Gelernte getestet und das sichere Einsetzen der Vitalpilze geschult. So bestätigten am Ende alle Kursteilnehmer der Dozentin Petra Jericke, dass sie es wieder einmal auf faszinierende Art und Weise geschafft hatte, alle zu begeistern und die Materie interessant zu vermitteln.

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Nach den beiden lernintensiven Tagen waren sich alle Beteiligten sicher, dass sie zukünftig häufig mit der Mykotherapie arbeiten werden.

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