Dunkelfeldmikroskopie: Allergien und Pseudoallergien des Hundes

Foto: A Dogs Life Photography – FotoliaMit den Allergien ist es dasselbe wie mit den Arthrosen: Plötzlich sind sie da und prägen das gesamte weitere Leben des Hundes. Was allerdings eine Allergie tatsächlich ist, wissen die wenigsten, und noch weniger können erklären, warum gerade „Arko“ oder „Maja“ Hausstaubmilben oder Rindfleisch nicht vertragen. Auch ich weiß die Antwort nicht ganz genau, kann aber zumindest mit meinen Erfahrungen ein Verständnis-Fenster öffnen.

Der erste Schritt

Medizinisch betrachtet ist eine Allergie sehr komplex, doch praktisch betrachtet passiert Folgendes: Irgendwann hat der Tierbesitzer den Verdacht, sein Hund könne eine Allergie haben. Die Skala der auf eine Allergie hinweisenden Symptome ist riesig und reicht von Durchfall über Juckreiz, Haarausfall und Ohrenausfluss bis hin zur Augenentzündung. Der Hundebesitzer geht dann zum Tierarzt, Tierheilpraktiker oder konsultiert manchmal sogar einen erfahrenen Hundetrainer. Der Hund wird therapiert, und bei vorliegender Nahrungsmittelallergie wird das betreffende Eiweiß einfach weggelassen.

Die Diagnostik

Foto: BackhausDie Diagnosestellung erfolgt teils mittels energetischer Messverfahren wie Kinesiologie oder Bioresonanz, teils durch Einsendung des Blutes in ein Fremdlabor.
Wie schon zu vermuten, ist der Umgang mit Allergien dann doch nicht so einfach, denn einerseits lassen sich Allergien nicht schnell mal wegtherapieren, und andererseits entwickeln sich Allergien oft weiter, sodass es sogar zu schwerwiegenden Autoimmun- oder Krebserkrankungen kommen kann.

Zwei wichtige Fakten

1. Bei allen von einer Allergie geplagten Hunden (die von unserem Team behandelt wurden) war das Blut (sichtbar unter dem Dunkelfeldmikroskop) verunreinigt und hochgradig belastet.

2. Die Hunde, deren Magen-Darm-System frühzeitig durch eine kompetente Ernährungsstrategie geschützt und optimiert wurde, neigten nicht zu Allergien.
Um das zu verstehen, muss man wissen, wie Allergien entstehen und wie sie vermieden und therapiert werden können.

Foto: BackhausImmer wieder Mikroorganismen

Hinter dem ganzen Geschehen stecken mal wieder Mikroorganismen. Geschieht die bakterielle Prägung der Welpen durch die Mutter (dazu stehen nur wenige Stunden zur Verfügung) in korrekter Weise und wird in den ersten Lebenswochen die Schutzfunktion des Magen-Darm-Systems (bestehend aus unzähligen Bakterien = Mikrobiom, Schleim, Schleimhautfalten und Muskulatur) effizient aufgebaut, dringen nicht genug Fremdproteine, Säuren oder Toxine ins Blutsystem ein, um dort die Veränderungen hervorrufen zu können, die das Immunsystem zu „verrückten“ (eben den allergischen) Reaktionsweisen treiben. „Verrückt“ habe ich dies genannt, weil Allergien in der Natur nicht vorgesehen sind. Zu wenig haben die Götter an Fehl- und Überernährung, an Impfungen, Wurmpillen und andere schädigende Medikamente gedacht.

Warum ist das so?

Wie kann es zu einem Versagen der Immunzellen kommen, sodass ein ansonsten vitaler Hund keine tierischen Proteine oder Milben verträgt? Um die Antwort zu erhalten, muss man über den Magen und den Darm sprechen. Ein stabiles Abwehrsystem aus Mikroorganismen, Schleim und Muskelzellen befördert Säuren, Toxine, Radikale und Produkte der Verdauung in den Kot, wo sie hingehören. Ist dieses System jedoch instabil und beschädigt (in Verdacht geraten Fehler der Ernährungsstrategie, zu viele Wurmpillen, chemische Antioxidantien im Futter, unsachgemäß angewandte Medikamente und aggressive Bakterien, die durch andere Hunde oder deren Kot übertragen wurden etc.), geraten Säuren, Symplasten, Kristalle, Radikalenfelder usw. ins Blut, die negative Auswirkungen haben.

Diese können sein:

  • Verklebungen der roten Blutkörperchen, was zur Schwächung ihrer Drehkraft, des Licht- und Sauerstofftransportes führt.
  • Denaturierung der weißen Blutkörperchen, was zu ihrer Inaktivierung, zu Blockaden der Immunkoordination und Veränderungen des körperlichen Magnetismus führt.
  • Blutflüssigkeitsverschmutzung durch Symplasten und Kristalle, was zu Lichtbrechung, gefälschten Navigationsinformationen, Veränderungen der Wasserstruktur und Behinderung der kapillaren Durchblutung führt.

Zusammengefasst sind Allergien also zuverlässig durch ein richtiges Management in Ernährung, Pflege und Haltung zu verhindern.

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Falls irgendwelche Symptome zum Verdacht auf eventuelle Allergiebereitschaft hinweisen, rate ich zu einer eingehenden Blutanalyse inkl. Dunkelfeldmikroskopie, da bei den meisten von uns untersuchten Hunden letztendlich keine echte Allergie, sondern eine Stoffwechselbelastung vorlag.

Die Therapie

Die Therapie besteht hauptsächlich aus Blutreinigungs- und Darmsanierungskuren sowie einer Entgiftung. Falls sich dann doch eine echte Allergie herauskristallisiert, vertraue ich zusätzlichen Bluttests in einem Labor. Manchmal wird ein bestimmtes Fleisch nicht vertragen und man kann es vom Futterplan streichen. Besondere Vorsicht ist bei der Diagnose „Hausstaubmilben, Futtermilben“ geboten, da man diese nicht einfach wegbekommt, auch wenn man sich noch so sehr Mühe gibt. Zielgerichteter, als Futter einzufrieren, ist, sich die Entstehung der Erkrankung vor Augen zu führen, eine Magenund Darmsanierungskur durchzuführen, das Blut mittels Pflanzenwirkstoffen (Bioflavonoide) und Algen zu reinigen, um dadurch die Immunzellen zu einer ordnungsgemäßen Reaktionsfähigkeit zu führen.

ZUSÄTZLICHE THERAPIEVERFAHREN

Klassische Umgewöhnungskuren durch Injektion schwacher Dosen der Allergene sind weniger mein Geschmack als solche, die durch das patienteneigene Blut durchgeführt werden.

KORTISON

Die Unterdrückung der lästigen Symptome durch Kortison oder Antihistaminika kann im Notfall für wenige Tage angebracht sein, bringt aber langfristig keinen Erfolg. Und das Verbannen des Juckreizes durch medikamentöses Blockieren der zuständigen Hirnsynapsen steht für mich gar nicht erst zur Debatte.

THOMAS BACKHAUSTHOMAS BACKHAUS
TIERARZT

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