News + Wissenswertes

Aktuelle Meldungen und interessante Themen

Für Sie zusammengestellt von THP Monika Heike Schmalstieg

201403 News1Mykotoxine
DIE VERSTECKTE GEFAHR IM FUTTER

Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen. Sie werden unter bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen bei reichlichem Nährstoffangebot und in bestimmten Entwicklungsphasen entweder bereits auf dem Feld oder bei der Lagerung gebildet. Mykotoxine sind relativ hitzestabil, wenig immunogen, d. h., die körpereigene Abwehr wird nicht gegen sie aktiv und sie können akut und chronisch toxisch auf verschiedene Organe wie die Leber, die Nieren, das Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, das Herz-Kreislaufsystem, das Immunsystem und die Blutbildung wirken. Weit über 300 verschiende Arten sind beschrieben worden. Der Höchstgehalt an Aflatoxin B1 in Futtermitteln ist in der Futtermittelverordnung geregelt. Für Deoxynivalenol (DON), Zearalenon, Ochratoxin und Fumonisine hat die EU Richtwerte in Futtermitteln empfohlen.
Die Auswirkung der Mykotoxine auf Haustiere sind noch nicht umfassend erforscht. Pferde, Rinder, insbesondere Geflügel und Schweine reagieren verhältnismäßig empfindlich. Die Firma Biomin-R beschäftigt sich intensiv mit der Thematik und bietet eine Mykofix-R-App. Bislang nur in Englisch, jedoch soll ab Ende Mai eine deutsche Version zur Verfügung stehen. Die App informiert rund um Mykotoxine, Alfatoxine usw, es gibt Fakten und Updates. Die Besonderheit an der App ist die Möglichkeit, regionale Mykotoxin-Belastungen für jeweilige Tierarten abzufragen.
Ein Merkblatt zu Mykotoxinen im Pferdefutter ist zu finden unter: www.pferdeklinik-empfingen.de/downloads/MerkblattdesPGDzuMykotoxinen090302.pdf


201403 News2Reiten in fremden Hallen
EIN KONZEPT KOMMT GUT AN!

Als Turniervorbereitung oder um unsicheren Freizeitpferden mehr Vertrauen für einen Transport mit dem Pferdehänger zu geben, ist dieses Konzept optimal und in jedem Reitverein leicht umsetzbar.
Neulich erreichte mich ein Bericht über ein Pferd, welches zu einer Notoperation in eine Klinik musste. Mit Schwierigkeiten auf den Hänger geschafft, war nach dem Klinikaufenthalt gar nicht daran zu denken, das Pferd wieder in den Pferdehänger zu bringen. Leicht sediert und zusammengebrochen resignierte das Pferd. Es wurde über Stunden die 24 km Heimweg per Fuß und Huf nach Hause geführt.
Ein Freizeitpferd kann mit dem Reiten in fremden Hallen den Hängertransport als positives Erlebnis verbinden. Freispringen oder positives Feedback nach dem Ritt mit der angenehmen Erschöpfung und dem Gefühl, gearbeitet zu haben, erwartet das Pferd nach der Rückfahrt mit dem Pferdehänger eine nette Ration Futter und duftendes Heu! Vielleicht geht es im Notfall mit der positiven Konditionierung das nächste Mal williger auf den Hänger; in der Hoffnung, es kann nur besser werden. Für Turnierpferde schließt ein solches Konzept die Lücke zwischen klassischem Lehrgang und Turnier. Probieren Sie es aus, lassen Sie sich dabei durch einen auf Pferdeverhalten spezialisierten Tierheilpraktiker beraten. Therapeuten finden Sie auf www.theralupa.de.


201403 News3Wildtiere
MEHR WISSEN ÜBER DEN WOLF

„Rotkäppchen lügt“, lautete einst der Leitspruch des NABU und der Wolf wurde als völlig harmlos dargestellt. Mittlerweile sind einige Bundesländer recht verblüfft über die zahlreiche Rückkehr des Wolfes. Viehhalter sollen ihre Weidegründe rüsten und Kinder werden pädagogisch geschult.
Grundsätzlich bestehe keine Gefahr für den Menschen, da der Mensch nicht auf dem Beuteplan des Wolfes steht. Hauptnahrung sind Rehe und Kleinwild, Kleinsäger sowie Aas und Früchte. Eingepferchte Schafe sind wie Dosenfutter für den Wolf.
Was macht ein hungriger Wolf, vielleicht leicht verletzt, somit nicht mehr schnell genug, um Wild zu jagen, wenn er einen kleinen schwachen Menschen allein antrifft? Hier ist Aufklärung wichtig.
201403 News4Der Wolf ist weltweit als stark bedrohte Tierart streng geschützt. Das Töten eines Wolfes kann mit einer Strafe von bis zu 5.000 € geahndet werden.
Ein Rudel besteht aus den Eltern mit Jungen und den Jährlingen aus dem Vorjahr. Ab dem 22. Lebensmonat verlässt die Nachzucht das Elternpaar und geht auf Wanderschaft, bis sie ein eigenes Revier finden.
Ist die Nahrung knapp, wandern Wölfe ab und vermehren sich nicht. Aufgrund geeigneter Lebensräume und Nahrungsangebot ist zu erwarten, dass sich der Wolf in Deutschland vermehrt ansiedelt, bevorzugt in Naturschutzgebieten und Gebirgszügen.
Der Wolf im Internet: www.wildtiermanagement.com 
Wolfspädagogik auch für Kinder und Jugendliche: www.woelfen-auf-der-spur.de
Infoseiten des Niedersächsichen Umweltministeriums: www.umwelt.niedersachsen.de: Suchbegriff WOLF


201403 News5Vertrocknende Herbst- und Weihnachtsdeko
LEBENSGEFAHR FÜR TIERE – INSBESONDERE FÜR KATZEN

Im vergangen Jahr oft in den Basteleien verwendet: Das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) aus der Familie der Spindelbaum-Gewächse (Celastraceae), allgemein auch bekannt als Spindelstrauch, Pfaffenkäpplein oder Spillbaum. Als Wildund Garten-Zierpflanze kann sie bis zu drei Meter hoch werden. Die Blätter sind spitz-oval, die kleinen, gelb-grünen Blüten sehen doldenartig aus. Die Samen des Pfaffenhütchens sind umgeben von einem gelb-orangen Mantel in einer vierteiligen roten Kapsel. Sehr dekoratives Farbenspiel im Herbst. Ab und an auch in der Nähe von Pferdeweiden zu finden.
Beim Vertrocknen fliegt der dekorative Samen aus der Kapsel, prallt 201403 News6auf den Boden und klingt für die Katze mit feinem Gehör zum Verwechseln ähnlich wie ein heruntergefallenes Trockenfutterstückchen. Sieht auch fast so aus. Somit entsteht die große Gefahr, damit herumzuspielen, es anzuknabbern und sich dabei zu vergiften. Alle Pflanzenteile des Pfaffenhütchens sind für Tiere sehr giftig, insbesondere die Samen. Sie enthalten Steroidglykoside.
Mögliche Anzeichen einer Vergiftung sind Durchfall, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Kreislaufstörungen. Hat Ihr Tier an einem Pfaffenhütchen geknabbert, lassen Sie es viel trinken. Außerdem ist es ratsam, sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Weiterführende Infos mit Suchmaschine zu Vergiftungen: Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Uni Zürich: www.vetpharm.uzh.ch


201403 News7Hundehaltung
LEINENPFLICHT

Die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit in Deutschland beginnt am 01. April und endet am 15. Juli! Gemäß §33 Abs. 1 Nr. 1b des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsschutzverordnung dürfen die Hunde in freier Wildbahn nur an der Leine geführt werden. In einigen Bundesländern besteht Leinenpflicht zum Schutz der Bodenbrüter.
Dies gilt nicht für Hunde, die zur regelmäßigen Jagdausübung, als Rettungs und Hütehunde oder von der Polizei und ähnlichen Behörden wie Zoll eingesetzt werden. Ausgebildete Blindenhunde sind ebenfalls von der Regelung befreit.
Es gibt Gemeinden wie die Gemeinde Scharbeutz an der Ostsee, die einen eingezäunten Hundeauslauf für Hundebesitzer vorhalten. Vielleicht kann dieses Beispiel Schule machen und Sie finden eine Försterei, die da mitmacht!
Infos zum schön gestalteten Hundeauslauf in Scharbeutz: www.nordische-huskys.de

Fotos: © Fälchle - Fotolia, J.M. - Fotolia, Shutterstock

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