Reptilienzoo Regensburg: Was Echsen von Schlangen unterscheidet

Reptilienzoo RegensburgDie außergewöhnliche Artenvielfalt außergewöhnlicher Tiere

Ein Zoo, in dem die Ästhetik der Tiere, die Artenvielfalt und die biologischzoologischen Zusammenhänge im Vordergrund stehen. Die Besucher sollen sich an der Schönheit und der Besonderheit der Reptilien erfreuen und den Ekel und Grusel vor den Tieren verlieren. Viele der 70 Terrarien beherbergen sehr seltene Echsen und Schlangen sowie bei uns kaum bekannte Schildkrötenarten.

Gegründet wurde der Reptilienzoo Regensburg bereits 1978 vom gemeinnützigen Verein für Herpetologie (Lehre von den Amphibien und Reptilien) e. V., dem überwiegend Biologen und Zoologen angehören. Besucher aller Nationen lassen sich von den Tieren und den Informationen über ihre Herkunft, ihren Lebensraum und ihre Besonderheiten faszinieren. Zusätzlich steht den Besuchern fachkundiges Personal für Fragen jederzeit zur Verfügung. Zooleiter Alexander Stromski, der sein Hobby mit dem Zoo zum Beruf gemacht hat, hat ein enormes Wissen über jede einzelne in seinem Zoo zu sehende Reptilienart und gibt sein Wissen gerne an interessierte Besucher weiter.

Reptilienzoo RegensburgImmer wieder „Otto“

Der grüne Leguan „Otto“ ist für Besucher und insbesondere Schulklassen die Hauptattraktion des Reptilienzoos. Otto lebt außerhalb eines Terrariums und kann sich Tag und Nacht frei im Zoo bewegen. Da Leguane aber relativ bewegungsfaul sind, sitz „Otto“ meistens auf einem extra für ihn aufgestellten Baumstamm und lässt sich geduldig von jedem Besucher betrachten und streicheln. Ursprünglich stammen die grünen Leguane aus Mittel- und Südamerika. Sie kommen dort sehr häufig vor und dienen als Nahrungsmittel. Da grüne Leguane sehr zutraulich sein können, werden sie mittlerweile als Haustiere gehalten. Ursprünglich stammte „Otto“ aus dem Naturkundemuseum von Otto von Frisch. Als der Reptilienzoo dort eine Ausstellung machte, wurde der grüne Leguan dem Zoo Reptilienzoo Regensburggeschenkt. Otto von Frisch zu Ehren nannte der Zoo ihn „Otto“… und so heißt er nun auch noch in der 3. Generation!

Seltene Räuber mit langen Zungen

Züngelnd und fast freundlich grinsend sitzt der seltene philippinische Bindenwaran in seinem Gehege. Man bekommt das unbedingte Gefühl, ihn streicheln zu wollen. Aber der Schein trügt, denn Warane sehen zwar freundlich aus, sind es aber nicht. Sie haben sehr spitze Zähne, mit denen sie einen Menschen zwar nicht töten, aber sehr schwer verletzen können. Warane reagieren wie auch Schlangen auf Bewegungsreize. Alles was sich bewegt wird erst einmal gebissen und dann erst Reptilienzoo Regensburgentschieden, ob es als Futter in Frage kommt. Philippinische Bindenwarane sind sehr selten und nur auf wenigen philippinischen Inseln zu finden. In Deutschland kann man sie außer im Reptilienzoo Regensburg nur noch im Zoo Frankfurt bewundern.

Von Geckos und Agamen

Die Agamen sind von den Leguanen nur aufgrund ihrer Zähne zu unterscheiden. Die Stacheln am Kopf und am Hals der in Australien lebenden Bartagamen sorgen für ein besonders imposantes Aussehen der Tiere, sodass sie heutzutage auch in Deutschland beliebte Haustiere sind. Außerdem sind Bartagamen ausgesprochen zutraulich. Das gerade dominierende Männchen ist am schwarzen Bart zu erkennen. Um sein Reptilienzoo RegensburgDominanzverhalten zu demonstrieren, nickt er heftig mit dem Kopf. Die unterlegenen männlichen Agamen hingegen winken typischerweise mit dem Vorderfuß, was Zoologen als „Ärmchenwinken“ bezeichnen. Ihren Namen haben die Bartagamen von einer Knochenspange, die mit dem Unterkiefer gelenkig verbunden ist und ihnen ermöglicht, ihren Bart aufzustellen. Bei Gefahr bläst sich die Bartagame dann weit auf und öffnet dabei den Mund. Der aufgeblähte Halskragen mit seinen weit abstehenden Stacheln dient so der Feindabschreckung.
Der im Iran, Irak und nordwestlichen Vorderindien vorkommende Leopardengecko unterscheidet sich von anderen Geckoarten und Schlangen durch seine voll entwickelten Reptilienzoo RegensburgAugenlider und wird deshalb auch Lidgecko genannt. Schlangen und andere Geckoarten haben miteinander verbundene, durchsichtige Augenlider.
Eine eigene Echsenart stellt der Teju dar, der auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet ist. Tejus sind große, räuberisch lebende Echsen, die ihre Eier in steinharten Termitenbauten ablegen.

Dr. Isa Foltin Dr. Isa Foltin
Tierärztin, Radiologin, Dipl. Journalistin
Tätigkeitsschwerpunkte: Medizinjournalismus für Pharmafirmen, Wissenschafts- und Publikumsmedien, vergleichende Radiologie bei Mensch und Tier, Spezialgebiet Kernspintomographie (MRT), Fachkunde in Nuklearmedizin
Dozentin an den Paracelsus Schulen, Redakteurin bei der Mittelbayerischen Zeitung, Chefredakteurin des Magazins „tiere life“, Redakteurin des VDTMagazins „Mein Tierheilpraktiker“
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Fotos: © Agency Animal Picture

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