Tierheilpraktiker/in werden z. B. an der Paracelsus Schule Tübingen

201702 Tuebingen2

 

Leitung: Gisela Ottmüller
Derendinger Straße 40/2   
72072 Tübingen
Tel. 07071/97 38 38   
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paracelsus.de/tuebingen

 

 

Neuigkeiten aus dem „Tübinger Stall“

201702 Tuebingen1Tierheilpraktiker-Studenten sind besondere Studenten – das weiß jeder, der mit ihnen zu tun hat. Sie kommen  selten alleine, denn sie haben immer ihre Tiere dabei. Ihre Kerneigenschaften sind hohe Entschlusskraft, Motivation und Zielverfolgung, kritisches Interesse an der Sache, fleißiges Lernen und beruflicher Ehrgeiz.  Nicht selten bringen sie bereits zum  Beratungsgespräch ein ausgeklügeltes  Konzept  zur  Praxiseröffnung  mit.  Fragen  wir  doch  eine  ehemalige Schülerin, Frau Stiefenhofer, die mittlerweile eine sehr erfolgreiche tierheilkundliche Praxis betreibt.

Tamara StiefenhoferTamara Stiefenhofer

„Ich wurde 1977 geboren und hatte schon früh in meiner Familie einige eigene Tiere, die ich über alles liebte. So stand für mich von Anfang an fest: Es muss ein Beruf mit Tieren werden. Meine Berner Sennenhündin Emma brachte mich auf den richtigen Weg. Sie zeigte Symptome, die mir heute ganz vertraut sind, und die typischen Probleme mit der Fütterung/Allergie. Ich wollte den naturheilkundlichen Weg gehen und war mit ihr bei einer Tierheilpraktikerin, die in mir die Begeisterung für diesen Beruf auslöste. So habe ich mich umgehört und umgeschaut, und bin schlussendlich auf die Paracelsus Schule in Tübingen gekommen. Hier hatte ich ein sehr informatives und nettes Gespräch mit der Studienleiterin Frau Gisela Ottmüller und mich direkt über Nacht entschieden, meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin bei Paracelsus zu machen. Das war von 2009 bis 2011. Meine Familie unterstützte mich die ganze Lernzeit über, sodass ich mich voll auf das anspruchsvolle Studium konzentrieren konnte. Zusätzlich absolvierte ich den Jahreskurs in Veterinärhomöopathie sowie Seminare zu den Themen Bioresonanztherapie, Ernährung, Erste Hilfe, Labor, Blutegeltherapie, Verhaltenstherapie für Hunde u.a., ebenso an der Paracelsus Schule Tübingen. Die vom VDT zertifizierte Tierheilpraktiker-Prüfung bestand ich 2011. Da Übung den Meister macht, hospitierte ich mehrfach bei Tierärzten in Praxen und war schon während meiner Ausbildungszeit bei Haus- und Stallbesuchen dabei.

Dann folgte die Einrichtung meiner eigenen THP-Praxis: Behördengänge, Webseite, Werbung, Inventar anschaffen, Kfz anmelden etc. Es war einiges an Arbeit, aber ich habe bis zum heutigen Tag nichts bereut! Ich liebe meinen Beruf, und die Tiere danken es einem so sehr. Ich habe schon viele faszinierende Erlebnisse in meiner Praxis gehabt, z.B. Tiere, die zur Euthanasie verdonnert, weil angeblich „austherapiert“ waren. Es freut mich immer wieder sehr für das Tier, und auch für Frauchen und Herrchen, wenn wir es trotzdem zusammen geschafft haben. Es sind akute und chronische Krankheiten, die meinen Praxisalltag begleiten. Ich arbeite auch mit Tierärzten zusammen. Oft ist es der Wunsch der Tierbesitzer, eine gemeinsame Therapie durchzuführen. Das finde ich völlig in Ordnung, und es freut mich sehr, wenn man für seine Therapien und Erfolge am Ende gelobt wird! Der Schwerpunkt meiner Praxis liegt in der Homöopathie und der Bioresonanztherapie. Aber auch Laborleistungen wie Blutabnehmen gehören zur täglichen Arbeit, ebenso wie Welpen- und Ernährungsberatung. 2012 ergänzte ich meine Praxis mit Hundepflege. Auch hier kann ich gute Dienste leisten, z.B. Hunde und Katzen von ihrem Filz befreien, Ekzeme und Hautirritationen gleich mit behandeln. Ich komme gerne mit den Tierbesitzern ins Gespräch und kann diese dabei über die Vielfalt der Naturheilkunde aufklären und von deren Vorteil überzeugen. Ich bin Mitglied im Verband Deutscher Tierheilpraktiker e.V. und nehme dort zweimal jährlich an den THP-Kongressen zur Weiterbildung teil. Ende 2016 bin ich von Metzingen in neue Räumlichkeiten nach Riederich umgezogen und genieße jeden Tag in meinem Traumberuf!“

Am Standort Tübingen liegt ein großer Fokus auf dem Umgang mit Tieren,  denn  wir  befinden  uns  in  der  Universitätsstadt, die vor Jahren mit grauenhaften Primaten-Versuchen in die  Schlagzeilen  geriet.  Hierbei  gilt  das Bemühen unseres Berufsstandes der weiteren Aufklärung, Hilfe und endgültigen Beendigung dieses sinnlosen Tuns. 

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Was meint Frau Michaela Zell, Dozentin  der  Tübinger  Tierheilpraktiker-Ausbildung, zu ihrem Unterricht? 


Michaela Zell

201702 Tuebingen4„Als langjährige THP-Dozentin freue ich mich immer wieder, bei Paracelsus Tübingen unterrichten zu dürfen. Die sehr ruhig gelegene und von Frau Ottmüller top geführte Schule ist eine Oase des Lernens. Die großen, hellen und gut ausgestatteten Räume sowie das Studien- und Seminarangebot drücken die Überzeugung der Schulleitung von der Zukunftsfähigkeit der hier angebotenen Ausbildungen aus. Besonders erwähnen möchte ich die hohe Motivation und das Engagement der Tübinger THP-Schü- ler, das dadurch gestärkt wird, wenn der Dozent auf sie eingeht und auch besondere Wünsche der Lernenden berücksichtigt. Für mich heißt das in diesem Jahr, das Thema „Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten von landwirtschaftlichen Nutztieren“ neu anzubieten. Weitere Seminare mit mir in den kommenden Wochen, zugänglich für jeden Interessierten, sind Heilpflanzen, ein Esel-Workshop, homöopathische Behandlung von Geflügelkrankheiten, Homöopathie in der Milchwirtschaft, Rückenbeschwerden und Stoffwechselerkrankungen bei Pferden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer/innen!“

In der Tübinger Paracelsus Schule wurde in Zusammenarbeit mit Ursula Bretz die Fachausbildung „Tiergestützte Therapie mit Pferden“ entwickelt.  Frau  Bretz  ist  die  Dozentin  dieses faszinierenden Lehrgangs. 

Ursula BretzUrsula Bretz

„Pferde sind seit meinem 9. Lebensjahr meine große Leidenschaft. Ich hatte das Glück, viele Pferdepersönlichkeiten kennenlernen zu dürfen, die mich zu einem glücklichen, selbstbewussten, aber auch selbstkritischen, strebsamen und toleranten Menschen erzogen haben. Meine Lehrmeister waren neben meinen zweibeinigen Reitlehrern Pferde der unterschiedlichsten Rassen, Größen und Persönlichkeitsstrukturen. Windfeuer, ein sanftes und stolzes Pferd, hat mich dann zur Heilpädagogischen Förderung gebracht. Ihm gehört mein großer Dank für alles, was er für mich getan hat. Wer diese Liebe und Einigkeit einmal spüren durfte, der weiß, wie Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd funktioniert. Heute leite ich ein großes Unternehmen mit ca. 22 Therapie- und Lehrpferden. Wir betreuen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Angeboten wie Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, Gesprächstherapie, Hypnosetherapie, aber auch Progressive Muskelentspannung durch Reitsport.

Neben dem Ausbildungstätigkeit für Paracelsus Tübingen finden bei uns regelmäßig Veranstaltungen zusammen mit der Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen und dem Württembergischen Pferdesportverband statt. Die Gemeinschaft hier auf dem Sonnenhof ist unser ganzer Stolz, wobei bei uns jeder Reiter, Pferdefreund und Gast eine Heimat finden soll. Die Heilpädagogische Förderung mit Pferd ist ein Fachbereich des Therapeutischen Reitens. Daneben gibt es die Hippotherapie, die ergotherapeutische Behandlung und den Reitsport für Menschen mit Behinderung. Das Pferd hat zur Prävention auch schon seinen Einzug in Schule und Kindergarten gefunden. Unser Ausbildungsgang „Fachkraft für die Tiergestützte Therapie mit Pferden“ beinhaltet als Schwerpunkt die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd. Er umfasst neben der Theorie viel Hospitation und eigene Praxis, und soll den Teilnehmer in die Lage versetzen, mit dem praktischen Arbeiten sofort beginnen zu können.“

Überlassen wir Herrn HP & THP Joseph-Maria Sattler das Schlusswort. Er  ist  der  dienstälteste  Dozent  der  Tierheilpraktiker-Klassen an unserem Studienort.

Joseph-Maria SattlerJoseph-Maria Sattler

„Nun bin ich schon 15 Jahre in Diensten der Paracelsus Schulen tätig. Und wenn ich auch an vielen Paracelsus Schulen im süddeutschen Raum unterrichtet habe, so verbindet mich doch ein besonderes Verhältnis zur Tübinger Schule. Es ist eine einzigartige Atmosphäre in dieser Lehrstätte, ja, in der gesamten Stadt, die einen großen Reiz ausübt, hier tätig zu sein. Das immer vertrauensvolle Verhältnis zur Studienleiterin Frau Ottmüller ermöglicht es mir, mich voll und ganz auf den Unterricht zu konzentrieren. Aber auch die Schüler, von denen ich nun schon einige Generationen begleiten durfte, sind hier ganz besonders – nicht immer einfach, oft sehr herausfordernd in ihrem Wissensdrang –, aber es ist immer reizvoll, auch als Dozent an sich zu arbeiten. Mein Schwerpunkt liegt darin, die Einfachheit und Schönheit der Naturheilkunde in ihren Zusammenhängen und in ihrer Ganzheitlichkeit darzustellen. Nicht einfaches Wiederkäuen und schon gar kein „betreutes Lesen“, sondern Anregung zum eigenen Denken und Verstehen stehen bei mir im Zentrum. Meine Themen sind neben der Schulmedizin, der klassischen Homöopathie in all ihren Schattierungen und der Psychologie die Integration in ein holistisches Denken. Dazu gehört auch, dass ich sowohl Tiere als auch Menschen behandle. Dieser Wissenstransfer ermöglicht sehr erstaunliche Einsichten. Mein persönliches Projekt ist die Erforschung der Homöosynthese – der Gedanke, die verschiedenen Richtungen der Homöopathie, des ganzen Denkens und Empfindens zu integrieren. Hier kann ich auf eine persönliche professionelle Erfahrung von über 20 Jahren zurückblicken. Interessant, wie schnell die Zeit vergeht und wieviel es noch zu erfahren und weiterzugeben gilt!

Fotos: © JCG – Fotolia, Countrypixel – Fotolia

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