Tierwissen für Kids: Schmetterlinge

201602 Kinder1SIND FALTER UND SCHMETTERLINGE DAS GLEICHE?

Im Grunde genommen ja, denn man kann Schmetterlinge auch Falter nennen. Das Wort „Falter“ stammt nicht von „falten“, sondern von „flattern“ – und das tut der Schmetterling mit seinen großen Flügeln ja.

WARUM SIND SCHMETTERLINGE SO BUNT?

Auf den Flügeln der Schmetterlinge sitzen etwa eine Million Farbschuppen, die den Flügeln ihre bunten Farben geben. Im Fachjargon werden Schmetterlinge deshalb auch „Schuppenflügler“ genannt. Den Farbschuppen ist auch das unterschiedliche Muster auf den Flügeln der einzelnen Schmetterlingsarten zu verdanken.

WIE VIELE VERSCHIEDENE SCHMETTERLINGE GIBT ES?

201602 Kinder5Es gibt etwa 150.000 Schmetterlingsarten weltweit. Dazu gehören u. a. Falter, Nachtfalter, Schwärmer, Spanner, Spinner und Motten. Viele Schmetterlinge werden nach dem Muster ihrer Flügel benannt. So heißt z. B. der Bananenfalter aus Südamerika auch Eulenauge, weil er eine große, runde Zeichnung auf der Unterseite seiner Flügel trägt, die wie Eulenaugen aussehen. Diese Zeichnung dient dazu, Vögel abzuschrecken, um nicht gefressen zu werden.

WIE ALT WIRD EIN SCHMETTERLING?

201602 Kinder3Das kommt auf das Entwicklungsstadium an. Raupen können mehrere Jahre Raupen bleiben, sterben aber, sobald sie sich zum Schmetterling entwickelt haben, nach zwei Wochen. Es gibt aber auch Schmetterlinge, die noch viel kürzer leben und nicht mal Zeit zum Fressen haben. Andere Arten wie das Pfauenauge oder der Admiral leben hingegen sehr lange, denn das Pfauenauge überwintert auf Dachböden und der Admiral fliegt im Winter wie ein Zugvogel ins warme Südeuropa.

WIE VIELE FLÜGEL HAT EIN SCHMETTERLING?

Die meisten Schmetterlinge sind mit vier Flügeln ausgestattet. Beim Fliegen werden alle vier Flügel gleichzeitig bewegt, sodass man den Eindruck hat, dass nur zwei Flügel vorhanden sind. Die vorderen Flügel sind die wichtigsten. Verletzt sich ein Schmetterling am Vorderflügel, kann er nicht mehr richtig fliegen.

WIE ENTSTEHT EIN SCHMETTERLING?

201602 Kinder2Schmetterlinge entwickeln sich über vier Stadien: Ei, Raupe, Puppe, Falter. Im Fachjargon spricht man dabei von einer „Metamorphose“. Nach der Paarung legt das Schmetterlingsweibchen Eier ab, aus denen später die Raupen schlüpfen. Einige Raupenarten verfügen über giftige Dornen, die bei Berührung ihr Gift absondern und die Raupe dadurch vor Fressfeinden schützen. Die Hauptbeschäftigung der Raupen ist Fressen. Manche Arten sind dabei auf bestimmte Pflanzenarten festgelegt und verhungern, wenn sie diese nicht finden. Bis die Raupe ihre endgültige Größe erreicht hat, häutet sie sich mehrmals. Dabei schwillt sie so stark an, bis die Haut abplatzt. Hat die Raupe ihre Endgröße erreicht, häutet sie sich ein letztes Mal und verpuppt sich anschließend. Die Verpuppung gelingt aber nur bei gut genährten Raupen. Wurde nicht genügend Fressen verzehrt, sterben die Raupen bei der Verpuppung ab. Ist das Puppenstadium jedoch erreicht, so entwickelt sich aus der Puppe am Ende der Schmetterling.

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EINEM TAGFALTER UND EINEM NACHTFALTER?

Bunte Schmetterlinge gehören zu den Tagfaltern, da sie das Sonnenlicht lieben, tagsüber auf Blüten sitzen und ihre Flügel ausbreiten. Nachfalter sind unscheinbar und haben eine dunkle Farbe. Sie orientieren sich am Mond und folgen hellen Lichtquellen. Das ist auch der Grund, warum sich nachts gerne mal ein Nachtfalter über ein offenes Fenster in die Wohnung verirrt, wenn das Licht an ist. Da sie so dunkel gefärbt sind, mögen die Menschen sie meist nicht gerne, obwohl es sich bei ihnen auch um Schmetterlinge handelt.

WAS FRESSEN SCHMETTERLINGE?

201602 Kinder4Verfressen sind eigentlich nur die Raupen. Daher stammt wohl auch der Titel des Buches der kleinen Raupe „Nimmersatt“. Raupen fressen immer nur an einer Pflanzenart, dabei aber alles, also Blätter, Blüten, Zweige, Rinde und Wurzeln. Da alle Pflanzenteile nur wenige Kalorien aufweisen, brauchen Raupen davon entsprechend viel, um ihren Kalorienbedarf zu decken. Dadurch können sie aber auch einen Schaden anrichten, der für uns Menschen erheblich sein kann, sodass oft Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Pflanzenbestände vor Raupen zu schützen. Schmetterlinge hingegen verfügen zum Teil über einen Saugrüssel, mit dem sie Nektar aufnehmen. Ist der Saugrüssel verkümmert, stirbt der Schmetterling schnell.

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