Dunkelfeldmikroskopie: Soforthilfe für die tägliche Praxis

Foto: BillionPhotos – FotoliaDie Mikroskopie zählt zu den allgemein bekannten Begriffen, doch zur Technik der Dunkelfeldmikroskopie können sich die wenigsten Menschen etwas vorstellen. Betrachte ich die Dinge aus der eigenen Erfahrung heraus, wundert mich das nicht, denn beim Einarbeiten in die Technik der medizinisch- analytischen Dunkelfeldmikroskopie gab es auch für mich einen großen Engpass: Die Theorie, die ich an zwei Wochenenden erlernt und die Befunde, die wir dort besprochen hatten, konnte ich weder bei meinen tierischen noch bei den menschlichen Patienten nachvollziehen. Das verunsicherte mich damals sehr und legte sich auch nach dem Lesen einiger Bücher nicht, da jeder Autor mehr oder weniger unterschiedliche Ansichten über die Interpretation der Bilder und der zugehörigen Befunde vertrat. Heute, nach 10-jähriger Erfahrung und Auswertung tausender Dateien und Filme, sehe ich dies als Hauptgrund an, dass die Dunkelfeldmikroskopie bisher keine weitere Verbreitung gefunden hat, obwohl ihr praktischer Nutzen schier unermesslich ist.

In unserer ganzheitlichen Routinepraxis ist heute kaum mehr eine Fallbearbeitung ohne Dunkelfeldmikroskopie vorstellbar, zumal wir es überwiegend mit kranken Hunden und Katzen zu tun haben, bei denen die Krankheitsursache fraglich ist. Die Terminologie, die wir im Rahmen der Befundung verwenden, entstammten einerseits aus den Beschreibungen verschiedener Krankheiten (z. B. Histaminose), andererseits aus der medizinischen Lehre (z. B. Candida parapsilosis).

Für unsere tägliche Arbeit ist bei all den Begrifflichkeiten jedoch nur bedeutend, dass und wie uns das Dunkelfeldmikroskop Hinweise auf die Erkrankung des Patienten gibt und wie wir ihn effizient therapieren können. Besonders fundamental erweist sich die Dunkelfeldmikroskopie dann, wenn ein Hund z. B. keinerlei Auffälligkeiten im herkömmlichen Blutlabor oder in der bildgebenden Diagnostik (Röntgen, CT, Ultraschall etc.) zeigt. Dann können die Dunkelfeld-Blutbilder trotz normal erscheinender Werte einen genauen Hinweis auf den Hintergrund der Erkrankung und die Schwere der nicht erkannten Blutveränderungen geben. Zusätzlich kann die Dunkelfeldmikroskopie als wichtiges Kontrollinstrument für Wirksamkeit und Effizienz therapeutischer Anwendungen genutzt werden. Keine andere Methode gibt schneller und einfacher Hinweise darauf, ob z. B. eine Lasertherapie oder eine Injektion homöopathischer Arzneien einen hilfreichen Impuls auf die Blutorganisation und das Immunsystem erbracht hat – und das bereits nach wenigen Minuten!

Ich gab der Dunkelfeldmikroskopie den Beinamen „Sprechende Bilder“, weil sie mir immer wieder alle aufkommenden Fragen beantworten kann. So z. B., welcher Art von Stress der Patient ausgesetzt ist, warum die weißen Blutkörper nicht ordnungsgemäß funktionieren, warum ein Hund Migräne hat, warum ein Tumor entstanden ist, wie eine Allergie mit Vitalstoffen geheilt werden kann, warum eine Katze unter Juckreiz leidet, welche Erklärung es dafür gibt, dass ein junger Hund bereits eine Gelenkentzündung aufweist, welchen Hintergrund ein Nierenproblem hat, welche Laserfarbe ich für die Blutbestrahlung einsetzen soll, ob die derzeitige Ernährung sinnvoll ist oder warum der Hund trotz Kalorienreduktion nicht abnimmt.

Fallbeispiele

1. Vorgestellt wurde uns ein Hund, der nach einer ausgeheilten Kniegelenksarthrose eine Ohrentzündung entwickelte. Die Frage war nun, warum und wie wir diese mit natürlichen Heilimpulsen therapieren können.
Die Dunkelfeldmikroskopie ließ uns die Otitis nicht als Erkrankung auffassen, die sich nach einem Antibiotikum sehnt, sondern als eine willkommene Rest-Entgiftungsmöglichkeit, die gefördert werden will, sodass wir den Hund mit Hilfe einer Darmsanierungskur und pflanzlichen Pflegemitteln therapieren konnten.

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2. Ein weiteres Beispiel ist die Katze, die sich am Bauch die Haare ausleckte. Aus rein schulmedizinischer Sicht entstand der Verdacht, dass etwas mit der Psyche des Tieres nicht in Ordnung war. Im Röntgenbild zeigte sich eine Magen-Aufgasung und aus den Bildern der chinesischen Medizin („Der Magen zeigt sich auf dem Bauch“) ein Zusammenhang mit der Bauchhaut. Das Blutlabor brachte keine Auffälligkeiten. Das Dunkelfeld-Blutbild zeigte uns Säure- und Radikalenfelder, die aus dem Magen stammten und kristalline, durchblutungsblockierende Kondensate provozierten, die wiederum zu Juckreiz und Kribbeln auf der Bauchhaut führten. Daher das ewige Belecken des Bauches. Das Mikroskop erklärte uns also, dass wir mit Starterbakterien für den Magen, Verbesserung der Ernährungsstrategie, Algen und Isoflavonoiden (pflanzliche Wirkstoffe) die lästige Problematik zügig beseitigen können.

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THOMAS BACKHAUS
TIERARZT

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