Futterunverträglichkeiten: Vetscreen

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THP 1 20 final Page38 Image1Man ist, was man isst – das trifft auch auf unsere vierbeinigen Familienmitglieder zu. Reaktionen auf Futterbestandteile sind für Hunde und Katzen schon seit den 1920er-Jahren bekannt.
Leider gibt es keine typischen Symptome, die sicher auf  eine Futtermittelunverträglichkeit schließen lassen, aber meist  sind die Haut und der Magen-Darm-Trakt betroffen, wobei von  Durchfall  über  Flatulenzen  bis  zu  häufigem  Kotabsatz  alles  möglich sein kann.
Fest steht: Bei chronischen Durchfallproblemen beim Hund liegen zu 80 Prozent Futterunverträglichkeiten vor, bei Katzen  rechnet man mit ca. 30 Prozent.

Diagnostikmöglichkeiten

Die beste Diagnose stellt das Füttern einer Diät dar, die lediglich eine Kohlehydrat- und eine Eiweißsorte enthält. Am besten wählt man etwas, das vorher selten oder nie gefüttert wurde und daher mit großer Wahrscheinlichkeit vertragen wird. Kommt es während der Diät zum Ruhen der Symptome, so wird die vorherige Diät wieder gefüttert, um zu beweisen, dass Futter und Krankheitserscheinungen voneinander abhängen. Bis zu 12 Wochen kann es dauern, bis diese „Eliminationsdiät“ Früchte trägt, – ein zeitraubender Prozess.

THP 1 20 final Page39 Image1Probleme bei der Diagnostik

Ganz wichtig ist Aufklärung: Meist ist es sehr schwierig, einem Tierhalter beizubringen, dass nur ein Futter angeboten werden darf und nebenbei nichts anderes, auch keine Leckerli gegeben werden dürfen, und sich die ganze Familie daran halten muss.

Lösen des diagnostischen Dilemmas

Seit einigen Jahren kann man mit einer Blutprobe Antikörper gegen Futtermittelbestandteile nachweisen. Bei Futtermitteln, gegen die weder Antikörper der Klasse IgG oder IgE nachweisbar sind, also keine Sofort- oder Spätreaktion, ist eine Unverträglichkeit extrem unwahrscheinlich.
Damit besteht in der Regel eine größere Auswahl an Nährstoffen, die risikoarm gefüttert werden können. Das macht es den Tierhaltern einfacher, die vom Therapeuten empfohlenen Fütterungshinweise auch wirklich zu befolgen, sodass der Therapieerfolg eintreten kann.
Wichtig ist, dass der Patient die Nahrungsmittel, auf die getestet werden soll, im letzten halben Jahr auch gefüttert bekam, sonst sind keine Antikörper zu finden. Die Erfolgsrate ist bei Fütterungsempfehlungen, die auf Futtermitteltests beruhen, sehr gut. Auf Unverträglichkeiten beruhende Durchfallproblematiken sind innerhalb weniger Tage behoben, bei Hautveränderungen braucht es mehrere Wochen. Hier sollte parallel ermittelt werden, ob gleichzeitig eine Allergie gegen Milben, Pollen oder Schimmelpilze vorliegt. Auch das ist über Allergietests via Blutuntersuchung möglich.
Die Allergietests werden in verschiedene Reaktionsklassen eingeteilt: von Reaktionsklasse 0 (keine Reaktion – es kann bedenkenlos gefüttert werden) bis 5 (das Futter sollte vermieden werden).
Wir empfehlen während der Therapie einschleichend die Fütterung eines Nahrungsmittels mit Reaktionsklasse 1. Sollte dies gut vertragen werden, kann man ein anderes Futtermittel der Reaktionsklasse 1 füttern. Allerdings sollte immer nur eines der Nahrungsmittel mit Reaktionsklasse 1 gefüttert werden und der Wechsel auf ein anderes langsam geschehen. Die Lebensmittel mit den Reaktionsklassen 2, 3 und 4 sollten vermieden werden.

Ein typischer Fall: Kater Räuber, 5 Jahre alt

Wegen chronischen Durchfalls wurde eine Kotuntersuchung eingeleitet, die hohen Wurmbefall und Dysbakterie ergab. Der Durchfall hielt trotz verschiedener Therapien an. Daraufhin wurde ein Futtermitteltest durchgeführt. Nach Diätumstellung unter Berücksichtigung der positiven Reaktion (verschiedene Fleischsorten einschließlich Kaninchen) kam der Durchfall schnell zum Erliegen.
Futtermittelallergietests sind bei Hunden, Katzen und Pferden einsetzbar. Sie sind gute Hilfsmittel zur Diagnosefindung und wichtig für den Therapieplan, um Tiere mit Futterunverträglichkeiten erfolgreich zu behandeln.

Bei Fragen zum Thema zögern Sie nicht uns anzurufen oder schreiben Sie uns eine E-Mail – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Herzlichst
Ihr Tierheilpraktikerlabor Vetscreen
Tel. 0971/78 59 79 02
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