Der alte Hund - Wenn unser bester Freund in die Jahre kommt

THP 1 20 final Page30 Image1Es beginnt langsam, zunächst kaum spürbar. Als unser Berner Sennenhund Akim älter wurde, bemerkten wir zunächst keinerlei Veränderungen. Akim rannte noch im Alter von 10 Jahren über die Pferdekoppel in unseren Wald und apportierte sein Stöckchen – das war und ist bis heute seine Lieblingsbeschäftigung.

THP 1 20 final Page30 Image2Berner Sennenhunde haben häufig eine relativ kurze Lebenserwartung – viele werden leider nur 6 bis 8 Jahre alt. Es ist selten, dass ein Berner Sennenhund über 10 Jahre alt wird. Aber Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Akim ist eine solche Ausnahme, denn er wird dieses Jahr 12. Ja, er ist langsamer geworden und schläft sehr viel. Auch seine Hüftgelenke sind nicht mehr so gesund und beweglich wie früher, aber er hat noch richtig Spaß an seinem Leben und denkt nicht daran, dass dieses bald zu Ende gehen könnte. Ein Hund lebt immer im Hier und Jetzt. Noch kann er sogar seinem Stöckchen hinterherlaufen. Er ist nicht mehr so rasant schnell wie in seinen jungen Jahren, aber dennoch rennt er begeistert mit weiten Sprüngen über das Feld, als sei das alles nichts.
Es ist unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass er sich nicht überlastet, und ihn ein wenig einzugrenzen. Denn natürlich kann sein körperlicher Zustand jederzeit ganz anders aussehen, und wir haben plötzlich einen Hund, der soeben noch begeistert über die Koppel raste und sein Stöckchen apportierte, kurz darauf aber dringend eine Schmerztablette benötigt, weil er nicht mehr aufstehen kann.
Ein alter Hund entwickelt eine andere Art von Nähe, die immer feiner wird und in einer sehr nahen, inneren und spirituellen Verbindung mit seinen Menschen endet. Ein Blick in Akims braunes und blaues Auge, das ihn optisch so besonders macht, reicht aus, um zu erfahren, wie es ihm geht. Grundsätzlich geht es ihm gut, aber die Antennen sind auf beiden Seiten (Mensch und Hund) wesentlich feiner geworden. Mit der Kunst der Empathie sollte jeder Mensch in der Lage sein, in seinen Hund „hineinzufühlen“. Ich glaube, dass einige Leser/innen sich jetzt fragen: „Was ist denn hiermit gemeint? Ich sehe meinen Hund doch, kenne seine Ausdrucksweise, und weiß, was er von mir möchte.“ Das ist natürlich wünschenswert und richtig. Doch ein Hund im Seniorenalter durchläuft die gleichen Veränderungen wie ein Mensch – nur schneller. Im Alter von über 10 Jahren ist ein großer Hund schon wirklich hoch betagt, vor allem ein Berner Sennenhund. Und die Kommunikation zwischen Hund und Mensch verändert sich. Nicht nur, weil unser Seniorhund nicht mehr alles mitbekommt, was um ihn herum passiert, sondern weil seine Haut eben „dünner“ wird. Er ist viel sensibler und sensitiver als zuvor. Daher wechselt die Verständigungsebene.
Beispiel: Sie rufen Ihren alten Hund, aber er reagiert nicht. Er schläft so tief, dass er in völlig anderen Sphären zu schweben scheint. Früher wäre er durch Ihren Ruf aus dem Tiefschlaf entrissen sofort zu Ihnen gelaufen, heute hört er Ihr Rufen noch nicht einmal. Wenn Sie etwas von ihm wollen, müssen Sie zu ihm hingehen und ihn wecken.
Ich rufe Akim, wenn er schläft, oft gar nicht mehr. Wenn ich etwas von ihm möchte, gehe ich zu ihm und streiche ihm sanft über den Kopf, dabei schläft er leicht schnaubend, tief und entspannt weiter. Es ist nicht nötig, ihn anzusprechen, er spürt auch so, dass ich direkt bei ihm bin, denn ich habe ja sein Qi-Feld (Energiefeld) betreten. Da er auch mein Qi-Feld spürt, öffnet er von ganz allein bald die Augen und wedelt freundlich mit seiner Rute, obwohl er geistig noch gar nicht ganz präsent ist. Nun könnte ich, wortlos und allein durch meine Gedanken, meinem Hund mitteilen, was ich ihm zu sagen habe. Ich bräuchte einfach nur zu denken: „Wollen wir rausgehen?“ Und er würde mich verstehen. Natürlich verhalten wir uns meist nicht so, sondern sprechen unseren Hund direkt an. Das haben wir immer so gemacht, und dabei bleibt es auch meist. Wichtig zu wissen ist aber:

THP 1 20 final Page31 Image1Unser betagter Hund könnte uns auch ohne dass wir mit ihm reden verstehen. Seine Antennen sind viel feiner geworden, als sie es sowieso schon immer waren. Jetzt, im Alter, sind seine „Fühler“ etwas mehr in Richtung Universum intensiviert – und diese „Leitung“ steht. Denn er weiß selbst am allerbesten, dass er sehr alt ist und seine Zeit hier auf Erden und bei uns zwar ihre Grenzen hat, dafür aber gehalt- und wertvoller wird. Bewundernswert daran ist, wie natürlich und selbstverständlich ein Seniorhund annimmt, was los ist. Er lebt im Hier und Jetzt. Hunde leben immer von einem Tag zum nächsten. Sie hängen schlechteren Tagen gedanklich nicht hinterher und machen sich keine Sorgen um das Morgen. Sie beginnen jeden Tag neu und aufgeschlossen, als sei es ihr erster Lebenstag. Darin sind sie uns Menschen um Längen voraus! Es fällt mir ein bisschen schwer, mit Akim als lebendem Beispiel so offen über Dinge zu schreiben, die zwar natürliche Prozesse sind, über die aber niemand nachdenken mag. Denn die Lebensenergie „Qi“ folgt stets dem Gedanken. Daher leite ich meine Gedanken in dem Bewusstsein, dass dies „nur“ ein Beitrag für das „Mein Tierheilpraktiker“-Magazin wird, um eventuelle Auswirkungen energetisch auszubremsen. Noch ein rascher Blick zur Seite: Ja, alles in Ordnung mit meinem „Großen“, er liegt direkt neben meinem Arbeitsplatz – und schläft.
Ich bin dankbar, all diese Erfahrungen nun bereits zum wiederholten Male machen zu dürfen. Da ich mit Hunden aufgewachsen bin und mit Ausnahme weniger Jahre immer einen Hund an meiner Seite hatte, kenne ich das letzte Abschiednehmen. Wenn ein Hund stirbt, geht mit ihm ein Teil von dir selbst. Es ist nur ein Teil deines Herzens, aber es tut weh. Da das Herz groß und liebevoll ist, bleibt genügend Herzenergie zurück, aber ein Abschied von dem innigsten Hunde-Freund hinterlässt immer wieder aufs Neue tiefe Spuren im Herzen. Verbunden bleibt man durch das Band der Liebe aber immer! Wir können unsere Hunde also ebenso wenig verlieren wie geliebte Menschen. Eng mit uns verbunden, bleibt viel Liebe in der Erinnerung an sie in unseren Herzen zurück. Denn sie sind, wenn es soweit ist, nicht weit weg. Nur auf der anderen Seite des Weges.

Was sich alles bei Hunden im Alter verändert

Ich erwähne es vorab: Achtsamkeit und Rücksichtnahme sind alles! Wenn man seinen alten Hund genau beobachtet, wird man auch äußere Veränderungen feststellen.
Haut und Fell verändern sich. Die Haut verliert an Elastizität, sie wird dunkler und etwas dicker, das Fell spröder. Akims Fell glänzt zwar noch, aber seine Struktur hat sich verändert. Und ob man es glaubt oder nicht, auch ältere Hunde bekommen graue Haare! Das bedeutet, dass sich die Pigmente der Haare – wie auch bei uns Menschen – mit dem Älterwerden verringern und weiß werden. Im Gesicht eines Berner-Sennenhundes fällt das nicht so auf, weil die Zeichnung um die Schnauze herum sowieso weiß ist, daher wird Akim tatsächlich noch oft für einen jungen Hund gehalten, wenn er seinem Stöckchen hinterhersaust. Generell erkennt man jedoch einen alten Hund gut an den grauen Haaren, da diese sich nicht nur im Gesicht, sondern überall durch das Fell ziehen. Oftmals lassen sich im Fell auch kahle Stellen finden, da ganze Fellflecken ausfallen. Die Regenerationsfähigkeit der Haarzellen verringert sich. Der gesamte Organismus befindet sich biologisch „im Abbau“. Wenn ein Organismus alt ist, hat er genug damit zu tun, seine Zellen zu regenerieren und die Organe in Schuss zu halten – für Äußerlichkeiten und ähnliche Details bleibt keine Zeit. Aber nicht nur im Bereich der Sinne zeigen sich Veränderungen. Es gibt mehrere Dinge, die sich bei alten Hunden feststellen lassen: 

  • Erhöhter Trinkbedarf 
  • Veränderter Geschmackssinn 
  • Weniger bzw. anderer Nahrungsbedarf 
  • Humpeln und Gelenkprobleme 
  • Zahnstein und Mundgeruch 
  • Erhöhte Müdigkeit und mehr Schlafbedarf 
  • Trödeln und Sich-Zeit-lassen 
  • Orientierungsprobleme und demenzielle Anzeichen 
  • Nachlassen des Gehörs 
  • Probleme beim Treppensteigen und Springen 
  • Bildung von Lipomen (gutartige Fettgeschwülste) 
  • Allgemeine Langsamkeit

Wie können wir unseren Seniorhund unterstützen?

Unser Hund bemerkt den langsamen Verlust seiner Fähigkeiten, die er früher einmal hatte, selber recht gut. Er nimmt deutlich wahr, dass er so manches nicht mehr kann und nicht mehr alles auf die Reihe bekommt. Diese Umstände machen ihn teilweise so traurig, dass er sich oft betrübt und mit hängendem Kopf zurückzieht. In diesen Momenten sind wir Menschen, die ja den engsten Bezug zu ihrem Hund haben, gefordert, unseren Seniorhund so gut und liebevoll wie möglich zu unterstützen und ihn hier und dort auch aufzumuntern. Beim Ausgehen ist Geduld gefordert, denn ein alter Hund geht bedächtig und sehr viel langsamer durch Wälder, Wiesen und Straßen. Er nimmt sich Zeit, Gerüche zu sortieren, und schnuppert länger an einem Ast, einer Blume oder im Gras herum. Das Schnüffeln kann wirklich dauern, dabei kann der Seniorhund auch schon mal vergessen, wozu er eigentlich draußen ist.
Da ein Mensch mit seinem Hund, vor allem nach 12 oder noch mehr gemeinsam verbrachten Jahren, nicht nur im Herzen, sondern auch energetisch tief verbunden ist, hat man meist ein tiefes Verständnis für seinen alten Hund. Es fällt nicht schwer, ihm Ruhe und Aufmerksamkeit zu schenken, ihm zu helfen, wenn es nötig ist, und ihm mehr Schlaf und Erholung zu gönnen. Das ist das Mindeste, was man tun kann, und so empfindet man es auch.
Wichtig ist, das Futter anzupassen. Alte Hunde bewegen sich weniger, was bedeutet, dass die Futterration an die Bewegung angepasst werden sollte. Überhaupt sollte das Futter dem Alter des Hundes entsprechend passende Nährstoffe als Grundlage enthalten. Der Markt hat sich dem schon lange angeglichen und bietet Seniorenfutter für Hunde in ausreichender Vielfalt an. Hundesenioren brauchen Wärme. Ein alter Hund sollte nicht auf kaltem oder nassem Boden liegen und schlafen, sondern er möchte es warm und bequem haben. Besonders wenn bei größeren Hunden Gelenkblockaden oder Lipome vorhanden sind, ist es für sie deutlich angenehmer, eine weiche und gute Unterlage, ein Hundekissen oder Körbchen zum Ausruhen und Schlafen aufsuchen zu können. Und es gibt noch einen gesundheitlichen/medizinischen Aspekt, der dafür spricht, dass ein Hund nicht nur im Alter, sondern generell eine warme Unterlage zum Ruhen braucht, und das sind die Nieren. Generell mögen die Nieren Wärme – auch bei uns Menschen ist das so.

Das Nieren-Qi

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind die Nieren der „Sitz der Lebenskraft“. Ist die Energie/das Qi der Nieren verbraucht, stirbt der Mensch/ das Tier. Das Qi der Nieren ist nicht regenerierbar und lässt sich weder vermehren noch speichern. Jeder Mensch hat es selber in der Hand, wie viel Lebensenergie er in welchem Zeitraum verbraucht. Krankheiten z. B. kosten viel Kraft und Nieren-Qi, obwohl man meist gar nicht selbst für eine Erkrankung verantwortlich ist – zumindest nicht auf den ersten Blick. Beim zweiten Blick kann die Sache ganz anders aussehen, denn letztlich sind wir für alles in unserem Leben (mit)verantwortlich. Man kann sich das Nieren-Qi so vorstellen: Jedes Lebewesen bekommt bei seiner Geburt vom Universum eine Kerze geschenkt, die am Geburtstag entzündet wird, damit sie für uns leuchtet, uns Wege weist und innerlich wärmt. Wir alle, egal ob Mensch oder Tier, sind selber dafür verantwortlich, in welchem Tempo unsere Lebenskerze brennt: Wenn wir viel Lebensenergie/ Qi vergeuden und verbrauchen, brennt unser Lebenslicht wesentlich schneller herunter, als wenn wir achtsam mit uns und unserem Körper umgehen. Verantwortlich hierfür sind vor allem bei uns Menschen die Emotionen, die uns häufig viel Kraft kosten. Daher ist es gut, durch eine Methode wie z. B. Zhineng Qigong dafür zu sorgen, die Emotionen ruhig und nachhaltig in Balance zu bringen. Davon profitieren auch unsere Hunde, Katzen und Pferde. Vor allem Hunde spiegeln ihre Menschen: ruhiger Mensch – ruhiger Hund. Erlischt unser Lebenslicht, ist unser Leben zu Ende und wir sterben.

Wie man die letzte Zeit zusammen genießen kann

Ich kann hier nur von mir und meinen Hunden bzw. meinem Akim sprechen. Dennoch denke ich, dass jeder Mensch, der seinen Hund liebt und eine enge Bindung zu ihm hat, seinen persönlichen Weg für sich und seinen Hundefreund im Alter finden wird. Wir genießen in der Familie die gemeinsame Zeit, die uns mit ihm bleibt, und richten unseren Fokus auf das Leben, nicht auf das Sterben. Jedes Familienmitglied hat einen anderen Bezug zu Akim, unsere Hündin Kira, und Joe, der Hund meiner Tochter und meines Schwiegersohns, der täglich bei uns ist und viel von Akim lernt. Diese Jahre sind „geschenkte“ Jahre, für die ich sehr dankbar bin. Jeder Augenblick mit meinem Seniorhund ist kostbar, das sage ich Akim auch: „Wir beide, wir sind eine tolle Einheit! Zwei Seelen, die sich gefunden haben.“ Es ist ja noch nicht zu Ende, auch wenn mir/uns bewusst ist, dass es eben nicht nochmal so viele gemeinsame Jahre geben wird. Deshalb lebe auch ich im Hier und Jetzt – das habe ich nicht nur durch mein Qigong, sondern vor allem von meinen Hunden gelernt. Alles, was Akim liebt, liebe auch ich. Die langen Spaziergänge, das gemeinsam verspeiste Leberwurstbrot auf einer Bank im Wald, vor allem das gemeinsame Wahrnehmen der Waldesstille sowie die natürlichen Geräusche des Waldes und das Zwitschern der Vögel. Oft sehen wir Rehe, und wenn Akim sie nicht mehr wahrnimmt, mache ich ihn darauf aufmerksam. „Ach“, sagt er dann, „schau mal, denen bin ich früher hinterhergelaufen. Ich dachte immer, dass wir schön spielen könnten, aber sie waren viel schneller als ich.“
Auch Zuhause teilen wir so gut wie alles. Wenn ich in einem Text feststecke und nicht weiterkomme, baut mich ein Blick in Akims Augen wieder auf: „Das kennen wir doch, Frauchen. Machen wir eben eine kleine Pause und gehen ein bisschen in den Garten.“ Oder wenn im ganzen Haus bei unserem norddeutschen „Shitwetter“ wieder überall Pfotenspuren der Hunde wegzuwischen sind und ich zum fünften Mal am Tag keine rechte Begeisterung mehr für‘s Putzen aufzubringen vermag – ein Blick in Akims gelassene Augen genügt, um tief durchzuatmen und schnell zu erledigen, was zu erledigen ist. Danach läuft’s dann wieder.
Immer wieder bin ich erstaunt, wie gut mein „Großer“ mit dem jungen Joe und mit unserer Kira umgeht. Sicher schnauzt er sie ab und zu einmal an und bellt ungehalten, aber im Großen und Ganzen lehrt er sie einiges.
Wir genießen unsere Zeit sehr verbunden und bewusst, mit viel Liebe und Freude – und in tiefer Dankbarkeit, dass wir uns getroffen und schon so viele Jahre miteinander gelebt haben.

Wo bleibt mein Hund nach seinem Tod?

Auch wenn sich kein Hundehalter mit diesem Thema auseinandersetzten mag, ist es wichtig, darüber zu reden. Es nützt ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, denn eines Tages ist es soweit: Unser Hund wird sterben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen. Die „kälteste“ und emotionsloseste Handlungsweise war vor vielen Jahren üblich: Man führt seinen Hund zum Tierarzt, hält ihn im Arm, und er wird eingeschläfert. So verlief es mit meinem ersten Hund Pitti, einem Langhaardackel.. Ich war 13 Jahre alt und hielt den kleinen, aber totkranken Burschen im Arm, als er die letzte Spritze bekam und friedlich schnaubend für immer einschlief. Dann blieb sein Leichnam in der Tierarztpraxis und wurde dort „entsorgt“. Das war in den frühen 1970er-Jahren so üblich.
Später ging man dazu über, seinen verstorbenen Hund im Garten zu begraben, sofern man ein Haus mit Garten besaß. Ich denke, dass es einen Unterschied macht, ob man in der Stadt oder auf dem Land lebt. In einer Großstadt verfügt man häufig über keinen Garten, wenn man in einem Mehrfamilienhaus oder Hochhaus lebt. Aber auch Einfamilienhäuser haben oft nur kleine Gärtchen, in denen man bestenfalls ein winziges Erdbeerbeet anlegen und eine Kinderschaukel aufstellen kann, denn mehr Platz gibt es einfach nicht. Bei uns in Essen war es jedenfalls so, und ich denke, dass es sich in jeder Großstadt ähnlich verhält. Auch heute werden noch viele verstorbene Haustiere im Garten vergraben. Egal, ob Hund, Katze oder Maus – das verstorbene Familienmitglied wird im Garten beigesetzt.
Mittlerweile haben wir durch Bestattungsunternehmen für Heimtiere, wie z. B. den „Rosengarten“, die Möglichkeit, unsere Tiere kremieren, sprich einäschern zu lassen und die Überreste in einer hübschen Urne zurückzuerhalten. Das Prozedere ist angenehm gestaltet und bezahlbar.
Ich persönlich habe mich künftig für diese Variante entschieden, denn ich möchte hinter unserem Haus keinen „Garten der toten Kuscheltiere“ anlegen. Unser verstorbener Tibet-Terrier Rudi liegt in unserem Garten unter einem Rosenbusch begraben. Aber er war auch nur ein halbhoher Bursche, den man tragen konnte. Akim, Kira und auch Joe sind große Hunde, Akim wiegt über 45 kg, Kira schlanke 37 kg, Joe als zarter Golden Retriever um die 27 kg – das sind ganz andere Kaliber, wenn es um das Thema Beisetzung geht.
Mir schwebt vor, den Inhalt der Urne(n) dann irgendwann bei uns auf der Pferdekoppel zu verstreuen. Dem Ort, an dem alle Hunde glücklich durch das Gras tobten …

ANDREA LIPPERTANDREA LIPPERT

HEILPRAKTIKERIN
PRAXIS IN BAD SEGEBERG


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