Wiesenapotheke für Kaninchen und Meerschweinchen

THP 1 19 gross Page6 Image2Kleine Kräuter mit großer Wirkung

Bald beginnt wieder die Wiesenpflückzeit. Und viele Besitzer von kleinen Heimtieren fiebern ihr schon entgegen. Nicht  nur, dass es die kostengünstigste Fütterung für unsere Kaninchen und Meerschweinchen ist – wir haben im Winter wö- chentliche Futterkosten von ca. 70 Euro bei neun Kaninchen und zwei Meerschweinchen – es ist auch die gesündeste!  Viele von den Kräutern, die wir auf der Wiese finden, haben natürliche Heilkräfte. In der Natur kann man bei Wildkaninchen und Feldhasen beobachten, dass sie sich bei Erkrankungen ihr „heilendes Kraut“ heraussuchen und dies bevorzugt  fressen. Wer selbst Kräuter sammeln möchte, sollte sich vorher über ihr Aussehen und ihre Wirkung kundig machen. Wegen zu hoher Verunreinigung sind befahrene Straßenränder, „Hundeklo-Wiesen“ und Wiesen, auf denen Wildkaninchen  und Feldhasen vorkommen, auszulassen, da hier die Gefahr von RHD 1 bzw. 2 und Myxomatose besteht. (Auch wenn es für  einen verantwortungsbewussten Kaninchenhalter selbstverständlich sein sollte, seine Tiere gegen die tödlichen Virusinfektionen impfen zu lassen.) Die besten Tageszeiten zum Sammeln sind die frühen Morgenstunden und abends nach 18  Uhr, wenn die Sonne nicht mehr prall auf die zarten Pflanzen scheint. Wiesen- bzw. Kräuterreste sollten nach 12 Stunden  entfernt bzw. ausgewechselt werden. Bei Außenhaltung sollte man das Futter nicht in die helle Sonne legen. In einem luftigen Korb, den man kühl und schattig lagert, kann man auch die Menge für die nächste Fütterung sammeln. Bitte hier daran denken, dass das Grünzeug sehr schnell zu gären anfängt und faul wird.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

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Das Sahnestückchen für unsere Langohren und Meeris heißt Löwenzahn. Er kann komplett mit der Wurzel angeboten werden und hat appetitanregende und blutreinigende Eigenschaften. Bei Erkrankungen der Leber (Leberkokzidiose) sollte ungesüßter Löwenzahnsaft oder Löwenzahntee unbedingt in die Behandlung mit einbezogen werden. Löwenzahn wirkt auch diuretisch und kann, v.a. beim Verfüttern der Wurzel, den Urin bräunlich/rötlich verfärben. Beste Sammelzeit für Löwenzahn ist April bis September. Auch wird getrockneter Löwenzahn gerne gemümmelt. Jedoch ist Vorsicht bei Tieren mit Neigung zu Blasengrieß oder chronischen Verdauungsstörungen geboten. Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses schmackhafte Kräutlein, das für viele nur Unkraut ist, für unsere Kaninchen und Meerschweinchen der „König“ der Wiesenfütterung ist.

THP 1 19 gross Page7 Image2Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Es gibt wohl kaum einen Feld- oder Wiesenweg, der nicht von diesem winterharten Kräutlein eingesäumt ist. Spitzwegerich besitzt reizlindernde, stark antibakterielle und schleimlösende Eigenschaften. Er ist auch gegen Diarrhö sowie bei Blasen- und Leberschwäche ein helfendes Kraut. Spitzwegerich frisch zerrieben fördert die Wundheilung und mindert das unangenehme Jucken bei Mückenstichen. Bei Tieren mit Atemwegsproblemen kann man bei der Fütterung im Gemisch erkennen, dass sie sich speziell den Spitzwegerich raussuchen, um ihre Atemwege zu unterstützen. Dies ist ein Instinkt, den die Tiere in der Natur besitzen, um sich selbst bei Krankheiten helfen zu können. Sie wählen das Kraut, das ihnen gut tut. Beim Pflücken des Spitzwegerichs bedarf es ein wenig Geschick. Denn schnell hat man die gesammelte Pflanze mit Wurzeln aus der Erde gezogen. Dies ist zwar für die Tiere nicht weiter schlimm; wenn man aber die Kräuterapotheke weiterhin erhalten will, sollte man nur die länglichen, spitzen Blätter behutsam abknipsen.

THP 1 19 gross Page7 Image1Gänseblümchen (Bellis perennis)

Er liebt mich – er liebt mich nicht … Wer kennt das Gänseblümchen-Orakel nicht aus seiner Kindheit? In der Naturheilkunde hat der Korbblütler seine Aufgabe u.a. als Stoffwechsel- und Verdauungsanreger, Schleim- und Krampflöser sowie als Schmerzstiller gefunden. Seine Inhaltsstoffe (v.a. Eisen, Kalzium, Magnesium, Vitamine A, C und E) unterstützen die Heilung von Erkältungen und Verstauchungen und dienen zur Wundbehandlung. Eine Wiese ohne Gänseblümchen zu finden, ist fast unmöglich. Da es recht flach am Boden wächst, trotzt es jedem Rasenmäher. Es ist eines der ersten Frühlingsboten und streckt schon Ende Februar bzw. Anfang März sein Köpfchen an die Oberfläche. Bellis perennis wird oft als zweites Mittel gewählt, wenn Arnika die erwartete Heilung bei Prellungen oder Quetschungen nicht bewirkt. Ein Muss in jedem Praxisschrank eines Tierheilpraktikers.

THP 1 19 gross Page7 Image3Giersch (Aegopodium podagraria)

Um eine Verwechslung mit Schierling auszuschließen, sollte man sich beim Giersch unbedingt merken: Beim Durchschnitt des Blattstängels ist dieser dreieckig! Giersch ist ein sehr beliebtes Kraut bei unseren Fellnasen. Er besitzt eine würzige, Sellerie ähnliche Note und gehört zur Familie der Doldenblütler. Inhaltsstoffe wie Eisen, Kupfer, Mangan, Vitamin C, Karotin, Eiweiße und sekundäre Pflanzenstoffe machen den Giersch zu einem rundum gesunden Leckerbissen. Er wirkt Magen und Darm reinigend, entzündungshemmend und wurmtreibend. Frisst ein Tier nicht mehr, kann aus den Blättern und Wurzeln des Gierschs ein Tee hergestellt werden, den man abgekühlt der erkrankten Fellnase zum Anregen des Appetits einflößen kann. Zu finden ist der Giersch an schattig-feuchten Plätzen, oft auch im Wald. (Vorsicht wegen des Fuchsbandwurms!)

Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium)

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Die Blätter des Wiesenbärenklaus ähneln einer großen Bärentatze. Die Doldenpflanze wird ca. 60 – 120 cm hoch und besitzt kantig gefurchte, hohle Stängel. Die Blätter fühlen sich – ebenso wie die Stängel – sehr rauhaarig an. Geruch und Geschmack der Stiele ähneln denen einer Mohrrübe. Seine wohl wichtigste Heileigenschaft ist, dass der Wiesenbärenklau gegen Enzephalitozoonose cuniculi (E.c.) wirkt. Er sollte unbedingt in die naturheilkundliche Begleitbehandlung gegen Escherichia coli eingesetzt werden. Die besonderen Inhaltsstoffe neben ätherischen Ölen sind Linolsäure, Eisen, Kalium, Eiweiß, Kalzium, Magnesium sowie die Vitamine A und C. Er ist blutdrucksenkend, schleimlösend und verdauungsanregend. In der Volksmedizin wurde er bei Epilepsie und Hysterie angewendet. Er ist von Juni bis Oktober zu ernten. Je nach Wetterlage im Spätsommer bzw. Frühherbst kann es passieren, dass die Blätter von Mehltau befallen sind. Dann Wiesenbärenklau nicht mehr verfüttern. Auch sollte man sich den Unterschied zwischen Wiesenbärenklau und Riesenbärenklau aneignen. Riesenbärenklau kann mehrere Meter hoch werden und wirkt bei einer Berührung mit dem Pflanzensaft phototoxisch auf Menschen, was zu schweren Verbrennungen und Blasenbildung auf der Haut führen kann und äußerst schmerzhaft ist!

THP 1 19 gross Page8 Image4Brennnessel (Urtica urens)

Kaum hört man ihren Namen, verspürt man schon dieses unangenehme Brennen auf der Haut. Die Brennnessel besitzt einen hohen Gehalt an Vitaminen (C, B1, B2, B6, K), Pantothensäure, Folsäure, Mineralstoffen und Spurenelementen. Sie wirkt in erster Linie diuretisch und eignet sich besonders gut zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege oder auch zur Vorbeugung und Behandlung von Blasen- und Nierengrieß. Die Urtica urens stimuliert das Immunsystem, ist blutbildend und -stärkend. Sie gehört zu den besten entgiftenden und ausleitenden Pflanzen unserer Umgebung. Die Brennnessel wird von unseren Langohren und Meeris lieber angenommen, wenn sie bereits am Vortag gepflückt wurde und somit schon etwas welk ist. Getrocknete Brennnessel ist sehr eiweißreich und sollte daher nur in kleinen Mengen gefüttert werden. Da die Pflanze sehr robust ist, findet man sie oft noch im Winter und kann Abwechslung in den Speiseplan bringen.

THP 1 19 gross Page8 Image3Pfefferminze (Mentha piperita)

Die Pfefferminze gehört zu den kühlenden und erfrischenden Kräutern, die im Sommer für etwas Abkühlung bei unseren Tieren sorgen kann. Ihre ätherischen Öle wirken krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Auch ihre antibakterielle, desinfizierende und beruhigende Wirkung darf nicht vergessen werden. Bei chronischen Schnupfer-Tieren oder Erkältungen sollte die Pfefferminze nicht fehlen. Sie hilft die Atemwege zu weiten und Tiere bekommen wieder besser Luft. Allerdings Vorsicht bei der Menge: Vier bis fünf Blätter pro Tier sind ausreichend. Der hohe Anteil an ätherischen Ölen kann schnell zu Diarrhö führen! Verdünnter und abgekühlter Pfefferminztee eignet sich im Sommer gut zur Abkühlung der Tiere und im Winter als leckere Abwechslung zum üblichen Trinkwasser. Zu finden ist die Pfefferminze von Mai bis September. Der Lippenblütler gehört zu den mehrjährigen Pflanzen und gedeiht immer wieder an der gleichen Stelle.

THP 1 19 gross Page8 Image1Ringelblume (Calendula officinalis)

Da die Ringelblume keine Wildpflanze ist, muss sie im eigenen Garten angebaut werden. Sie ist recht anspruchslos und sät sich immer wieder selbst aus. Schon Hildegard von Bingen empfahl die Ringelblume bei Verdauungsstörungen und äußerlich bei eiternden Wunden. Bei Kaninchen wird die Ringelblume bei der oft vorkommenden Trommelsucht interessant. Auch hilft sie, Verhärtungen in Magen und Darm zu lösen sowie Entzündungen an deren Schleimhäuten zu lindern, sie stärkt die Leber und fördert die Verdauung. Wertvolle Inhaltsstoffe sind u. a. Karotinoide, Kumarin, Salicylsäure und Bitterstoffe. Die Ringelblume hemmt bei Infektionen Viren, Bakterien und Pilze. Eine Ringelblumen-Tinktur oder die Ringelblumensalbe, mit der man schnell Riss-, Schürf- und schlecht heilende Wunden sowie Verbrennungen behandeln kann, sollte in keiner Haus- und Tierapotheke fehlen. Die Ringelblume funktioniert auch wunderbar als WetterBarometer: Wenn sich ihre Blütenköpfe nicht öffnen, wird man auch die Sonne nicht zu Gesicht bekommen und kann mit Regen rechnen.

THP 1 19 gross Page9 Image1Goldrute (Solidago virgaurea)

Solidago ist quasi der „Bestseller“ bei Blasen- und Nierenerkrankungen. Sie wirkt entkrampfend, schmerzlindernd, bekämpft Bakterien, hemmt die Entzündung und spült die Erreger aus. Der Korbblütler wird ca. 80 – 120 cm groß und kommt überwiegend an Waldrändern, abgeholzten Waldplätzen und Wiesenhängen vor. Mittlerweile wurde unsere heimische Goldrute fast vollständig von der Kanadischen Goldrute, die weitaus höher wächst, verdrängt. Die Kanadische Goldrute besitzt spitz zulaufende, fächerartig am oberen Teil der Pflanze auseinanderdriftende gelbe Blütenrispen. Solidago findet man von August bis Oktober. Bei meinen eigenen Tieren habe ich festgestellt, dass die junge Pflanze lieber gefressen wird als die komplett ausgewachsene. Ob nun Geschmackssache oder Bequemlichkeit – ich werde es wohl nie erfahren. Neben Gerb- und Bitterstoffen enthält die Goldrute Flavonoide, ätherische Öle und phenolische Glykoside. Auch sollte bedacht werden, dass die heimische Goldrute in ihrer Wirkung stärker ist als ihre kanadischen Verwandten. Im Volksglauben meint man, dass ein Beruhigungsengel unmittelbar neben der Pflanze steht (Maria Treben).

THP 1 19 gross Page9 Image2Rotklee (Trifolium pratense)

Als ich mit der Kaninchenhaltung anfing, hieß es noch, keinen Rotklee zu verfüttern – der sei blähend! Mittlerweile wissen wir es besser und enthalten unseren Tieren diese Delikatesse nicht länger vor. Die dunkelrote Blüte des Klees ist auch eine beliebte Quelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Daher möchte ich Sie bitten, beim Sammeln des Klees die Blüten für unsere Insekten, die teilweise bedroht sind, stehen zu lassen. Der Rotklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Er enthält Spurenelemente, Vitamine und Gerbstoffe. Zudem ist er reich an wertvollen Mineralien und Proteinen. Der Rotklee unterstützt die Rekonvaleszenz durch seine blutreinigende Wirkung. Seine entspannende Wirkung kann einen positiven Einfluss auf depressive Verstimmungen und Angstzustände haben. Die enthaltenen Bitterstoffe können die Funktion von Magen und Darm unterstützen. Auch bei Leberproblemen ist der Rotklee einsetzbar. Für die weiblichen Tierbesitzer ist er beim leidigen Thema „Wechseljahre“ eine sanfte Alternative, um den aus der Balance geratenen Hormonspiegel mit seinen Begleiterscheinungen entgegenzuwirken.

THP 1 19 gross Page9 Image3Feldthymian (Thymus pulegioides)

Dieses Lippenblütengewächs liebt Sonne und Wärme. Von April bis Oktober ist diese blühfreudige Pflanze auf sonnigen Wiesen und Hängen anzutreffen. Seine ätherischen Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe helfen gegen Diarrhö, Blähungen und Entzündungen des Verdauungstraktes, seine Inhaltsstoffe vertreiben Rund- und Hakenwürmer. Auch die Atemwege werden positiv vom Thymian beeinflusst. Die enthaltenen ätherischen Öle helfen beim Lösen und erleichtern das Ausscheiden des Schleims. Die im Thymian enthaltenen Thymol und Carvacrol wirken antiseptisch und antibakteriell. Thymian kann wunderbar zur Inhalation verwendet werden. Es ist aber darauf zu achten, natürliches ätherisches Öl und kein synthetisch hergestelltes zu verwenden. Bei trächtigen Tieren wirkt der Thymian geburtsauslösend und sollte daher nur in sehr kleinen Mengen verfüttert werden. Kaninchen mit Atemwegsproblematik werden sich den Thymus pulegioides instinktiv aus dem Wiesengemisch heraussuchen, um ihre Selbstheilung zu unterstützen.

THP 1 19 gross Page9 Image4Kamille (Matricaria chamomilla)

Der Korbblütler bevorzugt lehmige Böden, ist an Getreideund Kartoffeläckern zu finden und erreicht eine Höhe von ungefähr 50 cm. Sein aromatischer Duft hat eine beruhigende Wirkung. Jeder Kaninchenbesitzer, der in einer nervenaufreibenden Vergesellschaftung steckt, sollte Kamillentee trinken und Geduld haben. Kumarin, Bitterstoffe, Flavone und Salizylsäure, um nur einige der vielen Inhaltsstoffe zu nennen, haben ein breites Spektrum an Heilwirkung. Die Kamille wird als Entzündungshemmer, zur Krampflösung und gegen Blähungen eingesetzt. Auch hat sie eine bakterienblockierende Wirkung und kann bei bakteriellen Hauterkrankungen einschließlich der Mundhöhle und des Zahnfleischs angewandt werden. Man sollte Kamille allerdings nicht, wie man es früher oft getan hat, bei entzündeten oder trockenen Augen verwenden, da sie einen austrocknenden Einfluss hat. Dies führt nur zu einer Verschlimmerung. Um die Echte Kamille von anderen Kamillenarten zu unterscheiden, sollte man ein Auge auf die Blütenköpfe werfen, denn diese besitzen bei der Echten Kamille einen Hohlraum.

THP 1 19 gross Page10 Image1Mariendistel (Silybum marianum)

Die Mariendistelkapseln stehen bei uns ganz vorne im Praxisschrank. Bei Lebererkrankungen wie der Leberkokzidiose beim Kaninchen bekommt das erkrankte Langohr täglich eine Kapsel. Mariendistel schützt die Leber vor Giftstoffen, regt die Neubildung von Leberzellen an und repariert geschädigte Leberzellen. Die bedeutendsten Inhaltsstoffe der Mariendistel sind Silymarin und Flavonoide. Silymarin fördert die Leberfunktion und hilft bei deren Regeneration. Die Mariendistel schützt die Leber vor Umweltgiften und Bakterientoxinen. Der Korbblütler stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und bevorzugt trockene und steinige Böden. Die Pflanze lässt sich problemlos im eigenen Garten ziehen und liebt einen sonnigen, warmen Standort. Sie erreicht eine Höhe von ca. 150cm und ist mit einem lilafarbenen Blütenkopf versehen, der auch für unsere Insekten sehr attraktiv ist. Die Mariendistel kann ganz unproblematisch an unsere Hoppler und Meeris verfüttert werden. Auch Tiere, die energielos und müde erscheinen, werden nach einer Kur mit Mariendistel (Samen, Kapseln oder ganze Pflanze) wie ausgewechselt wieder am munteren Kaninchenleben teilnehmen. Ein „Hoch“ auf diese tolle Pflanze!

THP 1 19 gross Page10 Image2Weide (Salix)

Nicht nur mit Kräutern und Gräsern kann man unseren Tieren etwas Gutes tun, sondern auch mit Bäumen. Zweige, Äste und Rinde dienen als abwechslungsreicher Zeitvertreib und helfen, die stetig wachsenden Zähne in Schach zu halten. Die Weide ist ein Baum mit recht breitem Wirkspektrum. Ihr wichtigster Inhaltsstoff ist Silicin, der u.a. bei der Herstellung von Arzneimitteln gegen Schmerzen und Fieber verwendet wird. Gerade bei älteren Tieren, die mit Arthrose oder Spondylose zu kämpfen haben, sollte Weide als leichtes, natürliches Schmerzmittel verabreicht werden. Weitere Einsatzgebiete sind Abszesse und Entzündungen. Auch hat die Weide in der Bach-Blü- tentherapie ihren festen Platz. Hier wird aus den Blüten der Dotterweide die Essenz „Willow“ (Nr. 38), hergestellt. Diese kommt bei Tieren zum Einsatz, die alles für selbstverständlich halten, bei Verbitterung, Missgunst und beleidigten Wesen. Weidenbäume können bis zu 30 m hoch wachsen. Es gibt auch Straucharten, die eine Höhe von etwa 10 m erreichen. Oft findet man die Weide an Seeufern, also in Wassernähe, und sie liebt nährstoffreiche Böden.

THP 1 19 gross Page10 Image3SYLVIA RECHSYLVIA RECH

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