| Freigänger-Katzen im Sommer |
Der Sommer ist da, die Tage und Nächte sind länger und viele Menschen, die Katzen Freigang gewähren, fragen sich voller Sorge: Warum kommt meine Katze nicht nach Hause?
"Sit-in" unter Katzen Wissenschaftliche Erklärungsversuche gibt es viele, aber mit hundertprozentiger Sicherheit konnte bisher noch niemand dieses Verhalten erklären. Am wahrscheinlichsten ist, dass hier mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Zum einen lieben Katzen natürlich auch bessere Wetterverhältnisse und so ein "Sit-in" ist im Sommer natürlich wesentlich angenehmer als im winterlichen Schnee oder im Regen. Sonne und Hormonhaushalt Aber warum müssen wir uns auch Sorgen um unsere Kastraten machen, warum kommen auch sie in den Sommernächten später oder manchmal gar nicht nach Hause? Nicht nur die Wetterverhältnisse, sondern auch die Lichtverhältnisse spielen hier eine große Rolle, die wiederum Einfluss auf den Hormonhaushalt haben. Die Tage sind länger, die Sonne scheint länger. Durch Sonnenlicht können Katzen Vitamin D3 selbst synthetisieren. Im Körper wird es dann zu lebensnotwendigem Vitamin D umgewandelt. Vitamin D hat sehr viele wichtige Aufgaben: Neben der Regulierung des Knochenstoffwechsels hat es nach neuesten Forschungen auch eine Schlüsselfunktion in Bezug auf Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Bei einem richtig funktionierenden Vitamin D-Haushalt hat das Immunsystem schon sehr viel gewonnen. Winterdepression adé Aber Vitamin D kann noch mehr: Es hat großen Einfluss auf die Psyche. Genau genommen ist Vitamin D kein Vitamin, sondern die Vorstufe eines Hormons. Der Mangel führt nicht nur zu körperlichen Erkrankungen, sondern kann auch zu Depressionen führen. Die sogenannte Winterdepression kann auch unsere Katzen befallen. Wenn aber nun, wie in den Sommermonaten, genügend lange UV-Strahlung gewährleistet ist, dann hebt sich die Stimmung. Katzen werden unternehmungslustiger. Sie sind besser gelaunt und geselliger. Geht es uns Menschen nicht genauso? Die Katzenuhr tickt anders Womit wir bei einem weiteren Grund wären, warum in Sommernächten die "Katzenuhr" ein wenig anders tickt. Katzen sind nun mal dämmerungsaktiv. Ihre Hauptjagdzeit haben sie in den frühen Abend- und Morgenstunden und genau in diesem Zeitraum sind auch ihre Beutetiere aktiv. Natürlich sind zum Beispiel Mäuse im Sommer auch zahlreicher anzutreffen als im Winter, und auch eine satte Katze wird nicht Nein sagen, wenn ihr auf dem Weg nach Hause noch eine Maus über den Weg läuft. Katzen sind Wüstentiere Des Weiteren sollten wir noch einen Blick auf die Abstammung unserer Hauskatze werfen. Mittlerweile wissen wir, dass die Vorfahren unserer Hauskatzen aus dem Norden Afrikas und aus Asien stammen. Die Katze ist eigentlich ein Wüstentier, und so ist es nicht verwunderlich, dass auch unsere Katzen Sonne und Wärme lieben. Vorsicht ist im Grunde nur bei einigen Rassekatzen geboten, die wir mittlerweile so gezüchtet haben, dass sie Sonnenlicht leider nicht mehr so gut vertragen. Ein Beispiel wäre hier die Sphinx, die nur noch mit leichtem Flaum bedeckt ist und sich schnell einen Sonnenbrand holen kann. Bloss keine Klimaanlagen Was uns Menschen im Sommer gut tut, muss noch lange nicht gut für die Katze sein. Daher sei hier auch noch kurz auf das "Sommerschicksal" der Wohnungskatzen eingegangen. Klimaanlagen und Ventilatoren sind keine Erleichterung für Katzen, ganz im Gegenteil: Einige empfindliche Samtpfoten landen dann mit einer Erkältung oder entzündeten Augen in der Tierheilpraxis. Da Katzen selbst am besten wissen, was gut für sie ist, sollte man sie ruhig gewähren lassen, wenn sie einen Raum ohne Klimaanlage aufsuchen möchten! Text: THP Andrea Delveaux |







Nicht nur die Dauer des Freigangs scheint in den Sommermonaten länger zu sein, sondern auch das Verhalten unserer Katzen und Kater, seien sie nun kastriert oder unkastriert, ist anders als in den Winter- und Herbstmonaten. Woran liegt das? Der berühmte Katzenforscher Professor Leyhausen entdeckte es als Erster. Aber mit Sicherheit haben schon viele Katzenhalter beobachten können, dass es in Sommernächten regelrechte Katzentreffen gibt. Dann sitzen mehrere Katzen ruhig in einer Gruppe zusammen.