| Merkblatt für Tierhalter |
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Infektiöse Anämie der Einhufer (ansteckende Blutarmut) Was ist unter der infektiöse Anämie der Einhufer zu verstehen? Die auch als ansteckende Blutarmut der Einhufer bezeichnete virusbedingte Erkrankung des Blutes und der blutbildenden Organe befällt Equiden (Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel, Zebras) und kann tödlich enden. Menschen werden nicht gefährdet. Die Erkrankung ist weltweit verbreitet. In Deutschland traten bislang nur vereinzelte Fälle auf, die sich bislang auf wenige Tiere beschränkte. Auslöser waren importierte Pferde aus Ost- und Südosteuropa, wo die Seuche häufiger vorkommt.Die Krankheit verläuft akut, chronisch oder inapparent (unauffällig), wobei die klinischen Symptome je nach auftretender Form variieren. Woran erkennt man die infektiöse Anämie der Einhufer? • Fieber bis zu 41°C Für die chronische Verlaufsform sind sich wiederholende Fieberanfälle und Krankheitsschübe typisch, die über 3 -5 Tage gehen und von 4 -6-wöchigem symptomfreien Intervallen gefolgt sind. Tiere, die symptomlos erkranken und damit gesund erscheinen, sind lebenslang Träger des Virus und stellen eine ständige Ansteckungsgefahr für andere Equiden dar.
Bilder von typischen Krankheitssymptomen
Die Inkubationszeit beträgt üblicherweise ein bis drei Wochen, seltener 3 Tage bis 3 Monate. Die Infektion kann in einem Zeitraum von 2 bis 7 Wochen zum Tod der Tiere führen. Mit der Vermehrung des Virus im infizierten Tier werden spezifische Antikörper gebildet, die zwei bis drei Wochen nach der Infektion erstmalig durch Blutuntersuchung nachweisbar für die Feststellung der Krankheit sind. Wie wird die infektiöse Anämie der Einhufer übertragen? Was tun bei infektiöser Anämie der Einhufer? Dieses veranlasst weitere Maßnahmen wie Probenentnahme für diagnostische Untersuchungen, Einzelhaltung der verdächtigen Tiere, Verbringungsbeschränkungen (Teilnahmeverbot für Turniere, Verkauf, Handel etc.) und Exportverbote. Sollte das Virus nachgewiesen werden, muss das betroffene Tier eingeschläfert werden, um die Weiterverbreitung der Seuche dieser unheilbaren Krankheit zu verhindern. Eine Therapie oder auch Impfung ist weder möglich noch erlaubt! Verhaltenshinweise für Pferdebesitzer zur Verminderung der Seuchengefahr
Quelle: Landesuntersuchungsamt Koblenz (18.03.2010 ) Fotos: © Landesuntersuchungsamt Rheinland Pfalz |









